TVG-Bilanz: Flierich liegt weit über den Erwartungen

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TVG-Coach Thorsten Müller zieht hochzufrieden Bilanz der Saison 2014/15.

Bönen - Mit großen Befürchtungen war Thorsten Müller in die abgelaufenen Fußball-Spielzeit in der Kreisliga B1 gegangen. „Ich sehe uns ganz weit unten. Wir sind ein Abstiegskandidat“, sagte der Trainer des TVG Flierich-Lenningsen und gab Platz 14 als Ziel aus.

Am Ende einer „richtig guten Saison“ (Müller), in der die Germanen nie schlechter als auf Rang neun standen, ärgerte sich der Coach sogar ein wenig, dass es nur Platz acht wurde. Doch nicht ohne Stolz verweist er darauf, dass den TVG nur drei Punkte vom Tabellendritten trennen. „Und wenn wir am Saisonende nicht so oft in der Woche gespielt hätten, wären es noch ein paar Pünktchen mehr geworden.“

Wie kam es zu dieser positiven Entwicklung? „Einige Leute haben wieder in die Mannschaft gefunden, die vorher nur wenig gespielt haben“, erklärt Müller und nennt Sebastian Schlieper, Gilian Daude und Thorsten Weiß. Schlieper wurde am Ende mit 14 Treffern sogar bester Torschütze, ließ so den Abgang von Michael Zogmann vergessen. Der vom Trainer befürchtete Substanzverlust trat nicht ein, obwohl mit Simon Maletz in der ersten Halbserie und Golo Rademacher ab Mitte der Hinserie zwei weitere Leistungsträger wegbrachen. Müller machte aus der Not eine Tugend, verordnete seiner Mannschaft eine defensive Spielweise. Flierich verdichtete das Zentrum im Mittelfeld, agierte häufig mit drei Sechsern und baute auf schnelles Umschaltspiel. „Das funktionierte so gut, dass wir auch in den Phasen in denen wir eine richtig gute Truppe hatten, darauf gesetzt haben.“ So ärgerte die Elf vom Butterwinkel besonders die Topteams der Liga – mit Ausnahme von Yunus Emre, gegen das man zweimal chancenlos war. Zudem weist der TVG zuhause die viertbeste Bilanz auf. Dagegen gewann Flierich gegen die schlechtesten Teams der Liga nur fünf von zwölf Partien, ist auf fremden Plätzen nur Elfter. „Wir müssen den Ball besser laufen lassen, dann haben solche Mannschaften Probleme. Daran müssen wir arbeiten“, sagt Müller. Die zweite Hälfte im Derby gegen Nordbögge (5:1) vor elf Tagen gilt ihm dabei als Vorbild.

Entgegen kommt dem Trainer, dass sein Kader nahezu komplett zusammenbleibt. Bis auf Tomislaw Andric, der kürzer treten will, aber schon diese Saison wenig Partien absolvierte, machen alle weiter. Mit Lukas Kurz und dem am Saisonende spielberechtigte Fabian Henkel erhielt Flierich bereits weitere Qualität. „Wir sind uns alle einig, dass wir im nächsten Jahr besser abschneiden wollen“, sagt Müller, der seine Mannschaft je nach Liga-Zusammenstellung durchaus zum erweiterten Favoritenkreis zählt. Neuzugänge wird es eher wenige geben. „Bei uns läuft viel darüber, dass wir eine tolle Stimmung haben und die Leute sehen, dass hier was geht“, setzt der Coach auf den Wohlfühlfaktor am Butterwinkel. - bob

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