Handball

RSV Altenbögge will mit zwei Teams aufsteigen

Trainer Sascha Feldhaus will mit der RSV-Reserve in die Bezirksliga aufsteigen.
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Trainer Sascha Feldhaus will mit der RSV-Reserve in die Bezirksliga aufsteigen.

Mitte Januar hatte der Vorstand des Handballkreises Hellweg beschlossen, die reguläre Saison endgültig abzubrechen. Mit Meldeschluss 6. Februar sollten die Vereine entscheiden, ob sie ihre Teams bei der Aufstiegs- oder der Pokalrunde antreten lassen. Der RSV Altenbögge meldete mit seiner zweiten und dritten Mannschaft beide auf Kreisebene spielende Teams für die Aufstiegsrunde an, die Anfang Mai starten soll.

Bönen - Für die zweite Mannschaft bedeutet dieser Entschluss, um den Aufstieg in die Bezirksliga mitzuspielen. „Da wollten wir sowieso hin“, bekennt Trainer Sascha Feldhaus. Seine Sieben wird gegen den TV Westfalia Kamen, TuS Jahn Dellwig und die HSG Soest antreten. Mit einem neuen Gesicht: In die Landesliga-Reserve werden die A-Jugendlichen nun komplett integriert. „Außerdem haben wir mit Kilian Renzing einen starken Neuzugang“, verrät Feldhaus. Der könne alle Rückraumpositionen spielen, „er hat bis zum Abbruch schon mittrainiert und hinterließ einen starken Eindruck.“

Kurzfristige Personalentscheidungen

Wer vom alten Personal der Zweiten, die „superfit“ in die ein Spiel kurze Saison 2020/21 startete, bleiben wird oder wer in die Dritte wechselt, wird die kommende Vorbereitung zeigen. „Wenn die Jungs wieder so fit sind, werden wir die Runde auch erfolgreich gestalten“, meint Feldhaus. Die HSG war übrigens der Gegner im einzigen Saisonspiel der Altenbögger. Der RSV gewann deutlich mit 34:25. „Ich kann natürlich nicht sagen, wer der Favorit ist. Aber wenn alles normal läuft, sind wir schwer zu schlagen“, so Feldhaus.

„Die Jungs wollen weiter zusammenspielen“, blickt Vereinsboss Karsten Schilling zuversichtlich in die Zukunft des Vereins. Die Kreisliga sei einfach weit weg von der Verbandsliga. „Wir wollen etwas Nachhaltiges aufbauen“, erklärt der RSV-Vorsitzende. Die erste Mannschaft brauche einen leistungsstarken Spielerpool.

Alternativer Spielbetrieb gut

Überhaupt findet Schilling den alternativen Spielbetrieb gut. „Wir müssen ja was machen“, begründet er. Die Ansetzung biete eine Perspektive. „Außerdem können wir eine solche Runde auch gut für die Vorbereitung nutzen.“ Letztlich sei man aber wieder von den Entscheidungen der Politik und den Kommunen abhängig. „Wenn die entscheiden, is nich, wird es wieder nichts.“ Da helfe auch das schlüssigste Hygienekonzept, in das sein Verein im vergangenen Jahr viel Arbeit gesteckt hatte, nichts.

Von der Möglichkeit, Spieler der Ersten einzusetzen, halte er nichts. „Das wäre doch unfair. Wir werden auch so stark genug sein“, sind sich Schilling und Feldhaus sicher, um den Aufstieg mitspielen zu können.

Die Umgestaltung der Bönener Reserve wird auch den Status der Dritten ändern. „Dass man uns als Hobbymannschaft betrachtet, wird sich ändern“, sagt Ingo Baumheinrich. Er spielt gemeinsam mit Feldhaus als Spielertrainer mit der Dritten in der 3. Kreisklasse. „Als Puffer für die Zweite ist das zu niedrig“, erklärt Baumheinrich. „Und höher spielen, das fänden wir allemal gut.“

Realistische Aufstiegschance

Der Aufstieg ist auch hier realistisch. Bisher fasste die Dritte wegen andauerndem Personalmangel nicht Fuß. Wegen eines fehlenden Torwarts konnten die Altenbögger auch die Chance auf ein Meisterschaftsspiel nicht nutzen. Das werde sich ändern, weil Spieler der Zweiten kommen würden. Als größten Konkurrenten macht Baumheinrich den TuS Westfalia Kamen III aus. Weitere für die Aufstiegsrunde gemeldeten Mannschaften sind die HSG Unna Massen V und der SV 03 Geseke.

Die erste Mannschaft des RSV wird nur an der Pokalrunde teilnehmen. „Zwei Klassen zu überspringen, wäre ein bisschen viel“, führt der Sportliche Leiter Tino Stracke ganz im Sinne von Trainer Jens Schulte-Vögeling zur Begründung an. Nach Saisonabbruch 2020 war der Tabellenführer erst in die Verbandsliga versetzt worden. Dort spielten die Altenbögger vor dem erneuten Lockdown gerade einmal eine Partie. Sie verloren 21:27 gegen den TV Verl.

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