Entspannter Re-Start bei den TTF, aber unter strengen Auflagen

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Trainer Walter Darenberg verliest vor dem Betreten der Halle noch einmal die Hygiene- und Abstandsregeln.

Bönen - Zum ersten Trainingsabend der Tischtennis-Freunde Bönen nach der Corona-Pause kamen weniger Spielerinnen und Spieler als erwartet - dafür aber einige so früh, dass sie 20 Minuten auf den Einlass warten mussten.

Den Regenschauer am Freitagabend warten Luca Bluhm, Jan Teichmann, Andreas Rosenhövel und Neuzugang Toni Ramljak von den Tischtennis-Freunden (TTF) im Vorraum der Pestallozzihalle ab. Es ist 18 Uhr, also deutlich zu früh für den Einlass in die Halle. „Wir dachten, wir können vielleicht früher rein“, meint Teichmann. Pustekuchen. Genauestens wacht der Hallendienst-Verantwortliche, an diesem ersten Trainingstag Trainer Walter Darenberg, auf die Einhaltung des Zeitplans. 

Einlass ist einzeln um 18.20 Uhr. Darenberg sowie Stephan Drepper, der dienstags die Verantwortung trägt, Karina Koerdt und Tyson Tan Hasse haben die an diesem Tag benötigten vier Spielboxen derweil ausgestattet. Die Tische stehen exakt mittig, auf jeder Stirnseite steht ein Stuhl – die Akteure werden auch in Spielpausen in der Box bleiben müssen. Neben dem Netz liegt je ein weißer und ein orangener Ball. 

„Es haben sich nur zehn Spieler angemeldet, wo doch alle so heiß waren, wie es hieß“, wundert sich Darenberg über die mäßige Resonanz zum Neubeginn. Aber die Saison ist gelaufen, der Freitag ein Brückentag. Die vier Boxen in der einen Hallenhälfte reichen den Paarungen zudem aus, um die Stunde voll wahrzunehmen. Koerdt beschränkt sich an diesem Abend auf den Hallendienst, ihr Sparringspartner Phil Kleine musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. 

Drepper, der den zweiten Neuzugang der TTF, Sandor Tejgel in die zweite Mannschaft heranführen sollte, muss sich noch gedulden. Der Mann aus Bad Sassendorf schreibt, dass er erst ab 20 Uhr kann. Punkt 18.20 Uhr fordert Darenberg zum gründlichen Händewaschen auf. Drepper achtet darauf, dass die Anwesenheitsliste korrekt und vollständig ausgefüllt wird. Was geht und was nicht, sollten die Spieler wissen. Sie wurden vorab umfänglich über die Schutzmaßnahmen informiert. 

„Rosi, für die älteren Leute haben wir hier Stühle aufgestellt“, sagt Darenberg flachsend zum Standby-NRW-Ligaspieler Rosenhövel, und „Wenn wir die Fenster schließen sollen, weil dir zu kalt wird, sag Bescheid.“ Der TTF-Spitzenspieler hingegen beginnt ein „Wortgefecht“ mit Tyson Tan Hasse in der Nachbar-Box. „Das Sticheln habe ich schon auch vermisst“, sagt Rosenhövel. Ihm fällt die Aufgabe zu, Ramljak zu bespielen. 

Das Wiedersehen beim gemeinsamen Training haben auch Bluhm und Teichmann offensichtlich vermisst. Sie unterbrechen die Ballwechsel zu Beginn recht häufig, um sich zu unterhalten. „Das war auch im Auto schon so, wir haben uns ja auch lange nicht gesehen.“ Beide haben in der Pause nicht zum Schläger gegriffen. „Es läuft aber ganz gut, aber nach den zwei Monaten Pause fehlt ein bisschen Ballgefühl.“ Um das zurück zu bekommen, planen die beiden, beide Trainingstage zu nutzen. 

Numan Yagci filmt den Trainingsstart sogar. Nicht um seine Einheit später zu analysieren. „Wenn da ein paar gute Szenen dabei sind, stelle ich die bei Youtube rein“, meint er. Die Nummer eins des NRW-Ligateams hat während der Auszeit ab und zu zum Schläger gegriffen, zum Beispiel mit Gegenüber Tan Hasse. 

„Ja, aber mit Mama und Papa zuhause bringt nicht ganz soviel“, entgegnet Koerdt auf die Frage nach der Platte im eigenen Keller. Wie gesagt, sie muss auf den ersten echten Gegner weiter warten, wird aber nicht am kommenden Dienstag zum zweiten Trainingstag kommen, sondern erst am nächsten Freitag. 

Wegen der geringen Nachfrage nutzen alle anschließend auch die Stunde der Trainingsgruppe zwei, die ab 20 Uhr angesetzt wurde. Natürlich mit dem selben Partner in der selben Box. Drepper kann nun auch spielen, Tejgel ist da. Um 21.10 Uhr ziehen die aktiven TTF die Masken hoch und verlassen die Halle. Der Hallendienst greift zur Sprühflasche und zum Tuch, desinfiziert und räumt auf. Die Frage, ob trotz des ausbleibenden Schulsports und der Alleinnutzung das Gerät stehen bleiben kann, ist schließlich noch nicht geklärt.

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