German Padel Tour sorgt für Urlaubsfeeling an der Seseke  

Elite spielt in Kamen auf - Jaroslaw Werner aus Bönen wird Dritter

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Der Bönener Jaroslaw Werner (vorne) in Heeren mit seinem Lünener Partner Benjamin Fitzon.

Urlaubsfeeling vermittelte die Padel-Arena in Heeren. Das Meer fehlte zwar, die Besucher in den Liegestühlen im Sand der Beach-Lounge am Ufer der Seseke bekamen aber großen Sport zu sehen. Betreiber Michael Witthüser hatte mit der German Padel Tour eines der größten Turniere des Trendsports nach Kamen geholt.

Bönen – Die Gästeliste konnte sich sehen lassen. Ans Netz ging die deutsche wie die niederländische Elite. In der höchsten Leistungsklasse Kat 1 dabei war am Samstag auch der Bönener Jaroslaw Werner mit seinem Lünener Partner Benjamin Fitzon. „Ein bisschen Kribbeln ist schon dabei“, meinte der ehemalige Regionalligaspieler der Tischtennisfreunde Bönen angesichts der Konkurrenz und 50 Zuschauer. „Das ist anders als im Training.“ 

Werner nicht mit sich zufrieden

Mit dem Turniersieg rechneten Werner und Fitzon, der 17 Jahre Tenniserfahrung mitbrachte, nicht, denn: „Hier sind richtig starke Gegner.“ Mit dem Sieg im Auftaktspiel gegen Mika Witthüser und den Ranglisten-Ersten., den früheren Tennisprofi Darek Nowicki rechneten die beiden aber, weil sie als Team nominell stärker sind. „Es war enttäuschend und die eigentliche Überraschung in diesem Turnier“, meinte Werner nach der 4:6, 3:6-Niederlage: „Im ersten Satz haben wir Darek den Aufschlag beinahe zweimal abgenommen, die Break-Chancen aber nicht genutzt, im zweiten waren wir völlig von der Rolle.“ Den dritten Platz unter den sieben Mannschaften in Kategorie 1, den sie schließlich nach dem Zweisatzsieg (6:1, 6:0) über Mike Rose und Ingo Bierschel holten, fand Werner selbstkritisch „nicht verdient.“

Sieg an deutsch-niederländische Kombi 

Den Turniersieg holten wie erwartet Peter Bruijsten, Nummer 3 der Niederlande, und Nationalspieler Florian Bode, die überhaupt nur im Endspiel gegen die zweitplatzierten Mischa Nowicki und Johannes Lindmeyer Spiele abgaben (6:4, 6:4). „Ist ja nicht so weit, ich komme aus der Nähe von Enschede“, erklärte der Holländer. In seiner Heimat seien an diesem Wochenende keine Turniere gewesen. Er spiele schon seit Jahren in Deutschland. Die Szene ist aber sowieso international ausgerichtet. Die „Deutschen“ nutzen auch die Infrastruktur des kleinen Nachbarn mit über 400 Padelanlagen. 

Lokalmatadorin Zappe verzichtet auf Start

„Das nächste Mal vielleicht“, meinte Zuschauerin Renate Zappe auf die Frage nach ihrem Interesse an einem Turnierstart. Der Bönenerin fehlte diesmal die Partnerin. „Ich gucke heute mal, wie die Nationalelfspielerinnen spielen“, meinte Zappe. Die, Sakia Thurm und Inga Schmidt, verloren allerdings gerade in einem Match gegen Corina Scholten und Patricia Grove mit 1:6, 3:6. Im Padel kann eben jeder jeden schlagen. Obwohl, Scholten ist Ü35-Weltmeisterin im Tennis mit der Mannschaft. 

Handball-Brüder unter Zuschauern

Unter den Zuschauern waren auch die ehemaligen Handballbrüder des RSV Altenbögge, Felix und Florian Warias. „Nein, wir haben die Sportart nicht gewechselt. Wir spielen aber ab und zu“, erklärte Felix. Und er bestätigte damit das Klischee der der Trendsportart, dass jeder Ballsportler mit dem Padel umzugehen weiß. Das Turnier der Kategorie 3, der Abschluss in Heeren, musste am Sonntag wegen Gewitter und Starkregen abgebrochen werden. „Das Endspiel und das im Mixed holen wir am Mittwoch nach“, versprach Michael Witthüser.

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