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Pefekter Saisonabschluss für die TuS in vielerlei Hinsicht

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Von: Boris Baur

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Als Sergej Didrich seinen Gegner schultert und damit den TuS-Sieg perfekt macht, begraben ihn seine Teamkollegen in einer Jubeltraube.
Als Sergej Didrich seinen Gegner schultert und damit den TuS-Sieg perfekt macht, begraben ihn seine Teamkollegen in einer Jubeltraube. © Thiemann

Wie schon im Hinkampf haben die Ringer der TuS Bönen einen knappen Sieg gegen den ASV Heros Dortmund gelandet. Nach dem 38:34-Erfolg in Dortmund sicherte nun Sergej Didrich im letzten Kampf des Tages mit einem Schultersieg das 34:32 zum Abschluss der Saison in der Bezirksliga-Westfalen. Platz zwei hatten die Bönener dank der Schützenhilfe von Meister Hohenlimburg beim KSV Kirchlinde II bereits vor Beginn sicher.

Bönen – Bönen gewann in der Saison trotz teilweise verletzungs- und krankheitsbedingter Personalprobleme sieben seiner zehn Duelle. „Das war der beste Kampf der ganzen Saison. Das war von der Dramaturgie und allem perfekt“, meinte Trainer Marvin Manz.

Zünglein an der Waage gegen Heros war erneut Stefanie Krampe, die durch ihre Anwesenheit zweimal ein 2:0 für ihr Team holte, weil die Dortmunder keine Frau im Kader haben. Bei den Männern ließen die Gäste die 57-kg-Klasse unbesetzt, Bönen musste auf einen Ringer in 61-kg-Kategorei verzichten, weil der wieder genesene Devid Stabel in der 66--kg-Klasse antrat.

Didrich erst im Glück und dann im Siegestaumel

Auf der Matte war es vor rund 80 Zuschauern dann Didrich, der den Sieg errang. Mit 29:32 lag Bönen hinten. Didrich musste das abschließende 75-kg-Duell im klassischen Stil also hoch gewinnen. Er kam auch gut rein, hätte sich dann aber bei einer unsauber ausgeführten Hebeltechnik von Gegner Marcel Strozyk fast den Arm ausgekugelt. Das Eingreifen des Kampfrichters verhinderte das. Der Bönener erarbeitete sich schnell wieder einen Vorteil und schulterte den Dortmunder nach langem Mühen kurz vor der Pause. Kurz darauf begruben ihren Matchwinner seine Teamkollegen in einer Jubeltraube.

Strzalka zu Tränen gerührt

Emotionaler Höhepunkt war allerdings der Abschiedskampf von Marc Strzalka im 75-kg-Freistil. Der Routinier beendete seine Karriere. Passenderweise in Bönen, wo er in der Jugend groß geworden war, bevor er viele Jahre beim KSV Werries gerungen hatte, für den er auch jetzt noch als Gastringer antrat. Die TuS rührte Strzalka der nun das Bönener Trainerteam verstärkt, mit einem Geschenk zu Tränen. „Das hat ihn voll erwischt“, freute sich Manz über die gelungene Überraschung für den Mann, dessen Sohn Conor im Vorfeld seinen ersten Freundschaftskampf bestritten hatte.

Auch aus Hamm waren Mannschaftskollegen und Zuschauer gekommen. Auf der Bank saßen extra Strzalkas alte Trainer Uwe Möller und Klaus Behnke. Auf der Matte machte er in 43 Sekunden mit einem Schultersieg kurzen Prozess mit dem Gegner.

Marc Strzalka bestritt seinen letzten Kampf und gewann nach 43 Sekunden.
Marc Strzalka bestritt seinen letzten Kampf und gewann nach 43 Sekunden. © Thiemann

Stabel mit deutlicher Steigerung

Den einzigen weiteren TuS-Erfolg in der ersten Runde fuhr Manz in der 86-kg-Klasse ein. Er legte gleich zu Beginn ein 3:0 nach Punkten vor. Oguz Aydinoglu (98 kg) musste sich schnell auf Schultern geschlagen geben, und Heros war zudem im Schwergewicht durch den extrem starken Letten Mihails Nikitins, Fehmi Güney und Bedri Ünal deutlich überlegen. „Das ist vielleicht der stärkste Ringer der Liga“, sagte Manz.

Wichtig für die TuS, die zur Pause 15:20 hinten lag, war, dass sich Stabel nach einem enttäuschenden ersten 66-kg-Kampf, den er auf Schulter verlor, steigerte und im Freistil Suhajb Zengo nach Punkten bezwang. „Das war ein kompletter Kontrast zur ersten Runde und einer der entscheidenden Wendepunkte an diesem Abend“, meinte Manz.

Balk wieder mit schnellem Sieg

Marcus Balk (98 kg) siegte wie gewohnt klar, während Jan Mentler (75 kg) immerhin die Niederlage mit 0:2 in Grenzen hielt. Gegen Bilal Avci, auch Fußballer bei der IG Bönen II, fand der TuSler „kein Mittel und war zu passiv eingestellt“, so Manz. Immerhin blieb der Gastgeber so im Rennen, sodass Didrich den Mannschaftskampf noch drehen konnte.

Die Ergebnisse

1. Runde: 57 kg griechisch-römisch: Muluev 5:0 (Bönen/kampflos), 61 kg Freistil: M. Zengo 0:5 (Dortmund/kampflos), 66 kg GR: Stabel - S. Zengo 0:5 (Schulter), 75 kg F: M. Strzalka - Kelmendi 5:0 (Schulter), 86 kg GR: Manz - Özdemir 3:0 (13:1 Punkte), 98 kg F: Aydinoglu - Onbasi 0:5 (Schulter), 130 kg GR: Güney - Nikitins 0:5 (Schulter), 65 kg Frauen: Krampe 2:0 (Bönen/kampflos)
2. Runde: 57 kg F: Muluev 5:0 (kampflos), 61 kg GR: M. Zengo 0:5 (kampflos), 66 kg F: Stabel - S. Zengo 2:0 (10:6 Punkte), 75 kg GR: Didrich - Strozyk 5:0 (Schulter), 86 kg F: Mentler - Avci 0:2 (0:5), 98 kg GR: Balk - Sahin 5:0 (Schulter), 130 kg F: Ünal - Nikitins 0:5 (Schulter), 65 kg Frauen: Krampe 2:0 (kampflos)

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