Reiten

Kleine Reiter in Nordbögge ganz groß

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Haltung im Sattel: Der einfache Reiterwettbewerb verlangte von den Teilnehmern höchste Konzentration.

Bönen – „Der größte Reiter auf dem kleinsten Pferd“, scherzte Moderatorin Judith Birk angesichts der Proportionen in der Führzügelklasse. Davide Vaccaro saß stolz und etwas angespannt auf Robin Hood, dem Hengst mit dem größten Schultermaß auf dem Reitertag des RFV Nordbögge-Lerche. Das Mitglied der RG Bönen-Hacheney zeigte dennoch Größe im Sattel.

Er siegte im „sportlichen Wettbewerb“, wie der einfühlsame Richter Josef Wacker den Fuhrzügelwettbewerb bezeichnete. Freudentränen flossen bei Vaccaro, als er den Siegerpokal entgegennahm.

Tränen der Enttäuschung gab es nebenbei auch. Die Kinder und Jugendlichen waren offensichtlich ehrgeizig, wollten die Schleife auf ihrem oft ersten Wettkampf. „Der Reitertag ist ja für den Nachwuchs gedacht“, erklärte RFV-Vereinsvorsitzender Andreas Plaß. „Die jungen Reiter können ihre erste Turniererfahrung sammeln.“ Plaß war zufrieden mit dem Verlauf der ersten Veranstaltung auf dem Gelände am Schmerhöfeler Weg im Jahr 2019 – nicht zuletzt deswegen, weil das Turnier zur Saisoneröffnung im vergangenen Jahr wegen Bodenfrostes ganz ausfiel. „Die Zahl der Nennungen passt, der Zeitplan bisher auch“, meinte er am Mittag.

Reitertag des RuF Nordbögge/Lerche

Ein klein wenig ins Rutschen geriet die Planung am Nachmittag bei den Springprüfungen. „Da hatten wir eine Menge Nachmeldungen“, so Pressesprecherin Lisa Kissing. „26 Starter sind ungewöhnlich für ein E-Springen auf dem Reitertag.“ Und auch das abschließende A-Springen war mit 17 Teilnehmer ordentlich besucht. Dieses „Finale“ gewann die Hacheneyerin Kimberly Duda auf Robin Hood. Nicht der einzige Name, der schon in den Ergebnislisten „normaler Turniere“ zu lesen war. Das Stilspringen der Klasse E hatte zuvor nämlich die erfahrene Talisa Hahne, ebenfalls von der RGBH auf Charlie Brown gewonnen.

Schulpferd Wuschel bekommt die goldene Schleife

Bei „A“ war am Sonntag Schluss bei der Wertigkeit der Prüfungen. „Das ist ja so gewollt auf dem Reitertag“, begründete Kathrin Hilbk-Kortenbrock aus dem Nordbögger Organisationsteam. „Er soll ja ein Einstieg sein. Die RFV-Nachwuchsabteilung zeigte eine gute Vorstellung auf heimischem Sand. Die Reitlehrer Silke Obermüller, Eva Pieper und Petra Picker konnten zufrieden sein. Die Jugendwartin war es: „Super“, sprach Birk ein Lob aus. „Mit Wuschel ist sogar ein Schulpferd Erster geworden. Das ist selten.“ Normalerweise seien es die Reiter der Privatpferde, die die Goldene Schleife holen würden. „Die haben das Tier die ganze Woche zur Verfügung, unsere Schüler nur Stunden.“ Auf Wuschel saß Jueyna Westley im einfachen Reiterwettbewerb. Länger dabei ist Jana Sümnick. Allerdings schaffte sie am Sonntag auf Crazy Classica ihre erste „8er“-Wertung im Dressurwettbewerb.

„Die Kinder waren schon im Vorfeld mit Freude dabei“, erklärte Birk. Sie bastelten für die Kasse und lackierten Hufeisen als Glücksbringer. Die Jugendabteilung wird sich vom Erlös Ausflüge leisten. Der Reitertag lohnt sich für die Protagonisten also doppelt.

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