VfK mit neuer Taktik zum Derbysieg bei der IG

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Die Nordbögger Christoph Wöllert und Florian von Glahn (hinten von links) hatten keine Probleme mit dem Systemwechsel von Vierer- auf Dreierkette.

BÖNEN -  Wenn nichts mehr geht, geht 3-5-2. Das taktische System mit zentralen Abwehrmann und zwei Außenverteidigern kommt aus den 70er Jahren, wird aber nicht nur in der Bundesliga wiederentdeckt. Nordbögges Trainer Dennis Juraschuk setzte die Übermacht im Mittelfeld im Kreisliga-Derby gegen die IG Bönen ein. Erfolgreich: Die Nordbögger gewannen mit 5:1.

Ein ordentlicher Spielaufbau war für die Bönener Gastgeber nicht drin. Das liegt dem Team von Trainer Ayhan Sezer auch gar nicht. Er setzt auf eine kompakte Defensive und schnelle Vorstöße. Durch die Nordbögger Mauer im Mittelfeld waren die Bönener von Anfang an auf „lange Bälle“ angewiesen. Das funktionierte nur teilweise. Schnell genug bewegten sich meist nur Raphael Thiemann und Ibrahim Yörük in Richtung VfK-Tor. Meist kein Problem für die Nordbögger Dreierkette mit „Libero“ Björn Kempe, den Außenverteidigern Christof Wöllert und Florian von Glahn. Nur einmal hatten die Bönener Erfolg – nämlich beim 1:1-Ausgleich durch Thiemann.

Nach dem Wechsel standen die Bönener noch kompakter. Aus dem Spiel heraus lief für die IG gar nichts mehr. Die einzige echte Chance entsprang einem Freistoß. Direkt nach dem 2:1-Führungstreffer von Florian von Glahn (48.) bekam Evren Karka die Chance zum erneuten Ausgleich – er schoss von der Strafraumgrenze gut und platziert, Patrick Heller im VfK-Tor parierte. Das war´s von den Bönenern. Den Gastgebern ging offensichtlich die Puste aus. „Kein Wunder, statt den Ball laufen zulassen, sind sie gelaufen“, sagte Sezer, „nach 60 Minuten war nichts mehr drin.“

Nordbögge bekam leichtes Spiel. Ein Nachsetzen bei Ballverlusten, das Sezer schon in der Pause bemängelt hatte, fand gar nicht mehr statt. Beim 1:0 des Gastes durch Marc Aschmoneit guckte Thiemann nur hinterher. Auf der Gegenseite wurden aufgerückte Bönener durch simple Pässe in die recht große „Lücke“ überrascht. Ein Querpass, zunächst von Lars Lenser auf Jonas Wiggermann, und die Partie war mit dem 1:3 gelaufen.

Während Sezer entspannt mit der Niederlage umging – „Das Spiel lief den Umständen entsprechend, ohne richtigen Torwart (Coskun Gökce war privat verhindert) war auch unsere Deckung verunsichert“ – gewann Nordbögges Spielertrainer Juraschuk seiner ungewohnten Rolle an der Seitenlinie durchaus Positives ab. „Wenn alle fit sind und in Form, sollen die Jungs spielen – außerdem kann man von außen natürlich mehr sehen und besser eingreifen.“ - ml

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