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RSV fehlt nach Zwangspause ein Tor in Westerholt

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Von: Boris Baur

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Von Beginn an hellwach war Jonas Gerke, dessen letzter verzweifelter Freiwurf aber nicht den Weg ins Tor fand.
Von Beginn an hellwach war Jonas Gerke, dessen letzter verzweifelter Freiwurf aber nicht den Weg ins Tor fand. © Liesegang Markus

Nach der Rückkehr aus der coronabedingten Pause gab es für den RSV Altenbögge kein Happy End bei der Rückkehr in den Spielbetrieb der Handball-Verbandsliga. Beim SV Westerholt verloren die Bönener ein 60 Minuten lang ausgeglichenes Spiel mit 24:25 (13:13).

Herten – „Wir waren jetzt leider Gottes zweimal Punktelieferant für Mannschaften aus dem unteren Bereich, die noch kein Spiel gewonnen hatten“, sagte Coach Jens Schulte-Vögeling: „Ich hoffe, das nagt nicht zu sehr an uns. Das Leben geht weiter.“ Nach 25:30 des RSV vor drei Wochen bei der SpVg Steinhagen war es auch für die Westerholter der erste Saisonsieg. Altenbögge steht mit 7:7 Punkten nun auf Rang sieben und damit über dem Strich.

Der Trainer wurde gerade noch rechtzeitig aus der Quarantäne entlassen, musste aber auf die beiden Kreisläufer Dominik Weigel und Christopher Zacharias sowie Luca Tröster und die langzeitverletzten Gregor Stefek und Max Röckenhaus verzichten. Dafür fuhren Standby-Spieler Franco Busacca und Rico Schröder aus der zweiten Mannschaft mit, kamen letztlich jedoch nicht zum Einsatz. Am Kreis „experimentierte“ Schulte-Vögeling mit Youngster Tim Baeck und Spielmacher Eike Jungemann. „Wir haben mit Formationen gespielt, die so noch nie zusammengespielt haben“, so der Trainer.

Starker Beginn, dann etwas unkonzentriert

Die Altenbögger waren nicht glücklich darüber, in Westerholt antreten zu müssen, und hatten vergeblich versucht, die Partie zu verlegen, Als es dann aber losging, waren sie gleich hellwach: Jonas Gerke markierte die ersten beiden Tore der Partie, in der fünften Minute gelang Lukas Florian das 4:1. „Wir waren da und haben alle zusammen das gemacht, was man machen muss in der Abwehr“, meinte Schulte-Vögeling zur Anfangsphase. Der RSV eroberte Bälle und kam zu schnellen Gegenstößen.

Doch auch Westerholt fand zusehends ins Spiel, während sich bei den Gästen Unkonzentrietheiten einschlichen. Beim 6:6 hatte der SV den Ausgleich geschafft (11.), danach legte der Gastgeber immer ein Tor vor. Kurz vor der Pause erzielte Westerholt das 13:11 (27.), doch Laurens Stoffer verkürzte erst und glich dann mit der Halbzeitsirene aus.

Stoffer verpasst per Siebenmeter den Ausgleich

Auch in der zweiten Hälfte vermochte es kein Team, sich einmal abzusetzen. Baeck markierte das 14:13 für den RSV, doch bis zum 21:21 (48.) war es erneut immer der SV, der den Führungstreffer markierte. Dann warf Westerholt erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus (23:21/51.). Stoffer und Gerke verkürzten zweimal, doch den möglichen Ausgleich zum 24:24 ließ Stoffer bei einem Siebenmeter liegen (57.), nachdem er kurz zuvor noch verwandelt hatte.

Westerholt erzielte zwei Minuten vor Schluss das 25:23. Stoffer besorgte schnell den Anschluss, und der RSV kam sogar noch einmal in Ballbesitz und brachte den siebten Feldspieler. „Wir sind aber nicht zwingend zum Torabschluss gekommen“, meinte Schulte-Vögeling.

„Wir haben in der entscheidenden Phase, den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht. Die Mannschaft hat bis zum bitteren Ende gekämpft, aber unsere gute Abwehrarbeit ist leider nicht belohnt worden“, bilanzierte der Trainer.

RSV: Wollek (1.-15.), Ihssen (15.-46.), Kleeschulte (46.-60.) – Gerke (5), Florian (7), Stoffer (7/1), Feldmann (2/1), Fröhling, P. Isenbeck, Baeck (2), Jungemann (1), Busacca (n.e.), Schröder (n.e.)
Siebenmeter: 5:5 (4/5 – Feldmann 1/3, Stoffer 1/2)
Zeitstrafen: 0:0
Spielverlauf: 1:4 (5.), 7:6 (12.), 10:10 (22.), 13:13 (30.) – 16:16 (39.), 20:20 (47.), 23:21 (51.), 25:23 (59.), 25:24 (59.)

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