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RSV zeigt eine ganz starke Vorstellung

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Von: Boris Baur

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Voll dynamisch: Lukas Florian war in der ersten Hälfte nicht zu bremsen.
Voll dynamisch: Lukas Florian war in der ersten Hälfte nicht zu bremsen. © Liesegang Markus

Der RSV Altenbögge hat sich vorerst in der oberen Tabellenhälfte der Handball-Verbandsliga festgesetzt. Durch den überzeugenden 35:23 (19:10)-Erfolg gegen den SC Westfalia Kinderhaus haben die Bönener nun als Fünfter 7:3 Punkte. Der Siebte Oberaden steht schon bei 6:6 Zählern. Für den Verbleib in der Liga, aus der fünf Teams absteigen, könnte der gute Start ein Faustpfand sein.

Bönen – „Wir waren von Beginn an konzentriert und haben konsequent in der Abwehr gespielt. Wir haben versucht, Kinderhaus keine einfachen Würfe zu geben“, meinte Trainer Jens Schulte-Vögeling. Das gelang über weite Teile des Spiels. „Altenbögge ist körperlich robust. Wir haben es nicht geschafft, dagegenzuhalten, waren nicht griffig genug. Und vorne hatten wir keine Dynamik“, sagte Michael Dreskornfeld, der Coach der Münsteraner.

Bis zur sechsten Minute verlief die Partie zwar noch ausgeglichen (3:3), dann baute der RSV seine Führung kontinuierlich aus. Kinderhaus machte es den Gastgebern aber auch leicht. In der Offensive leisteten sich die Münsteraner zahlreiche Abspielfehler, eben weil die Altenbögger Deckung zielgenau zufasste. In der neunten Minute stand die Anzeige auf 7:4, in der 14. bereits auf 10:5. Es war sehr ordentlich, was der Gastgeber den 191 Zuschauern präsentierte, Fehler waren kaum auszumachen, Angriffe wurden ausgespielt. Die Westfalia-Deckung bekam vor allem Lukas Florian nicht in den Griff. Artistisch auch das Abfangen eines Tempogegenstoßes des Gastes durch den formstarken Rückraumspieler des RSV (25.). Bis zur Pause stand eine komfortable 19:10-Führung für die Bönener zu Buche.

RSV spielt mit hohem Tempo

Die Partie war so gut wie entschieden. Und da ein Aufbäumen der Gäste ausblieb, fuhr Altenbögge einem souveränen Sieg entgegen. Bei Kinderhaus lief nichts zusammen, in der 37. Minute führten die Münsteraner bezeichnenderweise sogar einen Freiwurf falsch aus.

Mit dem hohen Tempo des RSV kam die Westfalia überhaupt nicht zurecht. Die Bönener starteten immer wieder ruckzuck nach Abschlüssen der Gäste die erste Welle, mehrfach fanden die Torhüter – erst Marvin Wollek, später auch Christian Ihssen – punktgenau ihre nach vorne stürmenden Mitspieler. Nach 41 Minuten hatte der RSV doppelt so viele Tore wie der Gegner erzielt (24:12). Mustergültig das 26:14, das Luca Troester nur sieben Sekunden nach einem Westfalia-Tor erzielte. Ihssen reagierte schnell, Dominik Weigel warf an, Sören Feldmann spielte den einlaufenden Tröster über den Boden an. Das konsequente Verteidigen hatte Kinderhaus längst eingestellt.

Die Bönener hatten sichtlich Spaß an der Begegnung, ließen sogar noch einige klare Chance liegen. Der Abstand verkürzte sich nur noch einmal, als die Gastgeber sechs Minuten ohne Tore blieben und Kinderhaus dreimal traf (27:18/50.). Doch umgehend zog der RSV das Tempo wieder an und antwortete selbst mit einem 3:0-Lauf.

RSV: Wollek (1.-41.), Ihssen (41.-60.) – Gerke (2), Renzing (1), Florian (6), Stoffer (4), Feldmann (11/2), Weigel (2), Zacharias, Tröster (4), P. Isenbeck (2), Jungemann (3)
Westfalia: Schmitthenner – M. Honerkamp (3), Flockert (1/1), Siering, Waschke (1), Hollenbeck (5), Müller (1), Dittrich (5), van Heeck (1), Proch (4), Schulze-Dieckhoff, Schulz, de Buhr, Giesbert (2/1)
Siebenmeter: 2:3 (Feldmann 2/2 – Giesbert 1/2, Flockert 1/1)
Zeitstrafen: 3:5 (Gerke, Weigel, Zacharias – Schulze-Dieckhoff 2, Dittrich, Waschke, Giesbert)
Spielverlauf: 1:2 (3.), 7:4 (9.), 11:5 (14.), 12:8 (21.), 19:10 (30.) – 24:12 (41.), 27:18 (50.), 30:18 (53.), 35:23 (60.)

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