VfK Nordbögge vergibt Bigpoint in Hamm

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VfK-Kapitän Christoph Wöllert bereitete das 3:1 durch Jonas Wiggermann vor.

Bönen - „Es war heute ein Bigpoint zu vergeben“, bedauerte Nordbögges Spielertrainer Jürgen Serr nach dem desolaten Auftritt seiner Mannschaft beim 1:7 gegen den TSC im Jahnstadion. Der „Dreier“ im Kellerduell ging nämlich an den Gastgeber, bis dahin Tabellenschlusslicht. Und dass die Hammer die Punkte behielten, war auch absolut verdient. Sie stellten eindeutig die bessere, weil spielstärkere Elf auf den Platz.

Und der Gast machte es der TSC-Reserve mehr als leicht. In der siebten Spielminute schickte Ismail Uysal seinen Kapitän Admir Mehmedi steil. Der passte uneigennützig quer, Mustafa Yazici drückte den Ball zum 1:0 über die Torlinie. Eine einfache Kombination zwar, aber genau und schnell gespielt – zu schnell für die Nordbögger Deckung. Auf der Gegenseite tat sich der Gast schwer, überhaupt in die Nähe des Hammer Strafraums zu kommen. Die TSC-Akteure um den starken Mehmedi beherrschten das Mittelfeld. Und sie waren sich im Gegensatz zu den Nordböggern ihrer Situation offensichtlich bewusst. Sie kämpften und standen den Gästen ständig „auf den Füßen“, unterbanden ein zielorientiertes Passspiel des VfK. Bis zur 20. Minute konnte Robin Wittenborn im Nordbögger Tor sein Team noch im Spiel halten. Dann passte Yunus Uysal zu Ismail Uysal. Der überlief die schwerfällige Abwehr des Gastes und ließ dem VfK-Torsteher keine Chance. Der Torschütze hatte kurz darauf auch das Glück auf seiner Seite. Er erwischte einen Querschläger nach einem Befreiungsschlag aus der VfK-Deckung – 3:0 (22.). Kurz darauf „schlief“ allerdings auch die Hammer Deckung. Ein langer Ball von Christoph Wöllert fand in Jonas Wiggermann einen Abnehmer. Der überwand TSC-Torhüter Sutharsan Satkunanandan per Heber zum 3:1. Auftrieb bekam der Gast dadurch nicht. Die nächste Chancen hatten wieder die Gastgeber. Robin Wittenborn lenkte einen direkten Freistoß von Ismail Uysal in der 35. Minute gerade noch um den Pfosten. Eine Minute später scheiterte Mukremin Uysal mit einer Direktabnahme. Der VfK brachte den Ball vor dem Seitenwechsel gerade zweimal aufs TSC-Tor: Philipp Wittenborn köpfte einen Serr-Freistoß mit dem Rücken zum Tor direkt in die Arme von Satkunanandan.

„Die Leistung war noch schlimmer als das Ergebnis“, meckerte Serr. Kurzfristig musste er gestern zwar noch auf Lars Lenser, Daniel Möller und Frederik Bennemann verzichten. „Aber so, wie man trainiert, so spielt man auch“, warf er dem Nordbögger Personal mangelnde Einstellung zum „Job“ vor: „Dann den Hebel rechtzeitig umzulegen, ist schwer.“TSC: Satkunanandan – Yazici, Turhan, I. Uysal, Bozkurt, M. Uysal, G. Sahin (75. Turan), Mehmedi, Usta (75. Ates), Ö. Sahin, Y. Uysal

VfK: R. Wittenborn – Serr (55. Korth), Frey, Seepe, Siebert, Graske, P. Wittenborn (46. Wache), Wöllert, Rodriguez, Schröder, Wiggermann

Tore: 1:0 Yazici (7.), 2:0 I. Uysal (20.), 3:0 I. Uysal (22.), 3:1 Wiggermann (24.), 4:1 Mehmedi (55.), 5:1 i. Uysal (60.), 6:1 M. Uysal (73.), 7:1 M. Uysal (76.)

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