Heller rettet schwacher SpVg drei Punkte

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Ein starker Rückhalt seiner Mannschaft gegen Herringen: Bönens Torwart Patrick Heller.

Bönen - Immerhin: Das Ergebnis stimmte gestern Nachmittag. „Drei Punkte!“, viel mehr äußerten weder Spieler noch Publikum. Zu Recht, denn überzeugend war die Vorstellung der SpVg Bönen beim knappen 1:0-Sieg in der Fußball-Kreisliga A1 über den SVF Herringen durch einen verwandelten Handelfmeter von Malik Öncül nicht.

Deswegen bescheinigte auch Trainer Hendrik Dördelmann seiner Elf „eine durchwachsene Leistung“ mit Maximalausbeute. „Wir haben dem Gegner zu oft das Spiel überlassen“, bemängelte Bönens Coach, „waren weit weg vom Gegenspieler.“ Zweimal durften sich die Gastgeber zum Auftakt bei Keeper Patrick Heller bedanken, der bei Großchancen der Herringer glänzend reagierte. Nicht der einzige Schockmoment in den ersten Minuten der Partie am Rehbusch. Nach kurzer Spielzeit verließ Sören Symmank mit mutmaßlichem Muskelfaserriss den Rasen. Manuel Müller ersetzte ihn ab der neunten Minute.

Auch die SpVg verzeichnete zwei Chancen in der ersten Halbzeit. Zunächst legte Tobias Wittwer in der 15. Minute überhastet quer, statt selbst mit einem Torschuss abzuschließen. Dann verzog Cengiz Güner aus 16 Metern freistehend (20.). Die Bönener benötigten die Mithilfe des Gegners für den Erfolg. Es war ein schöner Spielzug über Regisseur Björn Kempe, der dem 1:0 vorausging: Der sah die Lücke in der Herringer Deckung in die Raphael Thiemann startete. Der legte zurück auf Güner. SVF-Kapitän Marvin Krause blockte dessen Schuss mit der Hand, Malik Öncül verwandelte den fälligen Strafstoß perfekt (40.).

Danach lehnten sich die Gastgeber zurück, überließen den Ortsnachbarn fast die gesamte Spielfläche. In der 62. Minute scheiterte Ernur Algan. Wie er zielte kurz darauf Mannschaftskollege Ömer Yerli freistehend etwas zu hoch (69.). Das heimische Publikum musste hingegen bis zur 75. Minute warten, bis es für das Herringer Tor gefährlich wurde: Thiemann setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte auf Müller. Dessen Schuss aus acht Metern blockte Unglücksrabe Krause wie den Nachschuss von Güner.

Immerhin kehrte ein wenig Leben in die Offensive der SpVg zurück. Güner (76.) und Wittwer (85.) verpassten das erlösende 2:0. Glück hatte Bönen beim Schuss von Nico Schiller, den Ali Öncül von der Linie köpfte (77.) und beim Kopfball von Igor Braun in der Schlussminute, der sein Ziel knapp verfehlte. „Wir müssen wieder spielerisch besser werden“, setzte Dördelmann einen Schlussstrich unter den glücklichen Sieg. - ml

SpVg: Heller – M. Öncül, Schneck, Poljsak, Ali Öncül (85. Senel), Symmank (9. Müller), Wittwer, Kempe, Korkmaz, Güner, Thiemann (88. Koslowski)

SVF: Gallus – Schulte, Harsit (61. Lübeck), I. Braun, Krause, Yerli (77. Gawlick), Guboff, Schiller, Algan, Klink, Cördük (67. Laoudi)

Tor: 1:0 M. Öncül (Handelfmeter/40.)

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