RSV-Kapitän Geckert: „Wir haben das Glück erkämpft“

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„Wir haben uns das Glück gegen Oespel-Kley erkämpft“, meinte Dennis Geckert (links) nach dem Sieg gegen den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf.

Bönen - Die Hinrunde in der Handball-Landesliga ist beendet – mit einem für den RSV Altenbögge unerfreulichen Ergebnis. Stand jetzt wären die Bönener als Vorletzter abgestiegen. Doch der Sieg im letzten Spiel am vergangenen Sonntag hat die Stimmung im RSV-Lager aufgehellt. Im Gespräch mit Boris Baur erklärt Kapitän Dennis Geckert die Bedeutung des 28:26-Erfolges über Mitkonkurrent DJK Oespel-Kley, die Gründe für den ersten Sieg seit Mitte Oktober und darüber was passieren muss, damit es dem Klassenerhalt klappt.

Nach dem Spiel hat die Mannschaft noch längere Zeit gefeiert, war das ein Zeichen, wie wichtig dieser Sieg für den RSV war?

Dennis Geckert: Der Sieg war super wichtig. Einerseits mit dem Blick auf die Tabelle. Wir haben zwar keinen Platz gut gemacht, aber wir sind wieder dran. Noch wichtiger war der Sieg für uns, für unser Selbstvertrauen, nach dem wir vorher fünf, sechs Spiele teilweise ärgerlich verloren haben.

Was war diesmal anders?

Geckert: Wir haben ähnlich gekämpft wie in den Spielen vorher, das konnte man uns auch nicht vorwerfen. Aber das Quäntchen Glück war diesmal da, was uns vorher gefehlt hat. Man kann es eigentlich nicht erzwingen, aber wir haben es uns über Wochen erkämpft. Wir haben uns den Sieg erarbeitet. Wir haben jetzt unsere Negativserie beendet, vielleicht können wir jetzt einen kleine Serie in die andere Richtung beginnen.

Trotz des Sieges ist der RSV zum Hinrundenende Vorletzter. Was ziehen Sie für eine Bilanz?

Geckert: Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir am Ende der Hinrunde Vorletzter sind, hätte ich das nicht geglaubt. Das war eine katastrophale Hinrunde von uns. Auch bei der Entwicklung und bei dem Verletzungspech können wir nicht zufrieden sein. Da war deutlich mehr drin.

In der Rückrunde geht es am Samstag gleich mit der Partie beim Schlusslicht DJK Coesfeld weiter.

Geckert: Das Spiel ist super wichtig. Für die sogar noch wichtiger als für uns. Wenn die nicht gewinnen, war es das für sie. Coesfeld hat jetzt drei Punkte, wenn sie gegen uns verlieren, haben sie sechs Punkte Rückstand. Was uns betrifft, müssen wir unbedingt nachlegen. Wenn wir verlieren, war der Sieg gegen Oespel-Kley nichts Wert.

Die Partie in Coesfeld steigt aber auswärts. In der Fremde ist der RSV bislang nicht gut aufgetreten.

Geckert: Wir haben bisher ein gutes Spiel auswärts gehabt, in Brechten. Da haben wir deutlich gewonnen (36:28, Anm. d. Red.). Zuhause waren unsere Auftritte immer in Ordnung, aber wir müssen das unbedingt auch auswärts mal auf die Platte bringen.

Wie kann es dem RSV gelingen, den Rückstand zu den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf aufzuholen? Was muss die Mannschaft machen?

Geckert: Wir müssen sicherlich unsere Schwächephasen minimieren. Das waren manchmal 20 bis 25 Minuten. So viele waren es am Sonntag nicht, das war auch entscheidend dafür, dass wir jetzt die Punkte geholt haben. Außerdem müssen wir versuchen, uns mit unserem kleinen Kader einzuspielen, denn in den nächsten Wochen werden nicht so viele wiederkommen. Ich persönlich fand es gut, dass wir so gegnerorientiert vorbereitet wurden wie jetzt. Das hat uns was gebracht, auch wenn wir nicht alles umsetzen konnten.

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