RSV Altenbögge mit perfektem Start vor großer Kulisse

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Die RSV-Bank bejubelt das 35:29 von Jonas Gerke. 

Bönen - Den perfekten Start erwischte der RSV Altenbögge gestern Abend zum Landesligaauftakt. Vor der von Trainer Tino Stracke geforderten „roten Wand“ aus 211 Fans schlugen die Gastgeber den Verbandsligaabsteiger SV Westerholt deutlich mit 35:29 (20:14).

„Ich bin natürlich super zufrieden“, atmete Stracke nach 60 Minuten mit heiserer Stimme auf. „Super!“ war sein Adjektiv für diesen Abend. Der Coach lobte entsprechend die Einstellung seiner Sieben und die Disziplin. In der Tat spielten die Gastgeber die meisten ihrer Angriffe ruhig aus. „Fahrkarten“ waren vor allem in der ersten Hälfte selten. Bemerkenswert war auch die im Vergleich zur Vorsaison wesentlich variablere Spielweise im Angriff. Tempowechsel rissen Lücken in die Kreisabwehr der Gäste.

Es war ein Start-Ziel-Sieg. Das 1:0 warf Neuzugang Max Röckenhaus. Nach sieben Minuten führten die Altenbögger durch ein Tor von Steffen Feldmann mit 4:2. In der 21. Minute erzielte Bruder Sören Feldmann das zweite seiner neun Tore zum 15:9. Die Gastgeber hielten Westerholt auf Abstand. Leon Drevermann im Tor glänzte mit einigen Paraden. „Dieser Zugriff ist uns dann Anfang der zweiten Hälfte etwas verloren gegangen“, sah Stracke den Vorsprung ab der 31. Minute stetig schrumpfen. Er hatte gewechselt, um einigen Akteuren eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

Löchrige Deckung nach der Pause

Die löchrige RSV-Deckung ließ Torwart Kai Kleeschulte, der nun im Tor stand, verzweifeln. „Kai wollte nach drei Minuten schon wieder raus“, erzählte Stracke. Der Gast kämpfte sich auf 27:24 (44.) heran. Der Routinier im Tor blieb auf dem Feld und fand ins Spiel. Kleeschulte bügelte die temporäre Abschlussschwäche der wieder eingewechselten Durchatmer mit Paraden aus. Vor allem der in der ersten Hälfte absolut überzeugende Jonas Gerke traf nach der Pause nur noch zum 35:29-Endstand. Kleeschulte parierte dann in der 50. Minute beim Stand 29:25 einen Siebenmeter von Kolev. Der RSV hielt die drei Tore Distanz, baute den Vorsprung mit Ablauf der Uhr sogar wieder aus.

Tino Stracke hatte die Partie zuvor zu einer Standortbestimmung erklärt. Das setzt den heimischen Landesligisten jetzt ein wenig unter Druck. Es gilt, die in weiten Teilen gute Leistung zu bestätigen – und sich vielleicht im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen.

RSV: Drevermann (1. bis 36.), Kleeschulte – Burchert, St. Feldmann (2), Isenbeck (2), Weber, Gerke (6), Fe. Warias, Röckenhaus (2), Florian (6), Fröhling, Sö. Feldmann (9), Fl. Warias (2), Stefek (6/1) SVW: Krix, Poursafar-Jahromi (37. - 60.) – Schröder (3), Kolev (7/3), Stotten (2), Mühlnickel (2), Tekath (8), Boss (3), Brackloh, Leibner (2), Schlottke (2/2), M. Poursafar-Jahromi Zeitstrafen: St. Feldmann, Isenbeck, Fl. Warias, Sö. Feldmann, Stefek (2) – Schröder, Leibner (3, disqualifiziert 59.) Spielverlauf: 4:2 (7.), 12:6 (17.), 16:9 (22.), 20:12 (27.) – 22:14 (33.), 25:17 (37.), 27:24 (44.), 30:27 (52.), 33:29 (59.)

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