Handball

RSV Altenbögge bestreitet das erste Spiel nach fast zehn Monaten Pause

„Das Gefühl für den eigenen Körper und den Ball fehlt schon“, sagt Sören Feldmann (Zweiter von links) vor dem ersten Test gegen TuRa Bergkamen. Er leitet derzeit das Training des RSV für den urlaubenden Jens Schulte-Vögeling. 
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„Das Gefühl für den eigenen Körper und den Ball fehlt schon“, sagt Sören Feldmann (Zweiter von links) vor dem ersten Test gegen TuRa Bergkamen. Er leitet derzeit das Training des RSV für den urlaubenden Jens Schulte-Vögeling. 

Die Fußballer sind seit einigen Wochen wieder im Testspielmodus, die Handballer folgen allmählich. Der RSV Altenbögge bestreitet an diesem Donnerstag um 19.45 Uhr das erste Testspiel gegen den Oberligisten TuRa Bergkamen. 

Bönen - Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, folgt schon das nächste. Dann gastiert der Landesligist SG Ruhrtal in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums.

Erwartungen hegt Sören Feldmann, der die Trainingseinheiten in Vertretung von Cheftrainer Jens Schulte-Vögeling in dieser Woche leitet, keine. „Es gilt, sich selber zu finden“, betont der Linksaußen. Wie die Amateur-Fußballer merken auch die Handballer die lange Auszeit. „Ich erwarte gar nichts. Es geht einzig ums Handball spielen.“

Immerhin fast zehn Monate ist es her, dass die Handballer des RSV Altenbögge ein Spiel bestritten. Es war das erste in der für den Aufsteiger neuen Verbandsliga und ging gegen den TV Verl am 4. Oktober mit 21:27 verloren. Keinen Gedanken verschwendet Feldmann daran vor dem Start in die neue Saison. „Ne. Das war ja auch eine Situation, wo allen klar war, dass es nicht weitergehen wird“, so der Co-Trainer der Altenbögger.

Die lange Pause ist für Sportler schwierig. Man könne sich zwar fit halten durch Laufen und Stabilitätsübungen. „Aber“, erklärt Feldmann, „es fühlt sich noch immer komisch an.“ Die Automatismen im Umgang mit dem Spielgerät würden nicht mehr vorhanden sein.

Seit Ende Mai sind die Sportler wieder in der Vorbereitung. Erst draußen wegen der Corona-Einschränkungen in der Halle, seit Juni wieder drinnen. Die neue Saison startet „pünktlich“, nämlich am 12. September, mit dem Heimspiel gegen die Bundesliga-Reserve des TV Emsdetten, während die zweite Mannschaft in der Kreisliga erst später ran muss.

Eine Pause wird es in der Vorbereitung nicht geben. Bisher arbeiteten die Altenbögger an der Kondition, der Kraft und eben der Ballgewöhnung. Jetzt allmählich wolle Schulte-Vögeling das Spielerische angehen. „Er dosiert das gut, steigert die Intensität wie schon im vergangenen Jahr mit Blick auf die Situation“, sagt Feldmann. Im August wird ein schweißtreibendes Trainingslager in eigener Halle folgen. Daheim in Bönen. Irgendwas extern zu planen sei in der momentanen Situation sowieso schwierig. „Wir haben ja hier beste Bedingungen mit eigener Halle und der Verpflegung durch Denninghaus (die Vereinsgaststätte – Anm. d. Red.).“

Ballgewöhnung hat Priorität

Wie gesagt: Die ersten Testspiele, in der Urlaubszeit nicht mit komplettem Kader, gehören in die Kategorie Ballgewöhnung. „Wichtig ist, dass sich niemand verletzt“, betont Feldmann. „Es sind ja schon andere Bewegungen als im normalen Alltag oder im Fitnesstraining.“

Fit fühlen sich auch die beiden Neuzugänge des RSV, Christopher Zacharias und Kilian Renzing. „Ich habe als Physiotherapeut in der Reha ja alle Möglichkeiten, habe Geräte gehabt“, sagt der 22-jährige Renzing. Der Rückraumspieler kam schon im vergangenen Sommer vom Bezirksligisten Hammer SC. Sein Ziel ist es, den sportlichen Anschluss an die Verbandsliga zu schaffen.

„Ich hoffe jetzt endlich ins handballerische Training einzusteigen“, betont der erfahrene Zacharias (29) nach der Pause und dem langsamen Beginn. Der Kreisspieler kommt zwar vom Ortsnachbarn HC Heeren, ebenfalls Bezirksliga, spielte zuvor beim Testspielgegner Bergkamen schon in der Verbandsliga. Er sieht beim RSV eine neue sportliche Herausforderung. „Außerdem habe ich vom Verein nur Gutes gehört“, erklärt Zacharias, der als Ersatz für Timo Weber für den Kreis gekommen ist. Weber will aus beruflichen Gründen kürzer treten.

Die Testspiele sind für Zuschauer offen. Es gelten aber die Voraussetzungen: geimpft, genesen oder getestet.

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