IG-Bilanz: Durch schwache Rückrunde das Ziel verfehlt

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Raphael Thiemann war bester Torschütze der IG, stürmt künftig allerdings für die SpVg Bönen.

Bönen -  Hinrunde hui, Rückrunde pfui. Die Saison der IG Bönen in der Fußball-Kreisliga A1 lässt sich in zwei Teile unterteilen. Schlossen die Bönener die erste Hälfte mit 24 Punkten als Sechster ab, kamen in der zweiten nur noch neun dazu (Platz 12). In der Gesamttabelle machte das Rang zehn, wodurch die IG hinter den eigenen Erwartungen blieb.

Nichtsdestotrotz wertet Trainer Ayhan Sezer die Serie durchaus als Erfolg. „Wir haben nicht vergessen, wo wir herkommen“, erinnert er daran, dass die Bönener ein Jahr zuvor, nur durch ein Wunder die Klasse gehalten hatten. Jetzt waren sie nie in Abstiegsgefahr. Dennoch: „Das Ziel war ja zwischen Platz drei und acht. Ich persönlich wollte Fünfter werden. Und die Möglichkeiten waren da“, sagt Sezer. Warum seine Mannschaft zwei Gesichter zeigte, dafür hat der Trainer eine einfache Erklärung: „Wir wussten, was auf uns zukommt, aber haben uns darauf gut vorbereitet. Deswegen war die Hinrunde so gut.“ Doch ab dem Winter ließ die Trainingsbeteiligung nach, die Folge: „Wir hatten Probleme im konditionellen und taktischen Bereich“, so Sezer, dessen Team im Jahr 2015 lediglich zweimal gewann. In dieser Form muss die IG aufpassen, in der kommenden Saison nicht in den Abstiegskampf abzurutschen. Sezer will dagegensteuern und wird genau an diesen beiden Punkten ansetzen.

Wobei er seine Mannschaft so schlecht gar nicht gesehen hat. „Wir haben uns sehr viele Torchancen erspielt, die aber nicht genutzt. Das ist so, wenn der Knipser nicht da ist“, erklärt Sezer. Die Bönener weisen mit 46 Treffern die fünftschlechteste Bilanz der Liga auf. Mit Ibrahim Yörük verfügte die IG nur über einen echter Stürmer, und der fehlte lange verletzt. So war Raphael Thiemann am Ende mit 14 Treffern – darunter drei Elfmeter – bester Schütze. Und der wechselt zur neuen Saison zur SpVg Bönen. Auch Tufan Kabakci verlässt den Verein, geht wohl zum SC Sönnern. Der Verbleib zweier weiterer Akteure ist fraglich.

Im Gegenzug rechnet Sezer mit vier Neuzugängen, will aber derzeit keine Namen nennen. „Bei uns ist das immer bis auf den letzten Drücker. Das ist leider so“, hofft er, dass keiner der Neuen abspringt. Unter dem Quartett soll sich ein Torwart befinden. Eine Position auf der Bönen Handlungsbedarf hat, weil Stammkeeper Coskun Gökce als verletzungsanfällig gilt. Im Übrigen ist noch nicht sicher, ob Sezer in der kommenden Saison an der Linie stehen wird. Die aktuelle Situation findet er aufgrund seines Schichtdienstes unbefriedigend. Ein Assistent soll ihn auf jeden Fall unterstützen. Angelt sich die IG einen gelernten Trainer, könnte sich Sezer vorstellen, auf den Posten des Sportlichen Leiters zu rücken. - bob

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