RSV-Vorsitzender nimmt Team vor dem Endspurt den Druck

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Für Timo Althaus und den RSV Altenbögge geht das Fernduell mit Oberaden in die letzten drei Runden.

BÖNEN -  Nach der zweiwöchigen Osterpause biegt die Handball-Kreisliga auf die Zielgerade ein. Drei Spiele trennen den Tabellenführer RSV Altenbögge noch vom Titelgewinn und den damit verbundenen Aufstieg. „Der Sekt steht noch nicht kalt. Wir betrachten das ganz nüchtern“, sagt der 1. Vorsitzende Karsten Schilling und lacht. Denn keiner will sich beim RSV unter Druck setzen lassen.

„Wenn wir es nicht schaffen sollten, würde ich mich schon ärgern. Aber es wäre in der Gesamtschau nicht so schlimm. Wichtig ist, dass die Mannschaft sich gefunden hat. Wenn sie aufsteigt, ist das sekundär“, stapelt Schilling tief. Doch die Lust auf Bezirksliga ist auch ihm anzumerken: „Wir nehmen es gerne mit.“

Die Vorsicht des 1. Vorsitzenden hängt immer noch mit der Situation im September zusammen, als sich der RSV auf Betreiben der Mannschaft kurz vor dem Liga-Start von Trainer Uwe Nitsch trennte. „Dass sich daraus so eine Saison entwickelt, war nicht zu erwarten“, erinnert sich Schilling an die Unruhe und Verunsicherung, die damals im Verein herrschten: „Wir wären auch mit einem Mittelfeldplatz zufrieden gewesen“, erklärt er.

Diesen Tabellenbereich haben die Altenbögger allerdings schon lange hinter sich gelassen. An den letzten drei Spieltagen geht es im Fernduell mit dem SuS Oberaden II um den Titel. Dabei hat der RSV die bessere Ausgangsposition, liegt seit dem Erfolg im direkten Duell Mitte März einen Punkt vor dem Konkurrenten. Und das Restprogramm erscheint einfach: Am Sonntag steht das Nachbarschaftsduell beim Neunten HC Heeren II (16 Uhr) an, dann folgt der Auftritt bei Schlusslicht Werler TV, ehe der Lüner SV II am 10. Mai zum Showdown in die MCG-Halle kommt. Der LSV stellt als Fünfter sicherlich die größte Hürde dar, erwies sich schon beim 44:38-Hinspielerfolg der Bönener als offensivstarke Truppe.

Nichtsdestotrotz sind sich im RSV-Lager alle einig, dass sich die Altenbögger auf dem Weg zur Meisterschaft nach 17 Siegen in Serie nur selbst ein Bein stellen können. Schilling hat bemerkt, dass „die Mannschaft nervöser geworden ist, je näher das Finale rückt“. Deshalb mahnt er in Richtung Team: „Wir müssen zusehen, keine Nerven zu zeigen, müssen also konzentriert weiterspielen.“ Mit einem Ausrutscher Oberadens rechnet in Bönen niemand. Wenn, dann ist dieser am Samstag am wahrscheinlichsten, wenn die SuS-Reserve beim Tabellenvierten VfL Kamen antritt. Anschließend bekommt es der RSV-Kontrahent mit dem Vorletzten Königsborn und dem Siebten TuS Westfalia Kamen zu tun.

Sorgen macht sich Schilling auch, weil er eine große Anspannung innerhalb des Vereins festgestellt hat. „Die Leute machen sich verrückt bei uns“, meint er zur brodelnden Gerüchteküche bezüglich der letzten drei Begegnungen. Dennoch ist er optimistisch, dass es trotz aller Nervosität am Ende gut für den RSV ausgeht: „Die Jungs werden die Konzentration während des Spiels aufbauen“, ist er sich sicher, dass die Mannschaft mit dem Anpfiff alle Nebenschauplätze ausblendet und am Sonntag den ersten Schritt macht. - bob

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