RSV gewinnt packendes Spiel gegen SuS

Altenbögge dreht Kreisderby gegen Oberaden in den letzten Minuten

In einem packenden Derby hatte Eike Jungemann mit seinem Tor zum 28:26 das letzte Wort.
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In einem packenden Derby hatte Eike Jungemann mit seinem Tor zum 28:26 das letzte Wort.

Die MCG-Halle hat sich am Sonntagabend in ein Tollhaus verwandelt. Lautstark skandierten die Handballer des RSV Altenbögge den Schlachtruf „Derbysieger“ und die Bönener Fans unter den 208 Zuschauern der Verbandsliga-Partie feierten begeistert mit. In einer Spitz auf Knopf stehende Partie gewann der RSV mit 28:26 (14:15) gegen den SuS Oberaden und geht nun mit 4:2 in die vorgezogene Ferienpause.

Bönen – „Ab der 50. Minute hätte das Spiel sowohl in die eine wie auch die andere Richtung kippen können“, meinte Oberadens Stephan Schichler, der den erkrankten Mats-Yannick Roth auf der Bank vertrat. „Am Ende entscheiden Kleinigkeiten“, sagte er und sein Bönener Trainerkollege Jens Schulte-Vögeling schloss sich mit nahezu gleichem Wortlaut an.

Es war ein enges und wie nicht nur Schulte-Vögeling befand „eine sehr gutes Verbandsliga-Spiel“. Die Altenbögger erwischten den besseren Start, lagen nach fünf Minuten 4:0 vorne, auch weil Keeper Marvin Wollek früh die Hände an den Ball bekam. Doch dann fand Oberaden ebenfalls in die Partie, verkürzte schnell und glich zum 8:8 erstmals wieder aus (16.). Mit dem zehnten Treffer, ein Siebenmeter von Tim Fehring, übernahm der Gast die Führung und ging auch mit einem Tor Vorsprung in die Pause.

Oberadens Drei-Tore-Vorsprung hält nur kurz

Nach dem Wechsel machte Oberaden weiter den leicht besseren Eindruck. Als Ersatzkeeper Mario Schäfer für einen Strafwurf reinkam, gegen Sören Feldmann parierte und im Anschluss Bastian Herold das 20:17 markierte (38.), lag ein Auswärtssieg in der Luft. Doch der RSV gab sich längst nicht geschlagen. Schulte-Vögeling brachte Neuzugang Christopher Zacharias für Dominik Weigel an den Kreis – und der neue Mann sowie Lukas Florian sorgten schon in der 41. Minute für den Anschluss. Beim 22:22 war der Ausgleich wieder geschafft (47.). „Wir haben es zwei-, dreimal verpasst, auf drei Tore davonzuziehen“, sah Schichler hier eine der Kleinigkeiten, die das Derby entschieden.

Zum 26:25 ging Oberaden noch einmal durch Herold in Führung, es sollte allerdings der letzte Treffer des SuS bleiben. „Wir haben in der Schlussphase in der Deckung passiver gestanden, damit der Ball nicht zum Kreisläufer kommt“, erklärte Schulte-Vögeling ein weiteres Quäntchen, warum die Partie spät kippte. Lukas Florian glich aus (55.), dann traf Fabian Lauber von Rechtsaußen nur die Innenkante des Lattenkreuzes. Hier fehlte den Cobras das Glück. Sören Feldmann brachte den RSV per Siebenmeter in Führung (57.). Während Thomas Brannekemper danebenwarf, erzielte Eike Jungemann artistisch das 28:26 und Wollek hielt den Versuch von Yannick Lenniger. Altenbögge hatte sein zweites Heimspiel in der Verbandsliga gewonnen.

Überglücklicher RSV-Trainer

„Der RSV kommt am Ende ran und dann kommt die Halle“, wollte Schichler den Heimvorteil nicht wegdiskutieren. Außerdem hatte Oberaden zuvor wenig gewechselt. „Unsere erste Sechs war platt, aber das soll keine Entschuldigung sein“, so der SuS-Trainer. Schulte-Vögeling war dagegen bester Laune. „Wir sind überglücklich, die Jungs können sehr stolz auf sich sein.“

Nach dem Krimi können sich die Bönener nun regenerieren. Das am kommenden Wochenende angesetzte Spiel beim TV Verl ist auf den 20. November verlegt worden, weil die Verler Halle belegt ist. In der Liga im Einsatz ist der RSV erst wieder am 24. Oktober gegen die TG Hörste.

RSV: Wollek (1.-48., 53.-60.), Ihssen (ein Siebenmeter, 48.-53.), Joneleit (n.e.) – Gerke (2), Florian (5), Stoffer (2), Feldmann (8/3), Weigel (2), Zacharias (1), Tröster (4), Fröhling, Baeck (1), Jungemann (3), Weige, P. Isenbeck
SuS: Makus (1.-46.), Schäfer (ein Siebenmeter, 46.-60.) – Lauber (5), Hajduk (5), Herold (5), Rodefeld (1/1), Dittrich (2), Brannekemper (4), Holtmann, Kurr, Lenniger, Fehring (3/2), Schuchtmann, Stock
Siebenmeter: 5:4 (Feldmann 3/4, Stoffer 0/1 – Fehring 2/3, Rodestock 1/1)
Zeitstrafen: 3:3 (Fröhling, Weigel, Florian – Hajduk 2, Lauber)
Spielverlauf: 4:0 (5.), 5:4 (11.), 7:5 (13.), 8:8 (16.), 9:10 (21.), 12:11 (25.), 14:15 (30.) – 17:20 (38.), 22:22 (47.), 25:26 (54.) 28:26 (59.)

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