Fußball

Abstiegsgefahr: VfK-Vorsitzender Würz bleibt gelassen

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Einer der lange fehlenden Leistungsträger war Abwehrchef Tobias Danielzik.

Bönen - Die Situation für den VfK Nordbögge wird immer bedrohlicher. Am Wochenende rutschte die Mannschaft von Trainer Sven Kaczor sogar auf den wahrscheinlichen zusätzlichen Abstiegsplatz. Der Vorsitzende Thorsten Würz macht sich allerdings keine Sorgen.

„Da denken wir überhaupt nicht drüber nach“, sagt Würz auf die Frage nach einem etwaigen Abstieg in die Kreisliga C: „Wir haben es selbst in der Hand.“ Die Trainingsbeteiligung sei gut. „Die Stimmung ist deutlich besser als die Lage“, berichtet der Vorsitzende vom Binnenklima der Mannschaft, von dem er sich bei einem Kabinenbesuch vor Beginn der Rückrunde überzeugte: „Aber das hilft nichts, es zählen nur die Punkte. Wir müssen die Antwort auf dem Platz geben.“

Das klappt allerdings in dieser Saison überhaupt nicht. Viel zu viele Zähler ließ der VfK schon leichtfertig liegen. „Wir spielen teilweise guten Fußball, holen aber die Punkte nicht“, sagt Würz über die Partien, die er in der Hinrunde gesehen hat. In der Rückserie hielt der VfK gegen den Tabellenzweiten FC Pelkum mit, verlor jedoch mit 1:2, und gab gegen den SVE Heessen II noch eine 3:1-Führung zum 3:3 aus der Hand. „Es hat auch viel mit Pech zu tun“, findet Würz: „Die Leistungen waren ja nicht schlecht“, betont er.

Vor Wochen der Wahrheit

Am Ende der Saison wird aber nicht gefragt, wer Glück oder Pech hatte. Da entscheiden allein die Zahlen. Und die sprechen derzeit gegen den VfK, der mit 19 Zählern auf dem drittletzten Rang gerutscht ist. Am Wochenende mussten die spielfreien Nordbögger zusehen, wie der TSC Hamm II mit dem überraschenden Sieg gegen den TVG Flierich-Lenningsen drei Punkte davonzog. Wegen des vermehrten Abstiegs in der Bezirksliga würde die jetzige Platzierung den Gang in die C-Liga bedeuten.

Der VfK-Vorsitzende Thorsten Würz fordert in den kommenden Wochen Punkte.

Geht es nach Würz, soll sich die bedrohliche Lage allerdings in ein paar Wochen wieder beruhigt haben. „In den nächsten vier, fünf Spielen müssen zehn bis zwölf Punkte her“, sagt der Vorsitzende mit Blick auf das kommende Programm. Mit Ausnahme des Tabellensechsten BV 09 Hamm II bekommt es der VfK bis zum 28. April nur mit den direkten Konkurrenten von Platz elf bis 16 zu tun. In der Hinserie holte das Kaczor-Team aus diesen Begegnungen drei Siege. Los geht es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SVF Herringen II. „Da waren wir klar besser, haben aber verloren“, sagt Würz 3:5 im ersten Aufeinandertreffen mit dem Elften.

Die Leistungsträger werden schmerzlich vermisst

Hoffnung setzt er für die weitere Saison auch in die Rückkehr der Verletzten. Überhaupt ist die lange Ausfallliste, die den VfK nun schon seit über einem Jahr begleitet, für Würz ein Grund, warum die Mannschaft nach Rang fünf im Vorjahr dermaßen abgestürzt ist. Insgeheim hatt sich die Nordbögger sogar ausgerechnet, im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitzureden. Doch es fehlen über die gesamte Zeit schon zu viele Leistungsträger. Würz nennt nur drei Beispiele von vielen: Stürmer Jonas Wiggermann kam im Grunde gar nicht zum Einsatz, Abwehrchef Tobias Danielzik fiel verletzt einige Zeit aus, was der Verteidigung nicht guttat, und Dennis Mrugalla verpasste nahezu das komplett wegen eines Praktikums. Besonders der Aderlass an Routiniers ist eklatant: Lars Lenser, Ergin Erbay, Hristos Solakis oder Andre Mrugalla sollten ursprünglich als Führungskräfte vorangehen. „So sind jetzt nur die Youngster immer dabei“, sagt Würz und betont: „Sie machen ihre Sache gut.“

Kaczor zieht die Zügel an

Wegen der mangelnden Erfahrung können die Jungen die Partien oft nicht erfolgreich zu Ende führen. Die Folge: Der Gegner behält auch bei guten Nordbögger Leistungen einen Fuß in der Tür, nimmt häufig glückliche Punkte mit. „Auf dem Transfermarkt können wir nichts mehr machen“, sieht der Vorsitzende dem Verein die Hände gebunden. Und auf den Trainer lässt er nichts kommen: „Da liegt es sicher nicht dran.“ Kaczor habe auch längst im Training die Zügel angezogen. „Er hat das Kumpelhafte vorerst hinten angestellt“, erklärt Würz.

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