Der VfK II vor dem Start: Libero statt Viererkette

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Der neue VfK-II-Trainer Christian Wache steht für die Nordbögger Reserve auch weiter auf dem Platz.

BÖNEN -  Eigentlich sollten alle Nordbögger Fußballteams durchgehend auf den Libero verzichten. „Auch wir wollten dieses System ja weiter spielen“, erklärt Christian Wache zur Vierkette, „aber dazu braucht man die entsprechenden Leute.“

Zum Rückrundenstart am kommenden Sonntag gegen den Ortsnachbarn SpVg Bönen II wird die Nordbögger Reserve aber den Libero reaktivieren müssen. Viele Akteure wie Nils Büscher sind noch angeschlagen. Philipp Preiß, der den rechten Verteidiger in der Viererkette gespielt hatte, spielt gar nicht mehr, da er beruflich zu sehr eingebunden ist.

„Die Vorbereitung lief ja auch nicht optimal“, sagt Wache zu den letzten Wochen zurück. Der Nordbögger Kader stand nie komplett auf dem Rasen. „Es war mehr wie zusätzliche Trainingseinheiten“, beurteilt er die beiden Testspiele gegen C-Ligisten aus der Spitzengruppe ihrer Liga. Das erste gegen den TuS Alteheide ging 1:1 aus. Beim zweiten Warmlaufen für den Liganeustart gegen den SV Stockum zeigten die Nordbögger Kampfgeist. Sie drehten die Partie gegen den Spitzenreiter der Kreisliga C (Lüdinghausen) nach einem 0:3-Rückstand in einen 4:3-Heimsieg. „Das war ein Lichtblick der Vorbereitung“, blickt Wache gerne zurück. „Ich habe den Jungs nach desaströser erster Halbzeit, als sie sich überhaupt nicht an die Vorgaben gehalten haben, ein wenig Feuer gemacht“, erzählt er. „Nach der Pause, mit zehn Mann, Philipp Wittenborn sah ja die gelb-rote Karte, war dann die taktische Disziplin da, wir haben schnell umgeschaltet.“

Diesen Schwung will Wache bis zum Sonntag halten. Ob zur Saisonfortsetzung gegen Bönen allerdings dasselbe Team antritt, ist ungewiss. Unsicherheitsfaktoren sind Schichtdienstler und die magere Personalausstattung der ersten Mannschaft. „In der Regel erfahre ich am Freitagabend, wer mir zur Verfügung steht“, erklärt der Nachfolger von Uwe Hilbk. Wache geht davon aus, dass er auch weiter selbst mit aufläuft. „Zumindest solange es nötig ist“, sagt er, „obwohl es ja besser ist, das Spiel von außen zu beobachten.“

Sicher ist sich der Verantwortliche der VfK-Reserve aber, dass sein Team nicht in den Tabellenkeller gehört. „Wir kommen da schon raus“, gibt sich Wache optimistisch. - ml

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