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RSV will im Derby beim HC TuRa „Ausrufezeichen setzen“

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Von: Rainer Gudra

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Im Finale um den Kreispokal siegte der RSV (graue Trikots) im Februar beim HC TuRa
Im Finale um den Kreispokal siegte der RSV (graue Trikots) im Februar beim HC TuRa. © Liesegang

Es ist Derbyzeit: Am Freitag gastieren die Handballer des RSV Altenbögge-Bönen zum Verbandsliga-Punktspiel beim HC TuRa Bergkamen (20.15 Uhr, Friedrichsberg).

Bönen - Es geht um nicht weniger als die Frage: Wer ist die Nummer eins im Kreis Unna? Beide Teams liegen in der Tabelle mit jeweils 15:11 Punkten gleichauf und damit als Vierte und Fünfte noch unmittelbar vor dem SuS Oberaden (14:12).

„Freuen uns auf das Derby“

„Ich sag mal so: Wir freuen uns auf jeden Fall auf das Derby. Wir brauchen es, um ein Ausrufezeichen zu setzen“, sagt Nadim Karsifi, denn: Noch droht in der engen 10er Liga auch den beiden Derbykontrahenten die Abstiegsrelegation. „Wenn wir die nächsten zwei Speile gewinnen, dann sieht es deutlich angenehmer aus“, sagt der RSV-Trainer, warnt aber auch: „Es sind zwei schwierige Spiele – nicht nur das gegen TuRa, sondern auch gegen Altenbeken, obwohl sie so gut wie abgestiegen sind. Wir müssen sie absolut ernst nehmen und in jedem Spiel 60 Minuten kämpfen.“

Auf Augenhöhe mit den Platzhirschen

Über Jahrzehnte waren die beiden Bergkamener Klubs die Platzhirsche im heimischen Revier, mit dem Aufstieg des RSV in die Verbandsliga vor drei Jahren und dem Oberliga-Abstieg des HC TuRa im Jahr 2022 kamen sich beide schon sehr viel näher. Im Hinspiel am 6. November vergangenen Jahres siegten die Bönener deutlich mit 30:25, nun sinnen die Bergkamener auf Revanche – zumal sie kürzlich auch im Finale um den Hellweg-Kreispokal mit 26:29 gegen den RSV verloren hatten. Und das auch noch in eigener Halle.

Karsifi Augenzeuge am Römerberg

Das Team von Thomas Rycharski und „Co“ Lars Stratmann hat sich am vergangenen Wochenende im Bergkamener Derby vor 900 Zuschauern bei den Oberadenern mit 22:16 durchgesetzt und damit den vierten Sieg in Folge gefeiert. „Die Bergkamener haben sich wieder gefunden und haben einen guten Lauf“, sagt Karsifi, der am Römerberg Augenzeuge gewesen ist – und sich danach sicher war, dass er aus dem Gesehenen „etwas herausziehen“ könne. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass die Bergkamener Deckung stabiler geworden ist. „Aber wir haben uns darauf vorbereitet und werden ein, zwei Mittel parat haben.“

Trainer sind gute Freunde

Auch die Bönener haben zuletzt mit drei Siegen in Folge überzeugt – den jüngsten gab es mit 34:29 gegen TuS Einigkeit Brockhagen. Karsifi lobt, wie fokussiert sein Team die neue Herausforderung angeht: „Wir haben diese Woche sehr gut trainiert. Chapeau an die Mannschaft, wie konzentriert und diszipliniert sie gearbeitet hat. Die Jungs sind sehr heiß auf das Spiel.“ Am Ende, sagt Karsifi, zähle einfach nur, „dass wir an uns glauben und das umsetzen, was wir wollen. Wir wollen das Spiel dominieren.“ Aber genau das sagt Thomas „Tomek“ Rycharski seinen Mannen auch. Gemeinhin tauschen sich der frühere Bundesliga-Spieler des ASV Hamm und der RSV-Trainer jede Woche über das aktuelle Geschehen aus. „Wir sind gute Freunde“, sagt Karsifi. Nur vor dem Derby herrsche Funkstille.

Personell sieht es beim RSV bestens aus. Karsifi: „Wir sind komplett und komplett fit. Die Jungs freuen sich und haben wirklich sehr stark trainiert. Das sind doch schon mal 50 Prozent.“

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