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RSV gegen Hörste mit „Leidenschaft und Feuer“

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Von: Boris Baur

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Nach dem Derbysieg gegen Oberaden wollen die Altenbögger um Tim Baeck gegen Hörste mit ähnlich viel Ehrgeiz zu Werke gehen.
Nach dem Derbysieg gegen Oberaden wollen die Altenbögger um Tim Baeck gegen Hörste mit ähnlich viel Ehrgeiz zu Werke gehen. © Baur Boris

Drei Spiele hat der RSV Altenbögge seit dem Saisonstart am 12. September in der Verbandsliga absolviert, seit dem 26. September sind die Bönener allerdings in einer verlängerten Herbstferienpause. Kein Wunder also, dass Trainer Jens Schulte-Vögeling betont, dass „wir uns darauf freuen, viele Leute in der MCG-Halle begrüßen zu dürfen und guten Handballsport auf die Platte zu kriegen“. Danach das Wochenende hat der RSV außerdem schon wieder spielfrei.

Bönen – Am Sonntag steht um 18 Uhr das Heimspiel gegen die TG Hörste an. Die Sporthalle am Marie-Curie-Gymnasium soll in dieser Verbandsliga-Saison die Festung werden, in der sich die Altenbögger die Punkte zum Klassenerhalt holen. Beide bisherigen Heimspiele hat der Gastgeber gewonnen, sich dabei von der lautstarken Unterstützung der Fans tragen lassen. Das soll auch gegen Hörste so sein, obwohl das Team bei Halle in Ostwestfalen das dickste Brett sein wird, dass die Bönener bislang zu bohren haben.

Die TG, die über die Quotenregel in der vergangenen Saison mit nur zwei Spielen aus der Landesliga aufstieg, hat mit 6:2 Punkten hervorragend losgelegt. „Da kann man schon von einem gelungenen Saisonstart sprechen. Die Siege werden sehr viel Selbstvertrauen gegeben haben“, rechnet Schulte-Vögeling mit einem topmotivierten Gegner. „Die stehen sicherlich auch zurecht da oben, und wir dürfen sie keineswegs auf die leichte Schulter nehmen.“

Silvan Tarner ist der Schlüsselspieler

Der RSV-Trainer erwartet eine Mannschaft in Bönen, die mit Tempo agiert und jeden Fehler, jede Unaufmerksamkeit eiskalt bestraft. „Hörste hat ein schnelles Umschaltspiel und versucht, damit zu leichten Toren zu kommen, wenn unsere Abwehr noch nicht formiert ist.“ Das Rezept dagegen: ein kontrolliertes Angriffsspiel ohne leichtfertige Ballverluste und mit guten Abschlüssen. „Wir müssen die Konzentration hoch halten und die Fehlerzahlen gering halten“, fordert Schulte-Vögeling.

Aufzupassen gilt es vor allem auf Silvan Tarner. Der linke Rückraumspieler hat in den bisherigen vier Partien bereits 36 Mal getroffen. Und auch wenn darunter elf verwandelte Siebenmeter sind, der Mann weiß, wo das Tor steht. Schon zu Landesliga-Zeiten zählte er zu den besten Schützen der Liga. Doch Schulte-Vögeling sieht in Tarner nicht nur einen Shooter. „Er ist auch ein Spieler mit guter Übersicht, der seine Nebenleute in Szene setzen kann. Ihn gilt es zu verteidigen. Ihn komplett ausschalten, ist sicherlich nicht möglich. Aber da müssen wir konzentriert sein und seine Kreise gut einengen und ihn bestmöglich verteidigen.“

Leidenschaft, Feuer, Wille, Ehrgeiz!

Zuletzt – vor vier Wochen beim 28:26 gegen Oberaden – war das den Altenböggern gegen die gefährlichen SuS-Akteure ordentlich gelungen. An die Leistung wollen die Bönener trotz der langen Pause anknüpfen. „Wir wollen die gleiche Leidenschaft und das gleiche Feuer an den Tag legen, den gleichen Willen und den gleichen Ehrgeiz“, sagt Schulte-Vögeling: „Das ist die halbe Miete. Das hat uns in der Schlussphase gegen Oberaden zum Erfolg geführt.“ Spielerisch, so gibt der Coach zu, habe die Mannschaft noch Luft nach oben.

Daran hat der RSV in den vergangenen Wochen aber gearbeitet, auch wenn eine kleine Grippewelle die Einheiten etwas beeinflusst hat und Schulte-Vögeling aufgrund der Meisterschaftspause nicht jedes Mal Vollgas gegeben hat. Doch mittlerweile haben alle die Krankheit überstanden und in der abgelaufenen Woche hat der Coach das Tempo wieder angezogen. Für Sonntag sind mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Gregor Stefek und Max Röckenhaus alle Altenbögger fit.

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