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Oberliga-Aufstieg: TTF Bönen müssen in die Relegation

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Von: Jan Lüke

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Andreas Rosenhövel hat wieder das Training aufgenommen. Der Routinier könnte den TTF Bönen in der Relegation um den Aufstieg in die Oberliga zur Verfügung stehen.
Andreas Rosenhövel hat wieder das Training aufgenommen. Der Routinier könnte den TTF Bönen in der Relegation um den Aufstieg in die Oberliga zur Verfügung stehen. © Liesegang

Ihr bislang letztes Punktspiel haben die NRW-Liga-Herren der TTF Bönen Anfang Dezember bestritten. Seit der schmerzhaften 5:9-Derbypleite gegen den TTC GW Bad Hamm II ruht die Saison. 

Bönen - Im Februar hatte der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) entschieden, die Spielzeit auf eine Einfachrunde zurückzuführen. Die Entscheidung bedeutete für die Bönener das vorzeitige Ende der regulären Saison. Sie hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die komplette Vorrunde in der NRW-Liga bestritten. Doch nun bekommt die Spielzeit für die Tischtennis-Freunde einen Nachschlag: Am Wochenende des 7. und 8. Mai spielen die Bönener in der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Oberliga.

Als Zweiter der verkürzten NRW-Liga-Saison hatten sich die Bönener für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Zunächst war unklar, ob die Relegation stattfinden würde oder ob die Tabellenzweiten aufgrund der Rückführung der Saison womöglich sogar direkt aufsteigen könnten. „Wir hatten aber schon damit gerechnet, dass wir in der Relegation antreten müssen“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg. Er sieht die Entscheidungsrunde, in der die Tabellenzweiten der drei NRW-Ligen sowie der Tabellenachte der Oberliga aufeinandertreffen, als Chance: „Wir haben alles selbst in der Hand“, sagt Darenberg. Denn der Sieger der Relegation hat einen Startplatz in der Oberliga sicher. Ob weitere Mannschaften aufsteigen können, hängt von möglichen Rückzügen in höheren Spielklassen ab. Ein unwahrscheinliches Szenario ist das nicht, verlassen möchte sich darauf aber kein Klub.

Gastgeber wird der TTC Brühl-Vochem sein

Mittlerweile steht auch fest, mit wem Bönen um den freien Platz in der tiefsten Bundesspielklasse wettstreiten wird. Gastgeber der Runde wird voraussichtlich der TTC Brühl-Vochem sein. Der langjährige Regionalligist hat als klassenhöchstes Team Heimrecht – und ist gleichzeitig der Favorit. „Das Team aus der höheren Spielklasse ist eigentlich immer in der Favoritenrolle“, erklärt Darenberg.

Im Fall dieser Relegationsrunde hat das auch mit einer Besonderheit zu tun: In der Oberliga wird mit Vierer-Mannschaften im sogenannten Bundessystem gespielt, in der NRW-Liga hingegen mit Sechser-Mannschaften im Paarkreuz-System. Weil es um den Aufstieg in die Oberliga geht, wird auch in der Relegationsrunde nur mit vier Spielern agiert – obwohl Bönen seine Saison in der NRW-Liga zu sechst bestritt. „Das ist sicherlich ein kleiner zusätzlicher Vorteil für Brühl“, sagt Darenberg. Die Mittelrheiner bieten mit Kazeem Nasiru auch den punktbesten Spieler der Runde auf. Der 47-Jährige startete dreimal für Nigeria bei den Olympischen Spielen.

Auf Augenhöhe mit Oberhausen

Von den beiden NRW-Liga-Konkurrenten der TTF Bönen ist hingegen nur noch einer übrig geblieben: Der hoch gewettete TV Dellbrück aus Köln verzichtete auf seine Teilnahme an der Relegation, sodass mit dem Post SV Oberhausen nur ein weiterer Oberliga-Anwärter bleibt. Bönen-Trainer Darenberg sieht das Team um den Regionalliga-erfahrenen Spitzenspieler Andreas Konzer auf Augenhöhe mit seiner Mannschaft. „Da ist alles drin“, sagt Darenberg. Er sieht gute Chancen, dass seinen Herren – ebenso wie den TTF-Damen, die bereits aufgestiegen sind – der Sprung in die Oberliga gelingen wird.

Dass seine Mannschaft praktisch ohne Wettkampfpraxis in die entscheidenden Spiele der gesamten Saison gehen wird, will Darenberg jedenfalls nicht Ausrede geltend machen. „Es ist natürlich nicht ideal, wenn man fünf Monate kein Spiel bestreitet und dann an einem Tag um sein Saisonziel spielt“, sagt er. Zumal Brühl in der Oberliga, die dem Deutschen Tischtennis-Bund unterstellt ist, eine komplette Saison ohne Unterbrechung spielt. „Aber wir werden uns darauf einstellen.“ Sein junges Team sei trotz der Wettkampfpause in guter Form.

Auch der zuletzt angeschlagene Routinier Andreas Rosenhövel hat das Training wieder aufgenommen.

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