Flierich vor dem Start: Längst kein Abstiegskandidat mehr

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Trainer Thorsten Müller will auf die tolle Hinserie aufbauen und das Fliericher Team weiterentwickeln.

BÖNEN - Vor dem Saisonbeginn war selbst Thorsten Müller nicht hundertprozentig von der Qualität seines Kaders überzeugt. „Wir sind ein Abstiegskandidat“, ließ der Trainer des TVG Flierich-Lenningsen damals im Fußball-Sonderheft des Westfälischen Anzeigers wissen. Sechs Monate später ist vor dem Start in die zweite Serie von Abstiegsgefahr keine Rede mehr.

Die Germanen haben schließlich mehr Spiele gewonnen als verloren und befinden sich als Achter der B-Liga-Tabelle im gesicherten Mittelfeld. Müller hat der Mannschaft, die defensiv sicher steht, ein schnelles Umschaltspiel beigebracht und kann die Spielweise nun ohne Druck weiterentwickeln. „Was uns auf immer und ewig abgeht, ist die Einfachheit im Fußball“, sagt der Coach: „Wir wollen vorne zu viel erzwingen, statt den Ball laufen zu lassen und geduldig weiter zu spielen, wenn wir mal nicht in den ersten 20 Minuten ein Tor machen.“

Denn für Flierich wäre sogar eine etwas bessere Platzierung möglich gewesen. Doch ausgerechnet gegen die vermeintlich schwächeren Teams stolperte der TVG noch zu oft. „Wir haben gerade gegen die Mannschaften von oben gut ausgesehen – Yunus Emre mal ausgenommen. Defensiv sind wir wirklich stark“, findet Müller.

Das Spiel gegen die Heessener zeigte aber auch das andere Gesicht der Germanen. Hin und wieder agieren sie vogelwild. Gegen Mark II (sechs Gegentore), Yunus Emre (9), Wiescherhöfen III (5) und HSC (4) kassierte der TVG 24 der 39 Treffer. Wie Müller solche Ausrutscher abstellen soll, weiß er jedoch nicht: „In den unteren Klassen ist es manchmal so, entweder es oder es passt nicht.“

Der Trainer blickt sowieso lieber voraus. Und da sieht er sein Team noch besser aufgestellt als in der Hinrunde. Da wäre zunächst der Platz im Tor, der bei Flierich eher arbeitsteilig verwaltet wurde. „Stefan Pauken war nie wirklich zufrieden mit der Torwartrolle, will lieber im Feld spielen. Tilman Rademacher ist ein toller Torwart, aber nur un regelmäßig da“, sagt Müller. Neuzugang Alexander Schubert ist daher „unsere klare Nummer eins.“ Bei Fabian Henkel und Thorsten Lux sieht der Trainer Stammplatzpotenzial. Zudem kehrt mit Simon Maletz ein Schlüsselspieler nach seinem Hamburg-Aufenthalt in die Mittelfeldzentrale zurück. „Er ist extrem zweikampfstark, dynamisch und technisch gut. So etwas hat man selten“. lobt Müller.

Nach der mehr als ordentlichen Vorbereitung soll es für den TVG also weiter nach oben gehen. Und mit dem VfL Mark kommt am Sonntag sofort ein Gegner, gegen den Flierich noch etwas wiedergutzumachen hat. - bob

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