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RSV-Rumpfteam unterliegt Dorstfeld deutlich

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Von: Boris Baur

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In der zweiten Hälfte fehlte dem RSV um Dominik Sürig die Durchschlagskraft.
In der zweiten Hälfte fehlte dem RSV um Dominik Sürig die Durchschlagskraft. © Baur

Bönen - Kurz nach Spielschluss suchte Florian Warias noch nach Erklärungen für die am Ende deutliche 22:28 (13:17)-Niederlage des RSV Altenbögge gegen den ATV Dorstfeld. Die einfachste wollte der Spielertrainer des Handball-Landesligisten nämlich nicht allein stehen lassen. Den Bönenern hatte es schlicht an fitten Akteuren gefehlt.

Als Warias nach dem Abpfiff überlegte, wer alles ohne Aus- oder Nachwirkungen einer Erkältung beziehungsweise durch eine Verletzung gehandicapt aufgelaufen ist, kam er nicht einmal auf eine Handvoll Spieler. Durch die Ausfälle mussten die Altenbögger im Rückraum „alle da spielen, wo sie sonst nicht spielen“, so Warias. Unter den fehlenden Automatismen litt sichtbar das Zusammenspiel der Gastgeber in der MCG-Halle. Zusätzlich waren die Dorstfelder auch einfach gut besetzt – vor allen im Rückraum.

Die Altenbögger hatten zwar Dortmunds Toptorjäger Hendrik Niederwestberg gut im Griff, dafür trafen aber Sebastian Mund und Michael Hermann auf den Halbpositionen. Beide erzielten in der ersten Hälfte schon je fünf Tore. „Wir hatten ein bisschen mehr Möglichkeiten“, sagte Gästetrainer Carsten Hergert, der nicht zu Unrecht von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft sprach.

Der erste Durchgang spielte sich lange auf Augenhöhe ab. Beide Mannschaften agierten effektiv im Angriff. In der 20. Minute leuchtete auf der Anzeigentafel ein 10:10 auf. „Wir sind gut in den Gegenstoß gekommen“, meinte Warias. Doch in den letzten fünf Minuten musste der RSV abreißen lassen. Dorstfeld setzte sich von 13:13 auf den 13:17-Pausenstand ab. Ein vorentscheidender Rückstand, der sich in der zweiten Hälfte als zu große Bürde für den Gastgeber erweisen sollte.

Die Partie nahm nun eine völlig andere Gestalt an. Nach dem 14:20 in der 34. Minute gelang zehn Minuten lang keiner Mannschaft mehr ein Tor. Ein Wechsel des Spielrhythmusses, den sich keiner der Trainer so recht erklären konnte. „Der Torhüter stand dann in der richtigen Ecke“, versuchte es Hergert.

In der Tat bekam der ebenfalls nicht hundertprozentig auskurierte RSV-Keeper Kai Kleeschulte viele Hände an die Bälle. Vorne beschlich die Zuschauer in der Halle allerdings das Gefühl, dass den Bönenern kein Tor gegönnt war. Dennis Geckert traf gleich zweimal den Pfosten in dieser Phase. Lukas Florian verwarf einen Siebenmeter.

Geckert brachte den RSV durch zwei verwandelte Gegenstöße auf 16:20 heran (44.), Doch dann landeten die Würfe von Tino Stracke und Philipp Isenbeck erneut am Torrahmen. Der ATV stellte auf 16:22 (48.) und wusste diesen Vorsprung nach Hause zu bringen. „Mit neun Toren in einer Halbzeit kann man nicht gewinnen“, konstatierte Warias, der letztlich zu viele Fehler registrierte. Vielleicht war es am Ende doch eine Frage der fehlenden Kraft. - bob

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