Trainingsstart des RSV

Rothenpieler sieht beim RSV "Option nach ganz oben"

Bönen - Training mit Ball. Das ist das Credo von Mike Rothenpieler. Der neue RSV-Coach und alte Altenbögger hat seine Vorgabe aber weitgefasst. Am Donnerstagabend liegt das Spielgerät knapp 30 Meter vor der Reihe der Handballer auf dem Boden der Dreifachhalle am Marie-Curie-Gymnasium. Das ständige Spurten, Abstoppen, Aufnehmen und Zurücklaufen treibt den Schweiß mehr als jeder Waldlauf.

Diese Übungen mit Ball und diverse Spieleinheiten bringen aber auch mehr. Dessen ist sich Rothenpieler sicher. Das Training der Handballer begann Anfang der Woche. Die erste von zahlreichen gemeinsamen Trainingseinheiten, also -spielchen, ist bereits am Sonntag. Der Bezirksligist HSG Rauxel-Schwerin kommt um 17 Uhr nach Bönen.

„Wir werden durchtrainieren“, setzt Rothenpieler auf Kontinuität, auch wenn der ein oder andere im Urlaub sein sollte. Der Kader des Bönener Bezirksligisten ist groß genug. Die Abgänge Dennis Bettermann, Mirza Bajramovic und Torwart Michael Springhoff sind und werden kompensiert. „Dreiviertel unserer bisherigen A-Junioren kommen hoch zu uns“, sagt Rothenpieler. Überhaupt setzt der neue Coach auf frisches Blut. Die Brüder Timo und Jan Weber tragen künftig das RSV-Trikot. Linkshänder Timo Weber kommt vom Landesliga-Absteiger TuRa Bergkanem II und soll als Rechtsaußen spielen. Jan Weber spielte zuletzt für die Reserve des Oberligisten SuS Oberaden, ist Kreisläufer. Aus der Rückraummitte von TuRa wechselt auch Tim Gerwin nach Bönen. David Grzybowski (Kreis) und Torben Goergens, als weiterer Linkshänder ebenfalls für die rechte Außenbahn vorgesehen, kommen vom A-Jugend-Bundesligisten Handball Hamm.

„Ich bevorzuge offensive Deckungsvarianten“, erklärt Rothenpieler, der zuvor sieben Jahre den Bezirksligisten SG Massen trainierte, Teil eins seiner Spielauffassung. Teil zwei ist Tempospiel mit ordentlicher Ballverarbeitung. Deswegen auch das Hauptaugenmerk auf Trainingseinheiten mit dem Spielgerät. Und deswegen auch die Verjüngung des Teams ohne auf Erfahrung eines Tino Stracke oder Tom Beutner verzichten zu wollen.

„Zunächst steht die Akklimatisierung an“, sagt Rothenpieler. „Tino Stracke gibt ja vor, die da oben ärgern zu wollen, ich erwarte ein bisschen mehr. Mit unseren Verstärkungen haben wir zumindest die Option ganz nach oben zu rutschen“, erklärt der Ex-Trainer des Vorjahresdritten.

Einen älteren Neuzugang hat Rothenpieler dann aber doch in seinem Kader: Der Mittvierziger Frank Mersmann soll ihn allerdings vor allem als Co- und Torwarttrainer unterstützen. Im Notfall wird sich der Routinier, der zuletzt beim TuS Dortmund-Wellinghofen spielte, auch zwischen die Pfosten stellen, so dass der RSV auf der Torwartposition ebenfalls gut aufgestellt ist. - ml

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