Viel Arbeit für fleißiger Helfer in Nordbögge

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Berrit Lambardt und Picolina räumten beim Heimturnier gleich zwei goldene Schleifen ab. Das Duo vom RuF Nordbögge-Lerche gewann das A**-Springen und die Stilspringprüfung Klasse L.

BÖNEN - Es gehört zum guten Ton, dass der Turniersprecher sich nach dem letzten Wettbewerb bei den fleißigen Helfern bedankt. Die sind es schließlich, die eine Durchführung einer solchen Veranstaltung wie der beim RuF Nordbögge-Lerche überhaupt möglich machen. Am Schmerhöfeler Weg waren sie aber ganz besonders gefordert, schließlich sorgte das Wetter für viel Arbeit.

Auf dem Springplatz kippten die Hindernisse um, obwohl gar kein Reiter im Parcours war. vor allem am Samstag fegte der Wind sie zu Boden. „Wir haben das dann mit Gewichten in den Griff bekommen“, sagte Pressesprecherin Lisa Kissing nach drei anstrengenden Turniertagen. Denn wohl selten mussten sich die Nordbögger mit Sturmböen auseinandersetzen. Ein Abbruch kam für die Organisatoren aber nicht in Frage. „Es waren noch genug Reiter da“, sagte Kissing.

Reitturnier in Nordbögge-Lerche

Die Nordbögger trafen schon im Vorfeld Sicherheitsmaßnahmen – und hatten auch das nötige Glück, dass nichts passierte. Denn zwei Bäume direkt am Springplatz erwischte es am Nachmittag dann doch. Da die wenigen Zuschauer, die dem Regen getrotzt hatten, aber vorsichtshalber genügend Abstand gehalten hatten, kam niemand zu schaden. Die Überreste wurden mit einem Traktor zur Seite geschafft und das Turnier ging weiter.

Natürlich hatten viele Reiter, die sich angemeldet hatten, keine Lust bei dem Wetter anzureisen oder zu reiten. Sie machten telefonisch oder direkt in der Meldestelle einen Rückzieher. So schrumpften die Teilnehmerzahlen weiter. Waren es im Vorjahr noch 2100 Starter, so hatten die Organisatoren im Vorfeld schon nur knapp 1600 gezählt. Das war zum einen gewollt, weil die Anlage am Schmerhöfeler Weg 2014 an der Grenze der Belastbarkeit angelangt war, so dass einige Prüfungen begrenzt wurden. Andererseits bekamen die Nordbögger erstmals Konkurrenz durch das Turnier in Olfen, das um eine Woche vorgezogen wurde. Doch die Verantwortlichen beim RuF sind sich sicher, durch den Bau des neuen, großen Abreiteplatzes gut aufgestellt zu sein. „Alle waren sehr begeistert. Und der war jederzeit top, auch bei dem Regen. Wir hoffen, dass sich das jetzt schnell herumspricht“, sagte Kissing.

Reitturnier in Nordbögge-Lerche, Teil 2

Zur Freude der Gastgeber waren die Zuschauerplätze im Gegensatz zum Samstag am Freitag und vor allem am Sonntag bei deutlich besserem Wetter sehr gut gefüllt. Und die Besucher durften sich über viele Heimsiege und Erfolge der Reiter aus der Umgebung freuen. Allen voran natürlich der erste Platz von Lokalmatador Steffen Bröckmann auf Neun Elfer Turbo im Stechen des abschließenden M*-Springens ( Link),in dem sich auch Melissa Fronk mit Balou Belfegore als Dritte der zweiten Abteilung weit vorne platzierte. Ihre Rhyneraner Vereinskollegin Anna-Katharina Tepel wurde auf Francesco am Samstag in der M*-Dressur Zweite mit 664,50 Punkten und legte tags darauf Rang sechs in der M**-Dressur nach (631,00). Siegreich waren beide Male Annika Jedrkowiak und Riodoro, die 679,00 beziehungsweise 674,00 Zähler erhielten. 

Siege für Rhynern fuhren Stefanie Serowy auf C’est moi in der Springpferdeprüfung Klasse L mit einer 8,00 vor Steffen Bröckmann (7,90) und Anna Lohmann auf Vai Forte mit der gleichen Note in der A**-Springpferdeprüfung ein, in der Serowy Dritte wurde (7,80). Ein dritter Platz ging auch an Kathrin Plümper aus Pelkum mit Facetto in der A*-Dressur (7,40).

Auch bei starkem Regen mussten die Helfer Hindernisse aufbauen, die häufig von den Pferden oder vom Wind umgeschmissen wurden.

Ansonsten waren mit Ausnahme der Rhyneraner allerdings wenige Reiter aus Hamm in Nordbögge am Start. Das nutzten die Reiter aus der Gemeinde Bönen zu vorderen Platzierungen. Mit einem fehlerfreien Ritt sicherte sich Lennart Rustemeier mit Lakritz Fritz den Erfolg im L-Springen nur drei Zehntelsekunden vor Sandra Marmelow aus Waltrop. Dirk Lambardt, der Zweite Vorsitzende des RuF, wurde Dritter. Familie Lambardt nutzte den Heimvorteil besonders gut aus. Dirk gewann die Einzelwertung des A*-Mannschaftsspringens, Berrit Lambardt entschied sowohl eine Abteilung der L-Stilspringprüfung als auch ein A**-Springen für sich und Jana Lambardt siegte im Stilspringen der Klasse A*. Einen weiteren Erfolg für den Gastgeber steuerte Nele Middeldorf im A**-Springen bei. Die mittlerweile für Hacheney reitende Christina Aust sicherte sich an alter Wirkungsstätte einen Erfolg in einer anderen Abteilung des A*-Stilspringens vor Ann-Kathrin Wiggerhaus aus Rhynern.

A*-In der Dressur waren die 7,80 der Nordböggerin Katrin Hilbk-Kortenbruck in einer Abteilung das Maß der Dinge. Dazu ritt sie auf Rang zwei einer A*-Dressur. Die Bönenerin Lefke Bennemann, die für Kalthof startet, wurde Dritte in der L-Dressur auf Trense und Dritte auf Kandare. Jana Pahl aus Hacheney siegte im Dressurwettbewerb. J bob

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