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RSV muss an der Auswärtsbilanz arbeiten

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Von: Benedikt Ophaus

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Eike Jungemann (rechts) und der RSV Altenbögge-Bönen müssen dringend auch auswärts punkten.
Eike Jungemann (rechts) und der RSV Altenbögge-Bönen müssen dringend auch auswärts punkten. © Baur

Die Saison in der Handball-Verbandsliga 2 wird fortgesetzt – zunächst einmal. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Denn viele andere Staffeln im Handballverband Westfalen legen eine Pause ein – nicht aber die des RSV Altenbögge-Bönen. Und so steht am Samstag um 19.30 Uhr das schwierige Gastspiel beim PSV Recklinghausen auf dem Programm.

Bönen - Der Verband hatte schon vergangene Woche eine Videokonferenz mit mehr als 250 Vereinsvertretern durchgeführt. Das Thema: Soll die Spielzeit trotz der Omikron-Variante und des zu erwartenden weiteren Anstiegs der Corona-Inzidenzzahlen unter 2G-plus-Vorgaben fortgesetzt werden? Ein klares Meinungsbild ergab sich nicht.

Abstimmung unter den Klubs

Also gab der Verband den Klubs die Möglichkeit, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Jeder Verein durfte abstimmen, ob er die Saison fortsetzen oder unterbrechen möchte. Bei einer möglichen Unterbrechung gab es die Optionen einer Pause bis Ende Januar oder Ende Februar.

95 Prozent aller Klubs beteiligten sich an der Umfrage. 109 waren für eine Fortsetzung, 105 für eine Pause – 69 Prozent davon votierten dafür, die Spielzeit zunächst bis Ende dieses Monats auszusetzen.

Mehrheit für eine Fortsetzung

Der Verband entschied sich dafür, den Spielbetrieb in den Staffeln bis Ende Januar zu unterbrechen, in denen sich eine Mehrheit das gewünscht hatte. So pausieren nun zwei Frauen- und fünf Männer-Staffeln, darunter die Verbandsligen 1 und 3, nicht aber die Verbandsliga 2 des RSV – denn hier stimmten fünf Klubs für eine Unterbrechung, aber acht für ein Weiterspielen. Die Möglichkeit, einzelne Partien unter Zustimmung beider Klubs pandemiebedingt zu verlegen, besteht aber weiterhin.

Wie der RSV abgestimmt hat, teilte Trainer Jens Schulte-Vögeling nicht mit. Mit den Tücken des Coronavirus hatte aber auch Altenbögge schon zu kämpfen und musste im vergangenen Jahr eine längere Zwangspause einlegen – an deren Ende eine 24:25-Niederlage in Westerholt stand.

Auswärtsauftritte des RSV bereiten Sorgen

Überhaupt sind es die Auswärtsauftritte, die dem Coach Sorgen bereiten. So dürfte auch das Gastspiel am Samstag (19.30 Uhr) beim Tabellenzehnten PSV Recklinghausen kein Selbstläufer werden, obwohl dieser erst zwei Siege eingefahren hat. „Das Ziel muss es sein, auch auswärts zu punkten. Das haben wir uns ganz klar auf die Fahnen geschrieben“, sagt Schulte-Vögeling. Die bisherigen Duelle in Westerholt, Herne und Steinhagen gingen allesamt verloren. Eine Bilanz, die dringend verbessert werden muss, will Altenbögge nicht bis Saisonende um den Klassenerhalt zittern müssen. Denn bekanntlich steigen satte fünf von 13 Klubs ab – RSV ist als Siebter trotz einer 9:7-Bilanz noch lange nicht gerettet. Denn der Vorsprung auf den SC Westfalia Kinderhaus auf dem neunten Platz und damit ersten Abstiegsrang beträgt lediglich zwei Pluspunkte.

In welcher Form seine Mannschaft in Recklinghausen antritt, kann Schulte-Vögeling nur schwer einschätzen. „Die letzten Spiele sind schließlich einen Monat her“, sagt er.

Er stelle sich aber auf eine schwierige Begegnung ein: „Recklinghausen wird darum kämpfen, den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Wir müssen da von Anfang an präsent sein. Gehen wir die Aufgabe zu lasch an, wird der PSV die Einladung annehmen und uns die nächste Auswärtsniederlage einschenken.“

„Fünf bis zehn Prozent mehr herausholen“

Der RSV müsse das Heimspiel-Gesicht zeigen. „Denn da haben wir gut abgeschnitten, da sind wir bereit, einen Schritt mehr zu gehen, fünf bis zehn Prozent mehr aus dem Körper herauszuholen.“ Ziel bleibe es, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern.

Doch der Trainer, dem nur die langzeitverletzten Max Röckenhaus und Gregor Stefek fehlen, stellt klar: „Wir haben ohne Frage noch Luft nach oben.“

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