Handball

RSV will die Auftaktpleite schnell abhaken

Unsanft gestoppt wurden die Altenbögger (vorne Lukas Florian, hinten Dominik Weigel) im ersten Saisonspiel vom TV Verl.
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Unsanft gestoppt wurden die Altenbögger (vorne Lukas Florian, hinten Dominik Weigel) im ersten Saisonspiel vom TV Verl.

Bönen – Seinen Humor hatte Jens Schulte-Vögeling immerhin nicht verloren. Nach der Bauchlandung zum Saisonauftakt mit der 21:27 (7:14)-Pleite gegen den Mitaufsteiger TV Verl meinte der Trainer des Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge trocken: „Ich habe ja vorher schon gesagt, wenn wir das erste Spiel verlieren, dann werden wir halt Meister.“ Schulte-Vögeling spielte damit auf die Spielzeit zuvor an, als die Bönener ebenfalls zum Start in ihrem Heimspiel unterlagen, aber anschließend keine Partie in der Landesliga mehr verloren und Erster wurden.

Auch Luca Tröster, der in der Schlussphase sein Torkonto mit einigen erfolgreich abgeschlossenen Gegenstößen auf sieben Treffer erhöhte, fühlte sich in die Vergangenheit zurückversetzt: „Das erinnert mich an letzte Saison und unsere Heimniederlage gegen Brechten“, meinte er zum schwachen Auftritt der Altenbögger. Beide hatten sich anderes erhofft, weswegen sich Schulte-Vögeling nach seiner ‘Titelansage’ beeilte, in punkto Meisterschaft nachzuschieben: „Das wird wohl sehr schwer.“

Vor allen Dingen hätte er sich eine bessere Leistung seiner Mannschaft gegen Verl gewünscht. Die Altenbögger rannten sich immer wieder in der aggressiven Deckung der Gäste fest, die zudem mehrere Gegenstoßpässe zielsicher abfing. „Und die Fehlerquote, meine Güte“, entfuhr es dem RSV-Coach. Dabei hatten er und sein Kapitän Sören Feldmann noch im Vorfeld erklärt, dass eines der wichtigsten Dinge für eine erfolgreiche Verbandsliga-Saison eine möglichst geringe Zahl an leichten Ballverlusten sei.

Die der Bönener am Sonntag war jedoch hoch, und das schlug sich sofort im Ergebnis nieder. Die Enttäuschung gilt es nun schnell abzuhaken, was auch Schulte-Vögeling mit Blick auf das nächste Spiel am Samstag um 19.30 Uhr beim PSV Recklinghausen forderte. „Mund abwischen, Dienstag geht es im Training weiter“, betonte er. „Es kann nur besser werden“, verbreitete Tröster Optimismus.

Mehr Ehrgeiz, mehr Konzentration

Natürlich müssen die Altenbögger allerdings auch die Lehren aus der Auftaktniederlage ziehen. Für Tröster lag es nicht am Einsatzwillen oder fehlenden Emotionen, sondern an den vielen Ungenauigkeiten. „Wir müssen sichere Würfe nehmen und mit 100 Prozent in die Lücken gehen. Wir müssen mehr Ehrgeiz zeigen und mehr Konzentration“, forderte er mehr Entschlossenheit im Angriff.

Eine weitere Niederlage würden die Bönener zurückwerfen, zumal es anschließend in die zweiwöchige Ferienpause geht. „Wir werden uns noch mehr reinhängen müssen“, sagte Schulte-Vögeling. Wenn sich eine Chance bietet, müsse die auch genutzt werden. „Wenn wir an unser Limit gehen, werden wir unsere Punkte holen.“

Die Verbandsliga-Saison hat gerade erst begonnen. Und dass ein erster Rückschlag nicht viel zu bedeuten hat, wissen die Bönener aus dem Vorjahr schließlich aus eigener Erfahrung.

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