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Die Abwehr-Mauer des RSV steht wieder

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Von: Markus Liesegang

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RSV-Torwart Kai Kleeschulte (blaues Trikot) und das Team intonierten am Schluss ihren „Derbysieg, Derbysieg!“
RSV-Torwart Kai Kleeschulte (blaues Trikot) und das Team intonierten am Schluss ihren „Derbysieg, Derbysieg!“ © Liesegang

Dass er zuhause eine Macht ist, zeigte der RSV Altenbögge am Sonntagabend vor 164 begeisterten Zuschauern. In einem ausgeglichenen Spiel behielt der Gastgeber letztlich mit 24:22 (11:11) die Oberhand über die Ahlener Oberliga-Reserve. 

Bönen - Mit dem Erfolg schaffte die Heimmannschaft den Sprung in ein positives Punkteverhältnis (11:9). Das bedeutet für den Tabellensiebten vier Punkte Abstand auf den ersten der fünf zu vergebenden Abstiegsplätze.

Ob der Trainerwechsel von Jens Schulte-Vögeling zum Sportlichen Leiter Tino Stracke der Antrieb war? Schwer zu sagen, da Altenbögge auf heimischer Platte immer ein anderes Gesicht zeigt als auswärts. In der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums ging bisher noch kein Spiel verloren, nur gegen Hörste gab es ein Unentschieden (29:29).

Fulminanter Start

Jedenfalls startete der RSV am Sonntagabend fulminant ins Derby gegen den zuvor noch Tabellendritten Ahlener SG II, jetzt Vierter. Bereits die ersten Minuten mit der 3:0-Führung (5.) durch Tore von Eike Jungemann (2) und Lukas Florian zeigten, wie an diesem Abend der Hase läuft. Kai Kleeschulte im Altenbögger Tor parierte die ersten beiden Angriffe des Favoriten, beim dritten glänzte der Mittelblock mit Dominik Weigel und Sebastian Fröhling. Die beiden erwischten am eigenen Kreis einen Sahnetag.

Erst in der neunten Minte glichen die Gäste, die mit einem großen Anhang gekommen waren, auf 4:4 aus. Da war schon kurz zu erkennen, dass das hohe Tempo der Anfangsminuten Kraft gekostet hatte. Die technischen Fehler nahmen auf beiden Seiten zu. Sören Feldmann und Marvin Michalczik nutzten die Chancen vom Punkt nicht, die Gäste auch nicht, dass mit Weigel und Feldmann um die zehnte Spielminute gleich zwei Altenbögger Zeitstrafen erhielten. Absetzen konnte sich in der ersten Hälfte anschließend kein Team mehr. Altenbögge nicht, weil das Schirigespann Fouls sehr früh abpfiff, während der Ball doch noch im ASG-Tor landete. „Sie haben uns so drei Tore geklaut“, ärgerte sich Interimstrainer Stracke im Rückblick.

Vier-Tore-Rückstand aufgeholt

Nach dem Seitenwechsel warf Robin Hohmann die Gäste zur ersten Führung im Spiel, fünf Minuten ging es wieder hin und her (14:14, 36.). Dann folgte eine sehr hektische Phase mit zahlreichen technischen Fehlern und Fahrkarten der Gastgeber. „Es kam zu Unkonzentriertheiten, auch der Spielfluss ging verloren, weil ich wechseln musste, das Spiel hatte Kraft gekostet“, so Stracke. Ganz stark kämpfte sich die Mannschaft aber nach einem 15:19-Rückstand (43.) wieder heran. Luca Tröster nutzte seine Tempogegenstöße zu 100 Prozent, Lukas Florian nutzte die Deckungslöcher aus dem Rückraum. Einem 22:22 ließ Tröster zwei Treffer zum Sieg folgen.

„Wir wollten die Abwehr stabilisieren, präsent sein. Das haben die Jungs in den ersten 20 Minuten klasse umgesetzt“, lobte Stracke im Spiel eins nach der Ära Jens Schulte-Vögeling. „Es sind wichtige Punkte für den Klassenerhalt.“

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