Aufstellung der TuS-Ringer wird zum Verschiebebahnhof

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Igor Wiens wird bei Verbandsligist TuS Bönen eine Klasse aufrücken.

BÖNEN -  In acht Tagen starten die Ringer der TuS Bönen in die neue Saison. Die Verbandsliga gleicht allerdings immer noch einer Wundertüte, denn erst wenn die ersten Kämpfe erledigt sind, ist absehbar, wie stark die einzelnen Mannschaften wirklich sind. „Es ist schwer eine Prognose abzugeben“, sagt TuS-Kapitän Daniel Keim. Und auch bei seinem Team gibt es noch ein paar Fragezeichen.

Durch die Ferien waren die Trainingseinheiten traditionell eher schwächer besucht, aber das sollte sich vor dem Saisonauftakt bessern. Beim ersten Kampftag werden die Bönener genau schauen, wer welche Gewichtsklasse besetzen wird. „Wir werden eine super motivierte Mannschaft sein“, verspricht Keim.

Zwei Gründe gibt es, warum die TuS-Aufstellung zum Verschiebebahnhof wird. Zum einen hat Fabian Manz, der Punktegarant im 84-kg-Bereich den Verein in Richtung des Regionalligisten Hohenlimburg verlassen, wo er sich allerdings verletzte und eventuell sogar für den Rest der Saison ausfällt. Zum anderen schaffen Carsten Wegner und Igor Wiens ihr altes Gewicht nicht mehr, obwohl die Grenzen der Klasse größtenteils ein wenig angehoben wurden (siehe Info-Kasten). Das führt zu einigen Veränderungen, über die teilweise noch nicht endgültig entschieden ist.

Neu im Team ist Marc Hauke aus der zweiten Mannschaft, der von Wegner die kleinste Gewichtsklasse übernimmt. Er war im Vorjahr schon zweimal in der ersten Mannschaft im Einsatz und gewann einen Kampf.

Wegner rückt in die 61-kg-Klasse auf, wo er Dennis Thiemann verdrängt, der wiederum als Ersatz für Igor Wiens eine Stufe höher bereit steht. „Es gibt in diesem Bereich verschiedene Kandidaten“, ist sich Keim sicher, dass die TuS gut aufgestellt ist. Er (75) und Frederik Kosch (66 kg) bleiben in ihren Klassen.

Und das Aufrücken zieht sich nach oben weiter fort. Denn Lukas Korte nimmt den Platz von Manz ein. In der vergangenen Saison schaffte Korte eine überragende Bilanz von 14:2 Siegen im 74-kg-Bereich. Die Bönener sind sicher, dass er auch im höheren Gewicht ordentlich punkten wird. Bei Tobias Falkenberg, der in seiner Debütsaison für die TuS mit 10:5 Erfolgen eingeschlagen war, bestehen da keine Zweifel. Die oberen Klassen teilen sich erneut Sebastian Strzalka, Fatih Karabulut und Jihad El-Cheikh Hassan untereinander auf. Letzterem kommt dabei die Erhöhung des Schwergewichtslimits auf 130 kg entgegen. „Im letzten Jahr ist es auch aufgegangen. Ich mache mich da nicht verrückt“, sagt Keim, der mit seinem Team nach Platz vier in der Vorsaison wieder einen Mittelfeldplatz einplant.

Als Favoriten auf den Titel schätzt der TuS-Kapitän den TKSC Duisdorf ein. Die zweite Mannschaft war im Vorjahr zwar sang- und klanglos abgestiegen, doch diesen Platz nimmt nun die aus der ersten Bundesliga zurückgezogene Erstvertretung ein. „Duisdorf konnte einen Teil der Leute halten. Das ist mehr als gutes Niveau für die Oberliga“, sagt Keim. Ansonsten gab es bei den Kontrahenten viele Wechsel. Abwarten, wer tatsächlich auf der Matte steht. „Die Ungewissheit wird sich legen nach den ersten Kämpfen“, meint Keim gelassen.

Um optimal vorbereitet in den Kampf um Punkte einzusteigen, habe TuS-Athleten aus beiden Mannschaften am Wochenende ein Trainingslager in der Sportschule Hennef absolviert. „Sondertraining und Teamfindung“ stand laut Keim auf der Tagesordnung. - bob

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