Handball

RSV-A-Jugend: Niederlage des Gegners als Belastung

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Der Sieg gegen Dorstfeld war die Pflicht, im Spitzenspiel gegen Menden wollen die Bönener um Rico Schröder die Kür folgen lassen.

Bönen – Der direkte Konkurrent der A-Junioren des RSV Altenbögge im Titelrennen der Handball-Verbandsliga hat am Sonntag die erste Niederlage kassiert, doch die Freude von RSV-Trainer Thomas Wollek hält sich in Grenzen.

 „Für uns war das weniger gut“, sagt der Bönener Coach zu den Folgen für das anstehende Duell der beiden besten Teams der Liga. Am Sonntag gastiert der RSV um 15 Uhr bei den Wölfen der SG Menden Sauerland in der Sporthalle Walramstraße.

Wollek: Eher Belastung als Vorteil

„Der Druck für uns ist nicht erheblich geringer geworden, eher prekärer“, erklärt Wollek mit Blick auf die 26:31-Niederlage der Mendener beim Tabellendritten Eintracht Hagen II. „Menden muss jetzt auf Teufel komm raus alles raushauen, um zu gewinnen“, rechnet der Bönener Trainer mit einem hochmotivierten Gastgeber. „Ich denke, das wird für uns eher Belastung als Vorteil.“

Direkter Vergleich zählt

Allerdings werden die Altenbögger nicht weniger ein Interesse daran haben, dass sie siegreich aus der Halle gehen werden. „Wir wollen die weiße Weste behalten“, sagt Wollek. Außerdem hätte Menden bei einer Niederlage den direkten Vergleich auf seiner Seite. Dazu will es im RSV-Lager niemand kommen lassen. „Wir haben nur knapp die Qualifikation zur Oberliga verpasst. Das ärgert uns immer noch. Jetzt wollen wir in der Verbandsliga zeigen, dass wir eine gewisse Klasse haben“, betont Wollek. Übersetzt heißt das: Die Bönener wollen – wie schon vor zwei Jahren als B-Jugend-Jungjahrgang – den Titel gewinnen.“

Niederlage rauscht durch die sozialen Medien

Dementsprechend freudig nahmen Mannschaft und Fans die Niederlage des Konkurrenten wahr. „Das ging schon durch die Elterngruppen“, berichtet Wollek von eifrig geteilten Tabellen: „Wir mit null Minuspunkten, Menden mit zwei. Da rauschte schon der Film durch. Wenn wir jetzt gewinnen, wäre das ein Pfund.“

Der Trainer setzt großes Vertrauen in seine Schützlinge, die nun schon einige Zeit zusammenspielen und schon einige ehrgeizige Ziele verfolgt und erreicht haben. „Die Mannschaft weiß, was die Stunde geschlagen hat“, sagt Wollek nach seinen Eindrücken von der Übungseinheit am Montagabend Gemeinsam mit seinem Assistenten Stefan Vogt hat er längst den Fokus auf das Topspiel gesetzt, den Meisterschaftskonkurrenten anhand von Videomaterial studiert und potenzielle Ansatzpunkte für seine Angriffsspielzüge entdeckt.

Epp und Kaftan wieder dabei

Wollek erwartet von seinem Team eine Leistungssteigerung im Vergleich zur Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht ATV Dorstfeld. „Wenn wir so spielen wie am Wochenende, wird das nichts“, mahnt er, erklärt nach dem 36:23-Erfolg aber auch: „Wir wollten klar gewinnen, und das ist uns gelungen.“ Mit dem zuletzt angeschlagenen Nick Epp, der wieder ins Training eingestiegen ist, und Niklas Kaftan, der diesmal wieder aus Herzogenaurach anreist, bekommt das Team zwei wurfgewaltige Alternativen hinzu.

Auch Hagen hat Qualität

Die werden auch benötigt, denn Wollek ist sich sicher, dass die Niederlage der Wölfe kein Zeichen von Schwäche war, sondern eher Zeichen eines dezimierten Kaders sowie der Stärke des Gegners war. „Hagen hat richtig Qualität, Das werden wir auch in der Rückrunde zu spüren bekommen“, sagt Wollek. Der RSV hatte die Eintracht zum Saisonauftakt „dank einer perfekten zweiten Halbzeit“ (Wollek) mit 30:21 geschlagen. Auch gegen Menden war Altenbögge in dieser Spielzeit schon siegreich – vor den Sommerferien in der Qualifikation. „Da war Menden aber noch nicht komplett“, betont Bönens Coach.

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