VfK Nordbögge ist „rundum zufrieden“

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Thomas Kul tritt aus zeitlichen Gründen in der kommenden Saison kürzer.

BÖNEN -  Die Chance auf die Meisterschaft ist für den VfK Nordbögge nur noch theoretischer Natur. Doch darum ging es für Spielertrainer Dennis Juraschuk auch nie „Wir sind rundum zufrieden. Wir hätten Platz drei vor der Saison sofort unterschrieben.“

Die Nordbögger haben sich in Windeseile in der Fußball-Kreisliga A1 etabliert. Nach dem Aufstieg vor zwei Jahren verlief die Hinserie noch holprig, der VfK war als Drittletzter mit nur 16 Zählern in Abstiegsgefahr. Seitdem waren nur die SpVg Bönen mit 91 Zählern und der FC Pelkum (86) erfolgreicher als die Nordbögger (85). In der aktuellen Rückrundentabelle steht das Team von der Feuerwache mit nur einer Niederlage sogar ganz oben.

„Das ist in der zweiten Saison schon ganz gut. Der dritte Platz ist definitiv ein Erfolg“, sagt Juraschuk drei Spieltage vor Schluss. Derzeit liegt der VfK neun Punkte hinter Spitzenreiter SpVg, aber auch neun Zähler vor dem Vierten TuS Wiescherhöfen II, hat dabei noch die kleine Chance den Zweitplatzierten aus Pelkum zu überholen. Juraschuks Fazit fällt also absolut positiv aus.

Lediglich den Saisonstart würde er gerne vergessen. „Die ersten zwei Spiele, da hatten wir Probleme nach der guten Rückrunde vorher“, erinnert sich Juraschuk. Nach der Auftaktniederlage gegen den TSC Hamm II, der mittlerweile in Abstiegsgefahr schwebt, kassierte sein Team damals auch gegen den Hammer SC eine ihrer erst zwei Heimpleiten. „Die Zuschauer in Nordbögge können sich nicht beschweren. Wir haben zuhause viele Punkte geholt“, macht der Trainer die Heimstärke auf dem Kunstrasenplatz an der Feuerwache als großen Pluspunkt aus.

Die leichtfertig vergebenen Zähler am Saisonanfang fehlen dem VfK nun allerdings, um doch noch ein Wörtchen im Titelrennen mitzureden. Auch in der ansonsten bärenstarken Rückrunde gab die Mannschaft ausgerechnet dann Punkte ab, wenn der Sprung nach vorne möglich gewesen wäre. Als sich die SpVg und der FCP im direkten Duell 0:0 trennten, stolperte der VfK zu einem 1:1 gegen die IG Bönen. „Wir haben aber nie auf den Aufstieg geschielt“, ärgert sich Juraschuk erst gar nicht: „Beim IG-Spiel zum Beispiel haben einige Leute gefehlt. Das kann dann auch mal passieren, dass man nicht gewinnt.“ Überhaupt plagte sich Nordbögge im Saisonverlauf mit vielen Verletzten herum. „Das haben andere Mannschaften doch auch“, lamentiert der Coach in diesem Punkt ebenfalls nicht über hätte, wenn und aber.

Angesichts der guten Saison setzt der Verein logischerweise auf Kontinuität. „In erster Linie war es mir wichtig, mit meinen Spielerin weiterzumachen“, sagt Juraschuk, dem dies auch gelungen ist: „Bis jetzt hat keiner gesagt, er geht. Das war die Basis. Dann können wir schauen, ob er zu uns passt und eine echte Verstärkung ist.“ Lediglich Thomas Kul hört aus beruflichen Gründen auf. Dafür hängt der 40-jährige Marc Aschmoneit noch ein Jahr dran, nachdem der Kapitän zwischenzeitlich überlegt hatte, seine Schuhe an den Nagel zu hängen. Auch Marcel Kloda „zählt zur Mannschaft“ laut Juraschuk. Dabei wollte der Mittelfeldspieler vor der Saison eigentlich nur im Notfall aushelfen.

Der VfK ist also für die Zukunft gut aufgestellt: „Wenn alle an Bord sind, haben wir einen guten Kader“, sagt Juraschuk selbstbewusst. Schon vor der aktuellen Spielzeit galt seine Mannschaft bei einigen seiner Trainerkollegen als Geheimfavorit. Und jetzt? „In Nordbögge wird der Ball flach gehalten“, erklärt Juraschuk: „Wir verteilen ja keine Gelder. Und dafür machen wir es überragend.“ - bob

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