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Bönener Rumpfelf verkauft sich in der Mark teuer

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Von: Boris Baur

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Anis Bouaid traf mit einem abgefälschten Schuss den Bönenern ins Mark und zur Vorentscheidung.
Anis Bouaid traf mit einem abgefälschten Schuss den Bönenern ins Mark und zur Vorentscheidung. © Bruse/ Digitalfoto

Das erste Fazit von Cengiz Güner zur Leistung seiner Mannschaft im Freitagabendspiel beim VfL Mark bestand aus nur einem Wort: „Super“ fand der Spielertrainer der SpVg Bönen die Vorstellung, die seine Rumpfelf beim (zumindest bis Sonntag) Tabellenzweiten der Fußball-Kreisliga A1 geboten hatte. Die Punkte für einen 3:1 (2:1)-Sieg heimste der Gastgeber an der Realschule Mark dennoch verdient ein, auch wenn vor allem das 2:1 sehr unglücklich aus Bönener Sicht fiel.

Hamm – Die SpVg zeigte gegen den Favoriten von Beginn an Willen und Einsatzbereitschaft, nahm die Zweikämpfe an und ließ kaum Räume offen. Dabei war der Kader so klein, dass Eyüp Senel aus der zweiten Mannschaft in der Startelf stand. Das Geschehen diktierten aber die Marker, die den Ball schnell zirkulieren ließen, allerdings kaum den Weg in den Strafraum fanden. Gerade in guten Positionen suchten sie zu hastig den Pass in die vorderste Linie.

Maximilian Lorenz köpfte eine Flanke von der linken Seite vorbei (10.), Niklas Knothe eine weitere Hereingabe von links in die Hände von SpVg-Keeper Patrick Heller. Die Gäste unterstrichen in der 14. Minute, dass sie zwar aus einer sicheren Abwehr agieren, aber auch am Spiel teilnehmen wollten: VfL-Schlussmann Maxmilian Weltermann fing einen Querpass von Mohamed Elias gerade noch vor Sercan Ersan ab.

Erst das 0:1, dann muss Bednarek verletzt vom Feld

In der 37. Minute ging Mark in Führung. Wieder ging es über die linke Seite. Simon Kaule war aus der Abwehr mit aufgerückt. Bei seiner Flanke zog Heller zurück, doch am zweiten Pfosten schob der von rechts eingelaufene Til Blank ein. Drei Minuten knickte Bönens Florian Bednarek um und musste mit Sprunggelenkproblemen raus. Für ihn kam Co-Trainer Hendrik Dördelmann, der als einziger auf der Bank saß. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch“, meinte Güner. Umso bemerkenswerter, dass Bönen zurückschlug, als Elias eine Bogenlampe nach einem Freistoß per Fallrückzieher ins Netz beförderte (44.).

Nach dem Wechsel blieb der Druck der Marker hoch. Bönen verteidigte weiter gut, so dass der VfL lange nur zwei Kopfbälle nach Ecken als Chancen verzeichnete. Doch den Gästen, die hin und wieder aussichtsreiche Konter starteten, bei denen die letzte Genauigkeit fehlte, ging langsam die Kraft aus. In der 76. Minute hatten die Bönener schon zweimal im Strafraum geklärt, als Anis Bouaid aus rund 20 Metern draufhielt und der Ball abgefälscht von Güner als unhaltbar ins Tor flog. Sechs Minuten vor Schluss vollendete Niklas Knothe einen Konter und die starke Vorlage von Yannick Giersch zum 3:1-Endstand.

Marks Tempo irgendwann zu hoch für Bönen

„Das Tempo der Marker konnten wir irgendwann nicht mehr mitgehen. Ich kann aber keinem einen Vorwurf machen. Das war eine super Leistung“, meinte Güner abschließend.

„In der ersten Halbzeit war das zu schnell, in der zweiten Halbzeit zu mutlos“, war Marks Trainer Kevin Schulzki nicht wirklich zufrieden. „Bei uns haben auch neun Leute gefehlt, dass hat man an der Spielqualität gemerkt.“  

VfL: Weltermann – Hartmann, Finger (46. Nguyen), Kaule 65. Schürkamp) – Blank, Giersch – Bouaid, Heße (79. Melnik) – Knothe, Lorenz
SpVg: Heller – E. Senel, Stappert, Walter, Lange – Güner, F. Bednarek (40. Dördelmann) – Gercek, Symmank, Elias – Ersan
Tore: 1:0 Blank (37.), 1:1 Elias (44.), 2:1 Bouaid (76.), 3:1 Knothe (84.)

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