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Paukenschlag beim RSV: Schulte-Vögeling ist nicht mehr Trainer

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Von: Markus Liesegang

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Jens Schulte-Vögeling ist nicht mehr Trainer des Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge.
Jens Schulte-Vögeling ist nicht mehr Trainer des Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge. © Markus Liesegang

Jens Schulte-Vögeling ist nicht mehr Trainer des Handball-Verbandsligisten RSV Altenbögge. 

Bönen - Die Mannschaft hat sich gegen ihren Coach ausgesprochen, weil sie der Auffassung war, dass Schulte-Vögeling sie momentan nicht mehr weiterbringen könne. Schulte-Vögeling hätte sich selbst in Frage gestellt, berichtete Tino Stracke, der von der Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden, erst nach der vom Trainer gestellten „Vertrauensfrage“ erfuhr. Der Sportliche Leiter selbst wird das Training ab sofort übernehmen und auch am Sonntag (18 Uhr, MCG-Halle) im Heimspiel gegen die Ahlener SG II auf der Bank Platz nehmen.

Mit dem sportlichen Abschneiden, – zuletzt verloren die Altenbögger beim PSV Recklinghausen mit 25:30 – habe die Trennung nichts zu tun. Die Mannschaft steht mit ausgeglichenem Punktekonto (9:9) im Mittelfeld der Verbandsliga-Tabelle. Ganz ordentlich für die erste „echte“ Spielzeit in dieser Liga. Nach dem Aufstieg 2020 folgten im ersten Verbandsligajahr nur wenige Spiele vor dem Lockdown-Ende 2020.

Stracke will Schulte-Vögeling im Verein behalten

„Es ist schade“, sagt Stracke, „wir hatten noch viele Pläne, die wir gemeinsam weiter entwickeln wollten und werden.“ Der Hammer Schulte-Vögeling engagierte sich auch abseits der Mannschaft für den Verein, unterstützte zum Beispiel die digitalen Formate, zuletzt die Xmas-Warrior-Show mit denen der RSV trotz Corona im Gespräch blieb. „Er hat sich ja auch wohl gefühlt im Verein“, betont Stracke. Der Sportliche Leiter hofft, dass Schulte-Vögeling dem Verein nicht ganz verloren geht. „Wir möchten, wenn Jens etwas Abstand hat, weiter mit ihm in einer anderen Funktion beim RSV unsere Zukunft gestalten, das war auch sein Wunsch.“

Verstehen kann man solche Entscheidungen nur schwer. „Vielleicht ist das auch eine Folge dieser Coronazeit, dass die Spieler und Trainer empfindlicher geworden sind, nicht mehr so kritikfähig sind“, mutmaßt Stracke. Er müsse sie aber akzeptieren und jetzt für die verbleibenden knapp vier Monate einen Ersatz finden. „Und das wird schwer.“ Stracke kennt eine ähnliche Situation übrigens schon. Als sich die Mannschaft nach dem Landesligaaufstieg 2016 vom damaligen Trainer Mike Rothenspieler trennte, übernahm er zunächst ebenfalls als Interimstrainer, um dann eine Saison als regulärer Coach dranzuhängen. Das will er diesmal nicht.

Der Ex-Trainer spricht nicht über die Trennung

Jens Schulte-Vögeling selbst war die Enttäuschung über die für Außenstehende überraschende Trennung anzuhören. „Ich habe mich entschieden, mich nicht dazu zu äußern oder etwas dazu zu sagen, weil ich einfach Angst habe, dass irgendwelche Aussagen vielleicht falsch verstanden, interpretiert werden“, sagte er. Er möchte durch irgendwelche Aussagen niemanden „auf den Schlips treten“. Es sei eine schöne Zeit gewesen, er wünsche dem Verein alles Gute.

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