RSV-Kapitän Geckert: Sind fit wie nie

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Kapitän Dennis Geckert möchte mit dem RSV auch im zweiten Landesliga-Jahr nach dem Aufstieg wieder obenauf sein.

Bönen - Den Endspurt in die Vorbereitung hat der Kapitän des RSV Altenbögge zwar urlaubsbedingt verpasst, doch die Stimmung in der Mannschaft hat er mitbekommen. „Ich habe gehört, dass wir Bock haben, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Dennis Geckert kurz vor dem Start in die Handball-Landesliga-Saison am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger DJK Coesfeld.

Zuletzt waren die Bönener noch zusammen golfen – sozusagen als Abschluss einer langen Vorbereitung. Die führten erstmals Florian Warias und Tino Stracke als Trainer durch. „Das war deutlich intensiver als in den vergangenen Jahren. Wir sind fitness-technisch so weit wie noch nie“, zieht er den Vergleich. Er selbst war allerdings über vier Wochen raus, reiste durch Sri Lanka und Vietnam.

Somit verpasste der 26-Jährige die Zeit, als die Bönener nur reduziert arbeiten konnten. Mal hatten sie selbst zu viele Urlauber, dazu sagten die Gegner mehrfach die Testpartien ab. Doch spätestens nach dem gelungenen Trainingslager am letzten August-Wochenende fühlen sich die Altenbögger gerüstet.

Geckert erwartet eine schwierige Saison: „Nicht ein Gegner wird für uns ein Selbstläufer. Jeder einzelne Punkt wird schwierig zu erkämpfen“, sagt der Lehramtsstudent (Sport und Biologie). Das läge allein schon daran, dass die Landesliga-Konkurrenten den RSV mittlerweile gut kennen würden. Der Aufsteiger-Bonus ist ebenso wie die Euphorie aufgebraucht. „Die Gegner können sich besser auf uns einstellen“, so Geckert.

Diese Vorbehalte bedeuten jedoch nicht, dass die Altenbögger in ihrem zweiten Jahr kleinere Brötchen backen wollen. „Ich persönlich möchte nicht weiter runter, aber ob es für ganz oben reicht, kann man ja vor einer Saison nicht sagen. Es kann immer sein, dass eine Mannschaft dabei ist wie im letzten Jahr Recklinghausen.“ Zumal die Landesliga schon im Vorjahr ziemlich eng war.

Um eine vordere Platzierung zu erreichen, werden die Bönener ihre alten Stärken in die Waagschale werfen. Da ist sich Geckert sicher, auch wenn mit Jan Weber ein wichtiger Eckpfeifer des Mittelblocks eine Handballpause einlegt. „Die Abwehr wir weiter unser Prunkstück sein. Das hat man auch in den Zeitungsberichten gelesen, dass jeder Trainer da Respekt vor hatte“, so der Kapitän: „Und keiner freut sich, in unsere Halle zu kommen“, setzt er weiter auf den Heimvorteil (19:7 Punkte). Dazu werden die Altenbögger wieder auf einfache Tore setzen. Schnelle Angriffe, die auch Geckert stets gerne und oft vollendete. „Das sah auch gut aus in der Vorbereitung“, sieht der Kapitän die Grundlagen gelegt.

Zu tun gebe es in der gebundenen Offensive. „Im Angriffsspiel müssen die Neuen noch die Automatismen lernen. Das wird dauern“, glaubt der 26-Jährige, der ansonsten von den Zugängen begeistert ist. „Das sind alles persönlich starke Zugewinne, und sie haben sich überragend eingegliedert“, sagt er über Simon Starzak, Felix Warias und Mika Engelmann.

„Woanders würde ich mich nicht wohlfühlen“

Geckert selbst ist übrigens froh, dass er seine im Frühjahr angekündigte Entscheidung, den RSV zu verlassen, nach viele Gesprächen revidiert hat. „Ich habe gemerkt, dass ich mich niemals woanders wohlfühlen würde“, erklärt er. Wegen der Fahrtzeit von Bönen in seinen Studiums- und Wohnort Münster hatte er überlegt, den Verein zu wechseln, um die Vorteile der Unistadt kurz vor seinem Abschluss besser zu genießen.

Mit der Trennung von Coach Mike Rothenpieler wenige Wochen vor dem vergangenen Saisonende sei auch ein anderer Umgang ins Training eingezogen. „Wenn wir maximal effektiv sein wollen, müssen die Dinge angesprochen werden, und es bedarf mal, dazwischenzuhauen. Es darf nicht alles kommentarlos hingenommen werden“, sagt der angehende Lehrer. Um Erfolg zu haben, müssen die Nebengeräusche abgestellt werden“, möchte der Kapitän, dass alle an einem Strang ziehen. - bob

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