RSV schlägt Oberaden und übernimmt die Spitze

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Mit überschwänglichem Jubel feierten die RSV-Spieler den Sieg im Spitzenspiel gegen Oberaden.

BÖNEN -  Der RSV Altenbögge hat den Spitzenreiter der Handball-Kreisliga entthront und ist selbst auf Platz eins geklettert. In einer rappelvollen MCG-Halle schlug der Gastgeber den SuS Oberaden II in einer packenden Partie mit 29:26 (17:13). Fünf Spieltage vor dem Saisonende haben die Bönener nun einen Zähler Vorsprung auf den SuS und es damit selbst in der Hand, die Meisterschaft zu holen.

Dabei fanden die Bönener zunächst überhaupt nicht ins Spiel, lagen schnell 1:3 hinten. „Altenbögge hat kein Mittel gefunden und in unseren Block reingeworfen“, meinte SuS-Coach Achim Neureiter. „Man hat gesehen, dass unsere Leute aufgeregt waren“, sagte RSV-Betreuer Björn Dörnemann. Dennis Geckert brachte seine Farben aber erstmals mit 6:5 in Führung (11.). Beim Gastgeber war da schon mit Martin Höhmann die erste Verstärkung ins Spiel gekommen. Nach 16 Minuten ersetzte auch Thomas Wollek den glücklosen Michael Springhoff im Tor. Für Neureiter die entscheidenden Personalien: „Ausschlaggebend waren die kurzfristigen Neuverpflichtungen des RSV. Als es nicht lief, kamen die beiden“, meinte er. „Die Routiniers bringen uns Sicherheit“, wusste auch Dörnemann. Höhmann führte sich gleich mit drei Toren in Folge zum 9:8 (16.) ein, dann kam Wollek, hielt sofort einen Siebenmeter und zeigte einige starke Paraden.

Nichtsdestotrotz blieb die Partie weiter eng. Erst das Pech von Oberadens Schlussmann Stephan Schaumann half Altenbögge weiter. Der starke Schlussmann war in der 24. Minute beim Stand von 12:11 mit Geckert zusammengerasselt und musste behandelt werden. Sein Ersatz, der A-Jugendliche Marcel Walter, bekam bis zur Pause keine Hand an den Ball, so dass sich der RSV auf 17:13 absetzte. Neureiter störte sich allerdings mehr an der fehlende Disziplin, die sich bei seiner Mannschaft in Form von vielen schlechten Angriffen eingeschlichen hatte.

Der Vorsprung des Gastgebers war nach nur fünf Minuten Makulatur, denn der RSV überstand zwar die ersten zwei Minuten in doppelter Unterzahl, vergab in der Offensive aber mehrmals leichtfertig. Oberaden war auf 18:17 heran, glich später zum 20:20 aus (39.). Aber der Gast ging nie in Führung, obwohl Bönen nach Zeitstrafen gegen Tino Stracke und Höhmann erneut mit zwei Mann weniger auf dem Feld war.

Beim Stand von 22:22 (43.) schlug das Schicksal zum zweiten Mal zuungunsten der Oberadener zu. Deren Bester, Rückraumshooter Hendrik Schuchtmann musste wegen eines Krampfes pausieren. Stracke in Unterzahl und Mirza Bajramovic mit seinem ersten Treffer markierten das 24:22. „Wir wollen uns nicht im Eigenlob suhlen: Dass Schaumann und Schuchtmann zwischenzeitlich gefehlt haben, hat uns schon geholfen“, erkannte Dörnemann.

Durch war der ein „Krimi sondergleichen“, so der RSV-Betreuer aber noch nicht. Der SuS glich erneut aus – zum 26:26 (58.). Dann traf wieder Bajramovic, nachdem sich Lukas Florian den von Schaumann abgewehrten Versuch von Stracke geschnappt hatte. Sebastian Jaszmann scheiterte am Pfosten, so dass Höhmanns verwandelter Siebenmeter 72 Sekunden vor Schluss die Entscheidung war. -  bob

RSV: Springhoff (1.-16.), Wollek (16.-60.), Joneleit (n.e.) – Florian (2), Lublow (1), Stracke (4), Beutner (3), Geckert (8), Bajramovic (3), Althaus (1), Höhmann (7/2), Abel, Richter, Michalik (n.e.)

SuS: Schaumann (1.-24, 31.-60.), Walter (24.-30.) – Jaszmann (1), H. Schuchtmann (8), Titz, M. Neureiter (3), Gonschewski (3/1), Guminski (5/2), R. Neureiter (2), Wagner (1), Stratmann (1), Schwinger (2), D. Junge, M. Junge (n.e.)

Zeitstrafen: Höhmann (2), Althaus, Geckert, Stracke / Jaszmann, Schuchtmann, Wagner, Schwinger, Guminski

Rote Karte: D. Junge (48./grobes Foul

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