VfK kämpft um eine neue Hoffnung

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Gegen Lohauserholz II gelang Nordbögge (Mitte Justin Seepe) der einzige Saisonsieg.

Bönen -  Abhaken, neu starten, besser machen: Der Vfk Nordbögge steht nach einer desolaten Hinrunde mit nur vier Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Nur die ebenfalls schwächelnde Konkurrenz und die Neu-Justierung des Kaders halten beim Fußball-A-Ligisten die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben.

„Es kann nur besser werden“, sagt auch Thomas Seepe. Deshalb investiert der VfK-Obmann derzeit viel Zeit in Gespräche mit potenziellen Neuzugängen. Und es sieht gut aus. Mit Daniel Bednarek (IG Bönen) und Sven Koslowski (SpVg Bönen/Bild) sind zwei Verstärkungen schon fix. Laut Seepe müssen mit den abgebenden Vereinen nur noch die Modalitäten geklärt werden. Außerdem ist er guter Dinge, dass ein Quartett mit ehemaligen Nordböggern zu Team stößt. Drei davon haben seit dem Sommer nicht mehr gespielt, einer lief in der ersten Halbserie für einen anderen Verein auf. Namen wollte Seepe nicht nennen. Mit weiteren Kandidaten ist er noch im Gespräch. Außerdem wollen Langzeitverletzte wie Philipp Rudolph, Philipp Preiß oder Nikolaj Kirmse in der Vorbereitung, die am 11. Januar beginnt, wieder richtig ins Training einsteigen.

Die Nordbögger holen also das nach, was sie vor der Saison verpasst haben. Sie stärken ihren Kader sowohl quantitativ als auch qualitativ. Das Aufgebot hatte nach 16 Abgängen extrem gelitten, zumal nahezu nur B-Liga-Spieler den Weg an die Feuerwache fanden oder aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurden. Das Resultat lässt sich an der Tabelle ablesen: ein Sieg, ein Unentschieden, 14 Niederlagen, 20:70 Tore, Platz 17. Der neue Trainer Jürgen Serr war wahrlich nicht zu beneiden. Zuletzt gab es Dissonanzen beim VfK. Serr meldete Gesprächsbedarf an, forderte den Vorstand auf, den Spielern die Alibis zu nehmen. Außerdem hat sich Christoph Wöllert abgemeldet.

Die Unterhaltung zwischen Vorstand und den Trainern der Mannschaften wurde aus Termingründen auf Anfang 2016 verschoben. Bis dahin hofft Seepe, dass die neuen Impulse Wirkung zeigen. Denn zuletzt zeigte die Mannschaft zumindest auf dem Platz Auflösungserscheinungen. „Nach dem ersten Gegentor war es vom Kopf her vorbei“, sagt Seepe. Selbst gegen Mitkonkurrenten wie Yunus Emre (0:4), TuS 59 (2:4) und Hammer SC (0:5) verlor der VfK am Hinrundenende deutlich.

Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen, als würde die Serr-Elf die Kurve kriegen. Dem 6:2-Sieg über Lohauserholz II folgte nur eine Woche später das erkämpfte 0:0 im Derby bei der SpVg. Doch mit dem 1:7 beim TSC Hamm II war die Euphorie schnell wieder verflogen. Seepe macht den von Verletzungen geplagten Kader, der ohnehin zu klein war, dafür verantwortlich, dass nicht wenigstens eine zweistellige Punktzahl erreicht wurde. Besonders offensiv war irgendwann die Luft raus.

Dennoch haben die Nordbögger noch Hoffnung, denn zum rettenden Ufer sind es trotz der mageren Ausbeute nur fünf Zähler. „Es gibt andere Mannschaften, die genau so schlecht dastehen“, sagt Seepe. In der Tat müssen sich noch sechs Teams ernsthaft mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Der VfK gewann mit Lohauserholz II nur gegen eines davon. Hier herrscht also deutliches Verbesserungspotenzial. „Vielleicht können wir in den ersten Spielen Punkte holen, mit denen keiner rechnet. Damit es wieder aufwärts geht“, hofft Seepe auf das so dringend benötigte Erfolgserlebnis. Das Problem: Das Auftaktprogramm hat es in sich. Vor dem spielfreien Wochenende am 13. März treffen die Nordbögger auf Uentrop, BVH und Werne, die allesamt Aufstiegshoffnungen hegen. Dazu kommt die Partie gegen die HSV III, gegen den der VfK in der Hinserie mit 1:9 unterging. Die Hoffnung könnte bereits einen Dämpfer erhalten, bevor die wirklich wichtigen Duelle gegen die Mitkonkurrenten anstehen. - bob

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