Kämpferisch starker VfK steht mit leeren Händen da

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Kevin Garske (rechts) klärt diesen Ball, doch wenig später sollte Rünthes Mustafa Akti das entscheidende 2:3 erzielen.

Bönen -  Toll gekämpft haben die Fußballer des VfK Nordbögge im Spiel gegen den SuS Rünthe. Zweimalmachten sie einen Rückstand wett. Doch am Ende stand der Vorletzte der Kreisliga A1 wieder mit leeren Händen da, denn die Gäste schossen sich in der 86. und 89. Minute den 4:2 (1:0)-Sieg heraus.

„Wir haben die richtige Reaktion gezeigt und um jeden Meter gekämpft. Das stimmt mich optimistisch“, hob Spielertrainer Jürgen Serr, der nach einer halben Stunde wegen Knieprobleme aufhören musste, nach der 1:7-Packung beim TSC Hamm II das Positive hervor. Über die 90 Minuten hatte Rünthe etwas mehr vom Spiel, weswegen SuS-Coach Andre Henning von einem verdienten Sieg sprach: „Hintenraus muss man aber von Glück reden, dass wir die zwei Tore gemacht haben.“

Die Anfangsviertelstunde verschlief der VfK komplett. Nur mit Mühe lenkte Torhüter Robin Wittenborn nach in der siebten Minute den 16-m-Kracher von Marcel Müller an die Latte. Nach 14 Minuten war es dann aber doch soweit: Müller behauptete nach einem Seitenwechsel den Ball und bediente Michael Großpietsch in den Lauf, der den Ball ins Netz drosch.

Nach dem Rückstand kämpfte sich der VfK in die Partie. Daniel Möller ging volles Risiko, schlug nach einem langen Freistoß von der Mittellinie im Strafraum allerdings ein Luftloch (17.). Das Spiel verlagerte sich in der Folge mehr ins Mittelfeld, bis der Schiedsrichter zum Unverständnis der Nordbögger auf Elfmeter entschied. Sascha Frey hatte den Ball nämlich aus kurzer Distanz in den Bauch bekommen (33.). Müller traf aber nur den Pfosten.

Der VfK kam jedoch richtig gut aus der Kabine, war nun spielbestimmend. Einen Freistoß vom eigenen Strafraum verarbeitete Justin Seepe direkt weiter in den Lauf von Möller, der die Kugel aus 18 Metern über den herauseilenden Nötzel hob (50.). Nach einer Stunde verlor Nordbögge aber wieder den Faden. Dennoch war das 1:2 unnötig, weil Samed Özgüc an der Fünfmeterlinie Müller tölpelhaft umrannte. Diesmal verwandelte Jan Padurek den Elfmeter (68.).

Doch in der Schlussphase kam der VfK zurück. Sascha Frey eroberte einen Ball. Jonas Wiggermann ließ Engin Abali im Strafraum ganz alt aussahen und markierte das 2:2 (81.). Lars Lenser hatte sogar die Führung auf dem Fuß, passte aus 16 Metern allerdings schlampig quer (83.). Die Partie wogte nun hin und her. Doch dann fing sich der Gastgeber aus kurzer Distanz durch Mustafa Akti das 2:3 (86.) und wenig später durch Mathias Närdemann noch das 2:4 (89.). „Wie passiv wir da sind“, ärgerte sich Serr über das Abwehrverhalten seiner Spieler. - bob

VfK: R. Wittenborn – Özgüc, Serr (30. Seepe), Garske, Siebert – Frey, Rodriguez, Lenser, P. Wittenborn – Wiggermann, Möller

SuS: Nötzel – Michalski (88. Franke), Wagner, Abali, Schenk (79. Urbaczka) – Medjedovic, Padurek(75. Wierling) – Großpietsch, Närdemann, Müller – Akti

Tore: 0:1 Großpietsch (14.), 1:1 Möller (50.), 1:2 Padurek (Foulelfmeter/68.), 2:2 Wigerrmann (83.), 2:3 Akti (86.), 2:4 Närdemann (89.)

Bes. Vorkommnis: Müller schießt Handelfmeter an den Pfosten (33.)

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