1. wa.de
  2. Sport
  3. Bönen

RSV verschenkt gegen Tabellenführer Hörste den Sieg in der Schlussphase

Erstellt:

Von: Markus Liesegang

Kommentare

Tim Baeck im Spiel gegen die TG Hörste bei einem Wurf.
Das Tor von Altenbögges Kreisläufer Tim Baeck zur möglichen 27:26-Führung in Unterzahl wurde annulliert. © Liesegang Markus

Eine spannende Partie lieferte Gastgeber RSV Altenbögge dem Tabellenführer der Handball-Verbandsliga, TG Hörste, vor 135 Zsuchauern.

Bönen - Das gute Ende hatten dann nach 60 Minuten in der Halle des Bönener Marie-Curie-Gymnasiums die Gäste für sich. Das Spiel war aber weitaus enger als das Ergebnis mit 26:30 aussagt.

„Eine starke Leistung gezeigt“

„Das gehört dazu. Die Jungs haben eine starke Leistung gezeigt und müssen sich nichts vorwerfen“, lobte RSV-Coach Nadim Karsifi seine Sieben. Sein Gegenüber lobte den Gastgeber. „Altenbögge führt fast das ganze Spiel, war ein Gegner auf Augenhöhe. Wir mussten kämpfen“, so Matthias Baier mit heiserer Stimme. „Der RSV hätte auch den Sieg verdient gehabt“, sah er sich und sein Team im Glück.

Ein starker Marvin Wollek verhinderte zunächst mit zwei Paraden einen schnellen Rückstand. Die TG spielte schnell und schnörkellos. Kreisläufer Timon Lepper und Jasper Steinlechner per Tempogegenstoß brachten die Ostwestfalen 2:0 in Front, der starke Mika Kösters erhöhte auf 3:1. Er wurde zur spielentscheidenden Figur, da die Altenbögger Deckung ihn nicht in den Griff bekam.

Drei Tore Vorsprung zur Pause

In der ersten Hälfte ging es nach dem 3:3-Ausgleich durch Tobias Filthaut hin und her. Altenbögge hielt die Führung ab der 17. Minute nach dem 10:9 durch Max Röckenhaus, baute diese bis zum Seitenwechsel auf 18:15 aus. Dem Gastgeber spielte dabei in die Karten, dass die TG nach 21 Minuten Regisseur Lukas Burstädt mit Rot verlor. Er traf beim Abwehrversuch Steffen Feldmann mit der Hand im Gesicht.

Nach der Pause deutete sich an, was schließlich zur Niederlage führte: Die Altenbögger Abschlüsse fanden seltener ins Ziel. Hörste kam in der Folge auf ein Tor heran. Der erstmals eingewechselte Lukas Prattke stellte einen Zweitore-Vorsprung mit dem 19:17 (36.) und dem 20:18 (37.) wieder her, Tim Baeck erhöhte vom Kreis auf 22:19, Wollek hielt einen Strafwurf von Tarner (40.).

Nach dem 26. Tor ging nichts mehr

Erst in der 53. Minute gelang dem Tabellenführer der Ausgleich zum 25:25. In der 54. Minute erhielt Sebastian Fröhling eine Zeitstrafe. Silvan Tarner verwandelte zudem den fälligen Siebenmeter zum 25:26. Tobias Filthaut glich unmittelbar in Unterzahl aus. Und es folgte „die spielentscheidende Szene“, wie Narsifi fand. Tim Baeck wurde am Kreis gefoult, traf sogar noch ins Tor, die guten Schiris sahen ihn in der verbotenen Zone.

Die Gäste ließen in der Schlussphase nichts mehr anbrennen, verteidigten offensiv, hart aber fair. Im Protokoll des rasanten Spiels fanden sich schlussendlich ganze vier Zeitstrafen. Altenbögge blieb nach dem 26:26 durch Filthaut (55.) bezeichnenderweise ohne weiteren Torerfolg. Den Schlusspunkt zum 26:30 setzte Kösters mit seinem insgesamt neunten Feldtor genau 16 Sekunden vor dem Ertönen der Sirene.

„Sie hatten doch alles in der Hand“, ärgerte sich abschließend besonders Christopher Supenkamp. Der Bönener in Diensten der Reserve der Ahlener SG hatte auf die Schützenhilfe seines Jugendvereins gehofft. Der Tabellenzweite von der Werse liegt nur einen Minuspunkt hinter der TG Hörste.

Nächstes Spiel in Ahlen

Möglicherweise spuckt der RSV den Ahlenern in der kommenden Woche zudem in die Meisterschafts-Suppe. Denn die Altenbögger gastieren am Sonntag, 29. Januar, ab 17 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle.

RSV: Wollek (1. - 60.), Wicke – Gerke, Röckenhaus(1), Prattke (3), F. Isenbeck, Baeck (4), Sö. Feldmann, Stefek (6/2), Fröhling, P. Isenbeck, Litvinov, Filthaut (5), St. Feldmann (5), Jungemann (2)

TG: Schneider, Gerlach, Krause – T. Barrelmeyer, Zöllner, D. Barrelmeyer (2), Burstädt, Kösters (9), Herschel, Lepper (3), Schäper (3), Steinlechner (3), Walkenhorst, Schröder, Panofen, Tarner (10/5)

Zeitstrafen: Stefek, Fröhling – Lepper, Schäper

Rote Karte: Burstädt (21.)

Spielfilm: 0:2 (3.), 3:3 (6.), 5:7 (10.), 9:9 (19.), 11:9 (17.), 14:14 (24.), 18:15 (30.) – 18:17 (34.), 22:19 (39.), 25:23 (50.), 25:25 (53.), 26:28 (58.), 26:30

Auch interessant

Kommentare