Nordbögge rutscht im Regenspiel in Uentrop aus

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Die Nordbögger (rechts Johannes Hoffmann) kamen gegen Uentrop um den umsichtigen Abwehrchef Lukas Buschmann zu oft einen Schritt zu spät.

HAMM -  Dennis Juraschuk schüttelte den Kopf. Der angeschlagene Spielertrainer des VfK Nordbögge schaute sich die Vorstellung seiner Mannschaft beim TuS Uentrop lange Zeit fassungslos von der Seitenlinie aus an. „Vielleicht wollen wir nicht auf Platz zwei – bei der Laufbereitschaft und dem Einsatzwillen“, meinte er nach der verdienten 1:3 (0:1)-Niederlage des Tabellendritten in der Fußball-Kreisliga A1 im Giesendahl.

Das Verhängnis nahm nach einer Viertelstunde seinen Lauf, als Aytac Capci mit einem trockenen Flachschuss aus 18 Metern VfK-Torwart Andre Juraschuk überwand. Die Nordbögger hatten im Anschluss mit der cleveren Spielweise des TuS Probleme. „Wir haben geschickt den Ball laufen lassen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Damit haben wir Nordbögge gefoppt“, freute sich Uentrops Coach Marco Strier über den guten Auftritt seiner Mannschaft. Die ließ den VfK nur selten zur Entfaltung kommen. Der Schuss von Marcel Kloda in der 32. Minute war die erste und einzige gefährliche Aktion der Gäste in Durchgang eins.

Kloda sorgte kurz vor der Pause dafür, dass es für sein Team nach dem Wechsel noch schwerer wurde. Nach einem Foul in der gegnerischen Hälfte sah er die Gelbe Karte, den Pfiff des Schiedsrichters kommentierte er mit einer Schwalbengeste in Richtung seines Gegenspielers, worauf der Unparteiische Gelb-Rot hinterherschickte (43.).

Nur vier Minuten nach Wiederbeginn legte der TuS das 2:0 nach. Sebastian Jakob, der Toptorjäger der Liga, nutzte die unsortierte VfK-Defensive aus, nachdem Jonas Oelkers ein schönes Solo mit einem Pfostenschuss aus spitzen Winkel gekrönt hatte, und der VfK im Anschluss den Ball nicht klärte.

Die Gäste stemmten sich noch einmal gegen die drohende Niederlage. Oliver Rothkamm wurde nach einer Flanke von Sebastian Schneck aus dem Halbfeld von Arkadiusz Konietzny im Strafraum heruntergerissen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Rothkamm im Nachschuss (66.). Doch postwendend stellte Hüseyin Bambil den alten Abstand mit einem tollen Solo wieder her. „Das war eine wichtige Aktion und ein echter Hingucker“, so Strier, dessen Team in der Folge seine Konter nicht zuende spielte, aber verdient gewann. „Die Tore fallen zu früh“, ärgerte sich Juraschuk über das 2:0 und 3:1. - bob

TuS: Stockey – Kunkel, Oelkers, Buschmann, Gurda (87. Voß) – Konietzny, Wiesnewski – Gottwich, Bambil (82. Brüggemann), Capci (38. Schwabe) – Jakob

VfK: A. Juraschuk – Hoffmann, Schneck, Kromke, von Glahn – Hein, Poljsak (64. Kaczor) – Aschmoneit (70. D. Juraschuk), Kloda, Öncül (46. Peschel) – Rothkamm

Tore: 1:0 Capci (16.), 2:0 Jakob (49.), 2:1 Rothkamm (Nachschuss nach Foulelfmeter 66.), 3:1 Bambil (68.)

Gelb-Rote Karte: Kloda wegen Foulspiels und Unsportlichkeit (43.)

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