TuS-Ringer gewinnen die entscheidende Kämpfe

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Igor Wiens bot in Kirchlinde eine starke Leistung und gewann technisch überlegen.

DORTMUND - Mit 25:12 haben die Ringer der TuS Bönen ihren Auswärtskampf beim KSV Kirchlinde gewonnen. „So deutlich, wie das Ergebnis klingt, war es aber nicht“, meinte Trainer Ingo Manz. Der war froh, dass seine Mannschaft die Kämpfe, die auf der Kippe standen, allesamt für sich entschied.

Da war zum einen Tobias Falkenstein, der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt Sezgin Coskuneren gegenüberstand. Der Kirchlinder zählt zu den besten Ringern im 86-kg-Bereich, kassierte aber von Falkenstein die zweite Saisonniederlage. In einem taktischen, aber keineswegs langweiligen Duell holte Falkenstein vier Wertungspunkte und siegte damit 2:0. „Das war einer der stärksten Kämpfe, die er diese Saison gemacht hat“, lobte Manz. Der Trainer hatte später noch mehr Grund zum Jubeln, denn sein Sohn Marvin schaffte im fünften Anlauf den ersten Sieg in der Verbandsliga. „Wahnsinnig“, freute sich der Vater. Dabei lag Marvin Manz (86 kg Freistil) zunächst gegen Felix Barnfeld zurück, fand aber in den Kampf und gewann nach zweieinhalb Minuten aber auf Schultern.

Für den Gesamtsieg sorgte Igor Wiens, der für den verhinderten Daniel Keim in die 75-kg-Klasse rutschte. Überlegen diktierte er das Duell mit Marcel Behrend, dem er beim 10:0 keine Wertungen zugestand. Lukas Korte sorgte zum Abschluss für den hohen Erfolg der Bönener, als er den früheren deutschen Meister Dennis Kovacs regelrecht zerlegte und sich mit 16:0 kurz nach der Pause technisch überlegen durchsetzte. „Dass er so locker gewonnen hat, hat mich selbst erstaunt“, sagte Manz.

Die anderen Duelle waren dagegen eindeutig. Marc Hauke (57 kg), der in die 61-kg-Klasse gewechselte Karsten Wegner und Schwergewichtler Jihad El-Cheickh Hassan hatten allesamt keine Probleme mit ihren Gegnern und legten die Dortmunder jeweils auf die Schulter. Im 66-kg-Bereich war Bönen dagegen chancenlos. Dennis Thiemann und der kurzfristig eingesprungene Jan Mentler unterlagen trotz guter Ansätze schnell auf Schultern. In 98 kg lieferte sich Fehmi Güney, ebenfalls aus der zweiten Mannschaft, einen lange offenen Kampf mit Ethan Webster. Der hatte sich vor einer Woche den Arm ausgekugelt, trat aber trotzdem an und gewann mit 11:0. „Das hätte ich als Trainer nicht erlaubt“, sagte Manz zu dem Risiko, dass der Dortmunder eingegangen war. - bob

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