RSV-Lager ist zufrieden und sieht Potenzial für mehr

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Steffen Denger ist der dritte Abgang der RSV-Handballer. Er kehrt wohl nach Heeren zurück.

BÖNEN - 24:24 Punkte und damit eine ausgeglichene Bilanz sind wahrhaft ein ordentliches Ergebnis für einen Aufsteiger. Deshalb sind die Verantwortliche im Lager des RSV Altenbögge mit dem stabilen Mittelfeldplatz in der Handball-Bezirksliga zufrieden. Und dennoch sind sie ein wenig traurig, dass es nicht zu mehr gereicht hat.

„Wir hatten auch Pech, sonst hätten wir oben mitspielen können“, sagt der Vorsitzende Karsten Schilling. Und auch der scheidende Trainer Thomas Richter sah durchaus die Möglichkeit, im Spitzenfeld der Liga zu landen. „Wir hätten durchaus nur 14 Minuspunkte haben können“, ärgert sich der Coach über teilweise unnötige Niederlagen und Punktverluste. In Erinnerung gerufen seien dabei nur das Unentschieden gegen Schlusslicht Unna Ende 2014 und die Pleite zum Wiederbeginn im neuen Jahr gegen den Vorletzten Overberge. Und diese kleine Liste ließe sich fortsetzen.

Mit 14 Minuspunkten wären die Altenbögger jetzt bei einem Spiel mehr als die Konkurrenz übrigens Tabellenführer. Doch so hoch hinaus wollten die Bönener eigentlich gar nicht. „Mit mehr Pech wäre es weiter nach unten gegangen. In dieser engen Liga ist alles möglich“, sagt Schilling und wiegelt sämtliche Träumereien ab: „Mit dem durchschnittlichen Ergebnis in dieser Bezirksliga muss man zufrieden sein, vor allem im ersten Jahr.“ Der Vorsitzende hebt vor dabei hervor, dass die Mannschaft als Aufsteiger nie in Abstiegsgefahr geraten ist. Der RSV war zu keinem Zeitpunkt schlechter als Rang neun platziert und kassierte nie mehr als zwei Niederlagen in Folge. Mehr als zwei Siege hintereinander gelangen den Altenböggern allerdings auch nicht.

Nach dieser ruhigen Saison kann der Blick letztlich also unbesorgt nach vorne gehen. Und dort steht mit dem Trainerwechsel von Thomas Richter zu Mike Rothenpieler eine wichtige Veränderung an. Richter trat zurück, um mehr freie Zeit für seine Familie zu haben. Er schaut aber auch etwas wehmütig auf die vergangenen zwei Jahre als Coach und das halbe als Spieler in Altenbögge zurück: „Es ist schon schön zu sehen, wie sich einige Spieler weiterentwickelt haben und welchen Sprung sie gemacht haben.“ Richter sagt, er habe eine gute Zeit beim RSV gehabt, nachdem ihm Tino Stracke überredet hatte, kurz auf der Platte auszuhelfen. Daher wird er sich auch in der neuen Saison ein paar Partien ansehen. Allein um zu sehen, wie es weitergeht. Denn er sieht den Entwicklungsprozess noch längst nicht abgeschlossen.

Dieser Einschätzung schließt sich Schilling an: „Es besteht durchaus Potenzial nach oben.“ Wobei der Vorsitzende hofft, dass die drei Akteure, die nicht weitermachen, keine große Lücken reißen. Torhüter Michael Springhoff und Kreisläufer Mirza Bajramovic hören auf, Abwehrchef Steffen Denger ist beruflich zu stark eingebunden und kehrt nach nur einem Jahr in der MCG-Halle wohl in Heerens zweite Mannschaft zurück. Dafür haben sich die Bönener mit Timo Weber und Tim Gerwien von TuRa Bergkamen II sowie dem Rückkehrer aus den Bundesliga-A-Junioren der SG Handball Hamm, David Grzybowski, verstärkt (der WA berichtete). Schilling erzählt zudem von guten Gesprächen mit einem neuen Torhüter. „Wir müssen ein bisschen die Vorbereitung abwarten, ob unser Konzept aufgeht“, ist der Vorsitzende mit großen Tönen dennoch vorsichtig.

Nach Planungen des Vorstandes soll die erste mit der in der 2. Kreisklasse spielenden zweiten Mannschaft enger verzahnt werden. „Die soll eine echte Reserve sein und wenn möglich aufsteigen“, so Schilling. Rothenpieler will ab Juni mit rund 24 Mann in die Vorbereitung gehen. Die Größe erreicht der Kader auch durch die vielen ehemaligen A-Jugendlichen. „Ich habe gute Hoffnungen, dass die den Übergang gut hinkriegen“, sagt Schilling. Nicht zu den Aufrückern aus den Junioren zählen Mason Radau, Jobst Sternschulte und Jonas Karlin, die zum SuS Oberaden wechseln. - bob

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