RSV Altenbögge unterliegt beim HC Westfalia Herne deutlich

Zehn Tore Differenz: RSV-Pleite in Herne

Kurz vor der Pause verlor der RSV um Laurens Stoffer den Anschluss und kam nicht mehr heran.
+
Kurz vor der Pause verlor der RSV um Laurens Stoffer den Anschluss und kam nicht mehr heran.

Der Schwung aus dem ersten Saisonspiel ist scheinbar irgendwo auf der Fahrt von Bönen nach Herne auf der Strecke geblieben. Denn nach der starken Leistung beim 32:26-Erfolg im Auftaktspiel gegen den TV Emsdetten II kassierte der RSV Altenbögge am Sonntagabend eine deutliche 27:37 (14:18)-Pleite beim gastgebendem HC Westfalia.

Bönen – Die Herner sind damit eines von drei Teams in der Handball-Verbandsliga mit 4:0 Punkten. Die Altenbögger sind dagegen im Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den Kreisrivalen SuS Oberaden wieder unter dem Druck, vorlegen zu müssen.

20 Minuten lang sah es in der Sporthalle Westring wenig nach einer so klaren Angelegenheit aus. RSV-Coach Jens Schulte-Vögeling beschlich zwar schon ein ungutes Gefühl, weil sich seine Mannschaft „ein, zwei Fehler zu viel“ leistete und „Herne unsere Fehler sofort in Gegentore umgemünzt hat“. Doch nach 22 Minuten stand es 12:12, nachdem der Gast einen 3:6-Rückstand direkt wettgemacht hatte.

In den letzten acht Minuten vor der Pause verlor der RSV dann etwas den Anschluss und sah sich einem 14:18 zur Halbzeit gegenüber. „18 Tore in einer Hälfte sind deutlich zu viel“, sagte Schulte-Vögeling.

Die Aufholjagd verpufft

Ein Vier-Tore-Rückstand war allerdings nicht aussichtslos, schließlich waren noch 30 Minuten zu spielen. Doch die geplante Aufholjagd der Bönener verlief im Sand. Herne zog gleich auf 22:16 (34.) weg, und in den folgenden acht Minuten mussten die Altenbögger vier Zeitstrafen absitzen. Als Bönen danach wieder komplett war, stand es 27:21. Die Westfalia behauptete sich danach in Unterzahl – und eine Viertelstunde vor Schluss lag der RSV weiter mit sechs Toren hinten (22:28). „Das war nicht so, wie wir uns das in der Kabine ausgemalt hatten“, meinte Schulte-Vögeling.

Herne zieht davon

Der Trainer versuchte, Herne durch andere Defensivsysteme aus dem Konzept zu bringen, stellte auf eine 5:1-Deckung um oder ließ mit zwei vorgezogenen Akteuren verteidigen. Doch die Gastgeber stellten sich auf jede Aufgabe neu ein und entschied die Partie in der Folgezeit endgültig. Acht Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung der Herner acht Tore (33:25), vier Minuten vor dem Ende sogar elf (36:25).

„Wir haben definitiv nicht unser Leistungsvermögen abgerufen“, nannte Schulte-Vögeling den gravierenden Unterschied zum Emsdetten-Spiel: „Herne war uns gefühlt in jeder Situation einen Schritt voraus.“

RSV: Wollek (1.-30., 42.-60.), Ihssen (31.-42.) – Gerke (1), Weige, Florian (5), Stoffer (5/4), Feldmann (1), Weigel (2), Zacharias (4), Fröhling, P. Isenbeck (2), Baeck (4), Jungemann (3)
Siebenmeter: 3:7 (F. Scheunemann 1/3 – Stoffer 4/6, Florian 0/1)
Zeitstrafen: 2:4 (Fröhling, P. Isenbeck, Zacharias, Jungemann)
Spielverlauf: 3:1 (5.), 6:3 (10.), 6:6 (14.), 10:10 (18.), 15:12 (26.), 18:14 (30.) – 22:16 (34.), 26:19 (41.), 29:22 (47.), 32:23 (50.), 36:25 (57.), 37:27 (60.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare