IG mit peinlicher 1:14-Pleite beim BVH

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Als Nihat Isik per Strafstoß zum 1:2 verkürzte, deutete nichts auf die so deutliche Niederlage für die IG Bönen beim BV 09 Hamm hin.

HAMM -  „So etwas darf nicht sein, und ich hoffe, dass uns das nicht in den Köpfen hängenbleibt“, meinte ein konsternierter IG-Trainer Ayhan Sezer nach der letztlich auch in der Höhe nicht unverdienten 1:14 (1:6)-Pleite beim BV 09 Hamm.

Seine Bönener waren stark ersatzgeschwächt, dass sie sich aber am Nordendamm so desolat präsentierten, hatte der Coach nicht erwartet. „Ich hatte die Hälfte des Kaders nicht dabei. Aber wir sind selber Schuld. Das ist völlig aus der Bahn gelaufen“, kritisierte er seine Akteure.

Die Gäste, die kurzfristige Absagen zu verkraften hatten, fingen sich schon nach 30 Sekunden das erste Gegentor, als Modibo Doumbia einen Fehler der unsortierten Bönener verwertete. Stefan Herfurth legte nach 18 Minuten. Dann schaffte es die IG, einen kleinen Fuß in die Tür zu setzen. „Wir haben ein bisschen mitgespielt“, so Sezer.

Die Belohnung gab es durch den Anschlusstreffer von Nihat Isik per Elfmeter (29.), nachdem BVH-Keeper Mischa Faesing den freigespielten Furkan Aydeniz gefoult hatte. Doch postwendend räumte der Gastgeber aufkommende Zweifel am Sieg wieder beiseite. Jorge Siewert (31.) und Doumbia (33.) schraubten das Ergebnis auf 4:1 hoch. „Da war die Moral schon kaputt“, sah Sezer nun erste Auflösungserscheinungen bei seinem Team.

Manuel Kampmann (41.) und erneut Doumbia (44.) machten noch vor der Pause das halbe Dutzend voll. Der im Tor spielende Feldspieler Sherif Karahan konnte einem Leid tun, auch wenn er nicht bei allen Tore machtlos war.

„In der zweiten Halbzeit haben wir versucht auf Sicherheit zu spielen, aber wir waren nicht auf der Höhe“, sagte der IG-Trainer. Nach nur 16 Minuten in Durchgang zwei stand es 10:1. „Die Hammer haben ihre Chancen gut ausgespielt und die Tore gemacht“, meinte Sezer, dessen Team in der Schlussviertelstunde die Tore elf bis 14 kassierte.

Die IG hat nun ein spielfreies Wochenende, um diese Packung zu verdauen. „Wir werden noch darüber sprechen. Aber trotz allem müssen wir das Dingen abhaken“, erklärte Sezer. - bob

BVH: Faesing – Wotschel, Möller, Keßler – S. Herfurth, Wieland – Kampmann (60. Gartlieb), Slowik, Siewert – Doumbia, Pfafenrot (45. Denninghoff)

IG: Karahan – M. Duman, Aydeniz, Kuba – Batak, Isik, Karka, Kempe, Toure – Gümüs, Yörük (53. S. Duman)

Tore: 1:0 Doumbia (1.), 2:0 Herfurth (18.), 2:1 Isik (Foulelfmeter, 29.), 3:1 Siewert (31.), 4:1 Doumbia (33.), 5:1 Kampmann (41.), 6:1 Doumbia (44.) 7:1 Siewert (50.), 8:1 Denninghoff (53.), 9:1 Doumbia (54.), 10:1 Kampmann (61.), 11:1 Wieland (75.), 12:1 Möller (81.), 13:1 Herfurth (86.), 14:1 Siewert (90.)

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