Rollen sind im Derby klar verteilt

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Wie in der Hinrunde geht die SpVg (links Manuel Müller) als Favorit ins Derby gegen Nordbögge (hier mit Frederik Bennemann). Damals endete das Spiel allerdings 0:0.

Bönen - Es ist eigentlich ein optimaler Termin für das Bönener Derby. Der letzte Feiertag am langen Osterwochenende, keine Konkurrenz durch die Bundesliga und trocken soll es laut Wettervorhersage auch sein. Deshalb hofft der VfK Nordbögge als Gastgeber des Lokalduells in der Fußball-Kreisliga A1, dass zum Spiel gegen die SpVg Bönen am Montag um 15 Uhr viele Zuschauer an die Feuerwache gekommen.

Die Rollen sind in diesem Jahr klar verteilt. Bönen reist als Tabellenführer zum Schlusslicht Nordbögge, ist also hoher Favorit. Doch das war die SpVg in der Hinrunde auch. Am Ende musste die Rehbusch-Elf nach einem über weiten Strecken müden Vortrag froh sein, nicht in der Nachspielzeit in einen Konter zu laufen. Gleich zwei VfK-Akteure stürmten allein auf Bönens Schlussmann Patrick Heller zu, als der Schiedsrichter abpfiff. „Ich erwarte ganz klar eine Reaktion von der Mannschaft“, sagt SpVg-Coach Hendrik Dördelmann, der die Favoritenrolle annimmt, gleichzeitig aber vor der Besonderheit der Partie warnt: „Wir dürfen Nordbögge nicht unterschätzen. Wir dürfen nicht in das Spiel reingehen und sagen, hier spielt der Erste gegen den Letzten. Wir müssen den Derbycharakter annehmen“, fordert der Trainer.

Der VfK muss dagegen vor allen Dingen seine Wunden lecken. Nach dem Punktgewinn am vergangenen Sonntag gegen Wiescherhöfen II (3:3) hatten die Nordbögger vor dem Kellerduell am Gründonnerstag in Lohauserholz noch Hoffnung geschürt. Doch gegen die TuS-Reserve kam das Team von Trainer Sven Kaczor mit 1:8 unter die Räder. „Wir müssen uns anders präsentieren“, forderte der Coach unmittelbar nach dem Schlusspfiff: „Vielleicht bewirkt das Ortsderby ja etwas. Ich erwarte da eine andere Einstellung.“

Der VfK war übrigens schon vor gut drei Jahren, der Stolperstein für die SpVg. Am letzten Spieltag der Saison 2012/2013 siegte Nordbögge mit 3:2 am Rehbusch und verbaute den Bönenern damit ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den FC Overberge. Ein Tag, der unliebsame Erinnerungen beim Spitzenreiter weckt.

Im Vergleich zum Donnerstagabend-Spiel, das für die SpVg kurzfristig ausgefallen war, bessert sich die personelle Lage bei den Bönenern wieder. In Kevin Scheibke und Cengiz Güner kehren zwei Akteure in den Kader zurück. Neben den Langzeitverletzten fehlt weiter Christoph Wöllert nach seiner roten Karte. Er wechselte wie Lars Lenser erst im Winter von der Feuerwache zum Rehbusch und folgte damit vielen Akteuren wie Patrick Heller, Manuel Müller oder Sebastian Schneck, die schon im Sommer diesen Weg gegangen waren.

Kaczor bereitet die personelle Situation Kopfzerbrechen, da Kevin Garske (Knöchel), Daniel Möller (Fuß) und auch Daniel Bednarek in Lohauserholz allesamt verletzt ausfielen. Ihr Einsatz ist am Ostermontag „sehr fraglich“, so Kaczor. Der Trainer will die verbleibenden zwölf Spiele bereits als Vorbereitung auf die kommende Saison nutzen: „Jetzt gucke ich, wer sich noch voll reinhängt.“ Eine couragierte Vorstellung im Derby wäre da eine gute Empfehlung. - bob

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