TuS-Ringer werden trotz Abschlussniederlage Vierter

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Karsten Wegner holte im fünften Kampf gegen Simson Landgraaf die ersten Bönener Punkte gegen den Meister aus Landgraaf.

Bönen -  Dass die Ringer der TuS Bönen die Verbandsliga-Saison mit einer Niederlage beendeten, konnten die Gastgeber in der Goethehalle aus zwei Gründen gut verschmerzen. Zum einen kam das 9:27 gegen den als Meister feststehenden KSV Simson Landgraaf wenig überraschend. Zum anderen schlossen die Bönener die Saison dennoch auf dem erhofften vierten Platz ab, weil der VfK Lünen-Süd den Verfolger RG Hürth/Rheinbach mit 20:12 schlug.

Dem überragenden Spitzenreiter, der zwar nicht in Bestbesetzung aber dennoch mit einer starken Mannschaft in Bönen auflief, bot die TuS lange Paroli. Mit 43 Minuten Netto-Kampfzeit war das Aufeinandertreffen eines der längste der Saison. „Das war schöner Ringkampfsport“, sagte Kapitän Daniel Keim, der sich zudem über ein „super Publikum“ freute.

Auf der Matte gerieten die Gastgeber früh aussichtslos in Rückstand. Marc Hauke, Jihad El-Cheickh Hassan, Stephan Schwark und Ramazan Alkan gaben nacheinander jeweils volle vier Punkte ab. Leichtgewicht Hauke fand erst spät in den Kampf gegen Aram Arshakyan. Als er diesem im zweiten Durchgang eine Wende geben wollte, fing er sich einen Konter und landete beim Stand von 7:15 auf den Schultern. Schwergewichtler El-Cheickh Hassan war dem niederländischen Hünen Johan Berkenbosch unterlegen, fand keinen Punkt, wo er ansetzen konnte. Schwark (61 kg) agierte gegen Adam Al Kandoussi nicht zwingend genug, verlor am Ende technisch unterlegen 0:18. „Das war eigentlich zu hoch“, meinte Keim. Alkan hielt in 98 kg lange dagegen und lag zur Pause nur 2:5 zurück. Er leistete sich nach vier Minuten aber die eine Unachtsamkeit, die Mick Bos zum Schultersieg nutzte.

Im letzten Kampf vor der Pause holte Karsten Wegner (66 kg) mit einem cleveren Auftritt gegen Alex Paulanyi die ersten beiden Punkte für Bönen. Bei einem 8:1 zur Halbzeit wäre auch ein höherer Sieg möglich gewesen. Nach der Pause musste Geburtstagskind Marvin Manz (86 kg) die Überlegenheit von Moein Mohseni anerkennen, der nach mehreren Durchdrehern die Saison ungeschlagen beendete.

Landgraaf hatte schon gewonnen, doch Bönen gab nicht klein bei. Daniel Keim leistete Wesley Mulder (Bilanz 11:1) über sechs Minuten Gegenwehr, hatte seinen Kontrahenten zu Beginn sogar zweimal am Rand einer Schulterniederlage. Fehmi Güney (80 kg) verpatzte zwar den Start (2:8), schaffte aber dennoch seinen siebten Saisonsieg. Lukas Korte siegte mit einer starken Leistung im 75 kg im griechisch-römischer Stil mit 3:0 gegen Martin Verwoert. Und zum Abschluss feierte Jan Mentler sein Comeback nach seiner langen Fußverletzung. Er war gegen Imran Baitazev jedoch auf verlorenem Posten, schaffte es aber immerhin in die Pause. - bob

57 kg griechisch-römisch: Hauke – Arshakyan 0:4 (Schultersieg), 61 kg Freistil: Schwark – Al Kandoussi 0:4 (technische Überlegenheit/0:18 Punkte), 66 kg GR: Wegner – Paulanyi 2:0 (14:9 Punkte), 70 kg F: Keim – Mulder 0:3 (4:13), 75 kg GR: Korte – Verwoert 3:0 (13:5), 75 kg F: Mentler – Baitazev 0:4 (technische Überlegenheit/2:18), 80 kg GR: Güney – Hanssen 4:0 (Schulter), 86 kg F: M. Manz – Mohseni 0:4 (Schulter), 98 kg GR: Alkan – Bos 0:4 (Schulter), 130 kg F: El-Cheickh Hassan – Berkenbosch 0:4 (technische Überlegenheit/0:16)

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