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Ein dicht gedrängter Zeitplan beim Sommerturnier in Hacheney

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Von: Markus Liesegang

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Svenja Borghardt feiert beim Sommerturnier der RG Hacheney nach ihrer Babypause ihr Comeback.
Svenja Borghardt feiert beim Sommerturnier der RG Hacheney nach ihrer Babypause ihr Comeback. © Markus Liesegang

Dicht gedrängt ist der Zeitplan des Sommerturniers der Reitgemeinschaft Hacheney. Von Freitag bis Sonntag verzeichnet der Verein 594 Meldungen. 

Bönen - „Natürlich merken auch wir einen Rückgang, trotzdem sind wir ziemlich voll“, erklärt Turniersprecher Rolf Aust. Deswegen verzichtet der Verein erneut auf einen publikumswirksamen Spaßwettbewerb wie auch auf den traditionellen Gottesdienst, der vor den Einschränkungen durch die Pandemie immer Sonntagmittag angeboten wurde.

Sehr hoch sind die Meldezahlen in der Dressur. 35 Paare werden in der M-Dressur mit Kandare antreten, die am Freitag auf dem Springplatz stattfinden wird. Wie in beiden Corona-Vorjahren startet das Turnier mit dieser Stilart für Kenner des Pferdesports. Und trotz der frühen Startzeit um 10.15 Uhr werden 32 Teilnehmer schon an der Prüfung der Klasse A teilnehmen.

Auch der Samstag beginnt im Dressurviereck auf dem Reitplatz. Gegen Mittag rücken dann die Nachwuchsreiter in den Mittelpunkt. „Wir haben den Fokus auch in diesem Jahr auf die WBO-Prüfungen gelegt, um die Jugend zu fördern“, erklärt Aust. Die RG Hacheney musste zwar die Schulpferde aus Kostengründen abschaffen. „Aber viele, die kein eigenes Pferd mehr hatten, sind auf eine Reitbeteiligung umgeschwenkt“, so Aust. Seine Tochter Christina bietet mit ihrem „alten“ Pferd Luis eine solche.

Kollinear mag Hacheney nicht

„Tina wird allerdings wieder nicht M gehen“, bleibt Aust gedanklich bei der Familie. Ihr Spitzenpferd Kollinear sei auch in diesem Jahr sehr erfolgreich, aber eben nur im fremden Parcours – Hacheney mag das Tier nicht, war immer unruhig. „Tina und Kollinear haben als Drittbeste in Westfalen auch wieder eine Einladung für das Championat in Münster-Handorf erhalten“, freut sich der Vater mit der Tochter.

„Erwähnenswert ist sicher auch das Comeback von Svenja Borghardt nach der Kinderpause“, sieht Aust die eigenen Farben an der Heidestraße gut vertreten. „Die gewinnt momentan alles.“

Die Reitgemeinschaft erwartet viele Zuschauer, insbesondere zu den Prüfungen für die jungen Reiter, wie den Führzügelwettbewerb am Samstag um 15.30 Uhr – passend zur Kaffeezeit. Das Kuchenzelt wird wie der Eiswagen erstmals nach zwei Jahren wieder Leckereien bieten. Die Liebhaber herzhafter Kost kommen auch auf ihre Kosten, das normale Turnierleben als gesellschaftliches Ereignis kehrt in den Bönener Süden zurück. „Wir freuen uns darauf“, betont Aust. Er meint damit sicher auch das spannende Finale am Sonntag. Die besten Springreiter treten im Zweiphasen-M-Springen gegeneinander an – wer die ersten acht Hindernisse fehlerfrei überquert, ist im Stechen der zweiten Phase. Bei Abwurf ist in Phase eins Schluss.

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