Renovierung des Kabinentraktes am Rehbusch

Frische Farbe für die SpVg

Mit großer Eigeninitiative, aber nur geringen Kosten ist Heinz Piezocha dabei, die runtergekommenen Wände und Kabinen im Vereinsheim der SpVg Bönen wieder schön herzurichten.
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Mit großer Eigeninitiative, aber nur geringen Kosten ist Heinz Piezocha dabei, die runtergekommenen Wände und Kabinen im Vereinsheim der SpVg Bönen wieder schön herzurichten.

In einem optisch guten Zustand präsentiert sich der Bönener Rehbusch dieser Tage. „Die Gemeinde hat sich richtig ins Zeug gelegt“, meint Heinz Piezocha, Platzwart und Jugendgeschäftsführer der SpVg Bönen. Der Rasen ist geschnitten, „in einem Topzustand“, die Kantensteine an der Tribüne freigeschnitten, die Asche ist plan wie nie. Und auch das Innere des Kabinentraktes erstrahlt dank Piezocha in neuem Glanz.

Bönen – Doch noch einmal kurz zurück nach draußen: Im Unterstand am Rasenplatz ist ebenfalls zumindest aus der Ferne kein Müll auszumachen. Die nächtlichen Treffen der Jugendlichen, die häufig am Rehbusch stattfinden und dann nicht alles wieder mitnehmen, gebe es aber immer noch, sagt Piezocha zum ersten Augenschein.

Und was nicht zu sehen ist: „Wir haben Wühlmäuse“, erklärt der Platzwart, „wahrscheinlich, weil es hier auf dem Platz so ruhig ist.“ Seit einem Jahr passiere nichts mehr. Piezocha lässt den Ligastart und Pokalspiele der Rehbusch-Elf, die zu Saisonbeginn noch ausgetragen wurden, bewusst außen vor. Das Positive an der Auszeit: Er hat die Zeit, das Gesicht des Vereins aufzuhübschen. „Was macht denn das für einen Eindruck, die Kabinengänge mit solchen Türen in diesem grässlichen Orange?“, ruft er den Weg auswärtiger Teams in Erinnerung. „Es war schäbig, in die Jahre gekommen eben.“

Warum nicht im Vereinsschwarz?

Gesehen, getan. Piezocha griff in Eigeninitiative nach Rücksprache mit dem Vereinsvorsitzenden Peter Hahnemann zum Pinsel und zur Farbe. „Ich wollte zunächst nur die Treppe machen, Geländer und Stufen neu streichen“, erzählt er. Phase zwei war dann die Auffrischung der früher weißen Wand und Decke des Treppenhauses. Aber: Wenn man sich lange an einem Ort aufhält, fällt einem auf, was nicht so gut – oder nicht mehr – zusammenpasst. Zum Beispiel dieser Grauton aus Lack in Mannhöhe. „Da habe ich mich gefragt, warum machen wir den nicht auch in unserem Vereinsschwarz wie draußen der abgesetzte Streifen am Vereinsheim.“ Piezocha entwickelte sogar Designerqualitäten, ließ beispielsweise einen weißen Streifen durchs Schwarz zum Fußboden durchlaufen. Auf dem Etagenabsatz griff er aber dann doch zum Grau, „weil es sonst zu dunkel geworden wäre“, erklärt der emsige Platzwart.

„Normalerweise hast du ja nur vier Wochen in der Sommerpause für solche Arbeiten. Jetzt hast du Zeit ohne Ende“, sagt Piezocha. „Die habe ich mir auch gelassen, auch wegen meiner Rückenprobleme.“ Im Flur unten ließ sich der Platzwart von Teambetreuer Norbert Gerdes beim Streichen der Decke helfen.

Mit wenig ist viel möglich

Piezocha wäre aber nicht Piezocha, wenn er nur Lob an die Gemeinde verteilen würde. „Hier kann man jetzt sehen, was mit wenigen Mitteln möglich ist“, sagt Piezocha. „Das hat vielleicht und hochgegriffen 500 Euro an Material und nicht 5000 gekostet. Aber von Gemeindeseite heißt es ja seit 15 Jahren: Wir investieren nicht in totes Kapital. Diesen Spruch von Fachbereichsleiter Robert Eisler habe ich immer noch im Ohr.“

Ärgerlich ist Piezocha auch über die magere Unterstützung, die Hahnemann aus dem Rathaus mitnahm. „Peter hat 160 Euro für Material der ersten Maßnahme beantragt und 80 bekommen. Weil wir den Antrag vorher hätten stellen müssen, hieß es.“ Dabei verzichtet der Verein momentan auf alle Einnahmen, vor allem, was die Vermietung des Vereinsheims an Feiernde betrifft. „Einen 50. Geburtstag musste ich jetzt wieder absagen, das geht auch schon ein Jahr so.“

Heizkörper, Schirikabinen, Imbiss - Piezocha hat noch viel vor

Piezocha arbeitet derweil weiter. Der Trikotraum ist noch dran, die Heizkörper sollen gestrichen werden, die Schiedsrichterumkleide im Keller werde auch saniert. Und im Außenbereich wird der Imbiss zukunftsfest gemacht. Denn Zweckpessimist Piezocha glaubt nicht daran, dass die neuen Plätze am Zechenturm gebaut werden.

Vielleicht müsse die Gemeinde dann doch noch etwas investieren in den Rehbusch. Zum Beispiel ins Dach des Vereinsheims: Das ist im Bereich des Erkers des Sprecherraums undicht. „Da hilft drüberstreichen nicht, die Flecken kommen wieder durch“, weiß der Platzwart.

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