Nur vier Gegner in der Kreisliga für Altenbögge

RSV-Zweite startet mit großem Ziele in eine ungewöhnliche Saison

„Es läuft richtig gut“, sagt Yannik Nitsch vor dem Saisonstart mit der RSV-Reserve.
+
„Es läuft richtig gut“, sagt Yannik Nitsch vor dem Saisonstart mit der RSV-Reserve.

Drei Wochen nach der ersten Mannschaft greift auch die Zweitvertretung des RSV Altenbögge am Samstag erstmals in das Meisterschaftsgeschehen ein. Es wird eine komische Saison in der Handball-Kreisliga mit nur vier Gegnern, gegen die die Bönener dafür mit vielen Pausen dazwischen gleich dreimal antreten. Daran schließt sich eine Aufstiegsrunde an – und bei der wollen die Altenbögger dabei sein.

Bönen – „Wir wollen auf jeden Fall das Bestmögliche erreichen“, sagt Rückraumspieler Yannik Nitsch, der wenig Begeisterung für den Modus zeigt: „Das ist was komplett anderes als sonst, den Umständen entsprechend.“ Der Handballkreis Hellweg hatte die Kreisliga in zwei Staffeln aufgespalten, damit genug Luft bleibt, falls coronabedingt Spiele abgesagt werden müssen oder die Saison unterbrochen werden muss. Um den Teams mehr Vorbereitungszeit zu geben, startet die Liga auf Wunsch der Vereine jetzt.

Die nur zwölf Partien führen dazu, dass der RSV bis zum Saisonende am 19. März in jedem Monat nur zwei Begegnungen austrägt. So tritt Altenbögge jetzt am Samstag beim TuS Westfälische Eiche Anröchte an – und empfängt dann erst wieder am 31. Oktober zuhause den TuS Eintracht Overberge. Die RSV-Reserve hat deshalb erste Testspiele ausgemacht, um im Rhythmus zu bleiben. „Es sind vier Wochen, die zwischen den Spielen liegen. Das ist eine lange Zeit. Da bleibt vielleicht mal die Motivation hängen“, sagt Nitsch: „Aber wir werden das schaffen.

Weite Fahrten in harzfreie Hallen

Mit der Staffeleinteilung ist der 25-Jährige, der in der Jugend beim RSV spielte, den Verein dann verließ und 2018 nach mehreren Stationen zurückkehrte, nicht zufrieden – wenn auch nicht aus sportlichen Gründen. „Wir haben eine schwierige Gruppe abgekriegt“, sagt er. Die Auswärtsfahrten nach Anröchte und Beckum seien lang. Dazu sind die Hallen dort und beim Hammer SC, dem fünften Team der Staffel, harzfrei. „Das gefällt dem einen oder anderen nicht“, weiß Nitsch von seinen Mannschaftskollegen. Er selbst ist da eher entspannt: „Ich greife mit der Hand so gut wie gar nicht in den Topf. Da sorgen alle anderen schon dafür, dass genug Harz am Ball ist.“

Sportlich kann er zu den Kontrahenten wenig sagen. Dafür war die Coronapause zu lang. „Da liegen jetzt zwei Jahre dazwischen. In der Saison davor war jeder Gegner schlagbar. Es kommt aber auf die Tagesform an, und wie viele Ausfälle man hat.“

Disziplin als ein wichtiger Schlüssel

Sollten die Altenbögger von größeren Verletzungssorgen verschont bleiben, sieht Nitsch keinen Grund, warum sie die Aufstiegsrunde nicht erreichen. „Sportlich sehe ich kein Problem“, sagt Nitsch. „Es läuft richtig gut“, erklärt er mit Blick auf den Zusammenhalt und die Kommunikation untereinander: „Es macht einfach Spaß.“ Die aus der A-Jugend gekommenen Spieler seien nach der langen Vorbereitung gut ins Teamgefüge eingebaut.

Die zuletzt absolvierten Testpartien machen Mut. Bei einem Bezirksligisten in Hagen hielt der RSV lange mit, ehe er verlor. Beim HC Heeren, ebenfalls Bezirksliga, unterlag Altenbögge nur mit zwei Toren Differenz, und zuletzt schlug das Team mit SuS Oberaden III, wieder einen Bezirksligisten. Schnelligkeit und ein gutes Umschaltspiel aus der Abwehr hat Nitsch als Stärken der Mannschaft ausgemacht – und die Disziplin. „Wir bleiben ruhig, meckern nicht über Entscheidungen des Schiedsrichters oder Trainers. Das ist ein Vorteil, so kann man Spiele gewinnen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare