VfK schon nach 22 Minuten geschlagen

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Im Kampf um den Ball hatte die Nordbögger (hier Sven Koslowski gegen Oliver Samardzic) meist das Nachsehen.

Hamm -  Von den letzten sechs Teams im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A1 gingen nur zwei am Wochenende leer aus. Doch während die Reserve des TuS Germania Lohauserholz spielfrei hatte, vergab Schlusslicht VfK Nordbögge wieder eine Chance zu punkten. Das rettende Ufer mit dem TuS 59 Hamm und dem TSC Hamm II liegt nun acht beziehungsweise neun Punkte voraus.

Im Gegensatz zur lange guten Leistung gegen die HSV-Drittvertretung (1:3) boten die Nordbögger am windigen Nordendamm eine enttäuschende Leistung. „Ich dachte, da sind elf andere Leute auf dem Platz“, meinte VfK-Coach Jürgen Serr: „Da war gar keine Bereitschaft, bei Zweikämpfen sind wir aus dem Weg gegangen.“

So genügte dem BVH eine durchschnittliche Leistung zu einem ungefährdeten Erfolg. „Gute 30 Minuten reichten für Nordbögge, danach sind wir in unsere alte Lethargie gefallen“, so 09er-Trainer Heinz Schroth.

Die Gäste hatten zu Anfang erhebliche Probleme mit der weichen Asche hinter dem Hammer Flugplatz. Ein Spiel nach vorne fand nicht statt, die Abwehr wirkte wenig sattelfest. So fiel das 1:0 schon nach sieben Minuten. Die Gastgeber fingen einen Abstoß ab, im Strafraum behauptete Hüne Martin Karcz den Ball und schoss ein. Ebenso dilettantisch verteidigte der VfK beim 2:0: Ein Pass von der Mittellinie hüpfte durch die Abwehr zu Modibo Doumbia (15.). „Es hätte nur noch gefehlt, dass wir uns die Dinger selbst reinmachen“, floh Serr in Galgenhumor.

Sieben Minuten später war die Partie bereits entschieden. Erst traf Manuel Kampmann nach einem abgelockten Schuss mit der Picke aus 16 Metern in den Winkel (20.), dann vollstreckte er aus elf Metern, nachdem Doumbia aus kurzer Distanz Samed Özgüc auf der Linie angeschossen hatte. Der Schiedsrichter beließ es für die Schutzbewegung mit den Händen bei gelb (22.). Karcz verpasste daraufhin gegen Wittenborn das fünfte Tor (25.). Und danach begnügte sich der BVH mit dem Nötigsten. So kam auch Nordbögge zu Halbchancen: Ein Kopfball von Daniel Möller landete aus 16 Metern auf der Latte (36.), Sven Koslowski verzog aus 20 Metern (41.).

Der Rest ist schnell erzählt: Martin Slowik markierte nach einem Solo durch den Strafraum in der 59. Minute das 5:0. Danach vergab der BVH leichtfertig einige Chancen, der VfK hatte erst gar keine. „Wir können froh sein, dass der Gegner nach der Pause drei Gänge runtergeschaltet hat“, so Serr. - bob

BVH: Faesing – Kessler, St. Herfurth, Sievert – Samardzic, Taeger – Kampmann (66. Pfab), Slowik (62. Wotschel), Pfafenrot – Doumbia (75. Hegel), Karcz

VfK: R. Wittenborn – Frey, St. Serr (30. Schelte), Ozgüc, P. Wittenborn (46. Schelte) – Preiß (46. Seepe), Hoffmann – D. Bednarek, Wiggermann, Koslowski – Möller

Tore: 1:0 Karcz (7.), 2:0 Doumbia (15.), 3:0 Kampmann (20.), 4:0 Kampmann (Handelfmeter/22.), 5:0 Slowik (59.)

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